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AOK-Chef Jürgen Graalmann ist nicht gut auf die Betriebskrankenkassen zu sprechen. (Foto: Sket)

AOK-Chef Jürgen Graalmann ist nicht gut auf die Betriebskrankenkassen zu sprechen. (Foto: Sket)

Erwartete Schließung der BKK für Heilberufe

AOK will es besser machen

Berlin - Als die City BKK dieses Jahr pleite ging, standen nicht zuletzt die AOKs in der Kritik: Nachrichtensendungen zeigten Warteschlangen vor den AOK-Geschäftsstellen, die Kassensuchenden berichteten nicht nur Freundliches über ihren Empfang. Nun, da die Schließung der BKK für Heilberufe bevorsteht, will es die AOK besser machen: „Jedes Mitglied der BKK für Heilberufe, das nun zur AOK wechseln will, ist selbstverständlich herzlich willkommen“, betonte heute Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes.

„Wir werden alles dafür tun, den Mitgliedern das Wechseln zur AOK so einfach wie möglich zu machen“, so Graalmann weiter. Wer derzeit noch Mitglied der BKK für Heilberufe sei, könne zu jeder der 1.200 AOK-Geschäftsstellen in Deutschland gehen und zum 1. Januar 2012 AOK-Mitglied werden. Zusätzlich biete die AOK die Möglichkeit, schnell durch E-Mail oder telefonisch zur AOK zu wechseln.

Vorgesehen sei weiter, dass die BKK für Heilberufe schnell alle Mitglieder per Brief über die Schließung der Kasse informiere. Das Schreiben der BKK für Heilberufe werde eine Liste aller wählbaren Krankenkassen enthalten. So werde ein unbürokratischer Kassenwechsel ermöglicht. Falls die BKK die Abwicklung personell nicht sicherstellen könne, habe die AOK zudem angeboten, AOK-Mitarbeiter in die Zentrale der BKK für Heilberufe zu entsenden.

Für morgen, den 2. November wird der Beschluss des Bundesversicherungsamtes erwartet, die BKK für Heilberufe zum 31. Dezember 2011 zu schließen. Es ist bereits die zweite Pleite einer Betriebskrankenkasse in diesem Jahr. Graalmann sieht die Gründe im Management den Kassen des BKK-Systems selbst liegen. Stets sei man dort auf der Suche nach jungen gesunden Mitgliedern gewesen: „Während Yuppiekassen die Rosinen pickten, haben AOK und andere Versorgerkassen alle versichert, egal, wie alt, wie krank oder auch wie groß der Geldbeutel war“, so der AOK-Chef.

Kirsten Sucker-Sket / 01.11.2011, 10:42 Uhr

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