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Politik

ABDA fordert mehr Geld für Nacht- und Notdienst. (Foto: ABDA)
Anhörung Gesundheitsausschuss
ABDA fordert 348,67 Euro Nacht- und Notdienstgebühr
Berlin - Für Nacht- und Notdienste an Sonn- und Feiertagen fordert die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) eine pauschale Vergütung von 293 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer – also 348,67 Euro. In der Woche sollen Nacht- und Notdienste mit 249 Euro plus Mehrwertsteuer, also mit 296,31 Euro, pauschal von den Krankenkassen bezahlt werden. Diese Forderung erhebt die ABDA in ihrer Stellungnahme zum Versorgungsstrukturgesetz, das am kommenden Mittwoch vom Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages beraten wird.
„Rund 2.000 Apotheken leisten an 365 Tagen im Jahr Nacht- und Notdienste. Dies summiert sich auf rund 730.000 Notdienste pro Jahr. Weder die verwaltungsaufwändige Notdienstgebühr von 2,50 Euro noch der erzielte packungsbezogene Rohertrag von Arzneimittelabgaben sind geeignet, die Kosten der Apotheken zu decken. Konservativ gerechnet haben die Apotheken beim Nacht- und Notdienst eine Unterdeckung von 192 Mio. Euro zu tragen“, heißt es in der ABDA-Stellungnahme wörtlich. Und weiter: „Wir fordern aus den genannten Gründen die Einführung einer pauschalen Vergütung für die Dienstbereitschaft der Apotheken in Höhe von 249 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer an Werktagen sowie in Höhe von 293 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer an Sonn- und Feiertagen und am 24. Dezember über § 6 Arzneimittelpreisverordnung.“
Bezahlen sollen die Sondervergütung die Krankenkassen, wobei nach Vorstellung der ABDA private und gesetzliche Krankenkassen im Verhältnis ihrer Versichertenzahlen die Pauschalhonorierung finanzieren sollen.
Darüber hinaus fordert die ABDA eine Erhöhung der Rezepturzuschläge von derzeit 2,50 Euro. Hierbei ergebe sich für die Apotheken eine Unterdeckung von 137 Millionen Euro, argumentiert die ABDA. „Wir fordern daher, die Rezepturzuschläge anzupassen“, heißt es in der Stellungnahme, ohne hierzu einen konkreten Wert zu nennen.
Außerdem fordert die ABDA die Anpassung der Betäubungsmittelgebühr von derzeit 0,26 Euro. „Wir halten eine Anpassung der Betäubungsmittelgebühr für dringend geboten“, so die ABDA. Einen konkreten Wert nennt sie dafür nicht.
Lothar Klein / 14.10.2011, 09:19 Uhr
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Michael Zeimke sagt:
17.10.2011 14:34Lieber Herr Hansmann,
die Forderung ist lange überfällig und sollt erweitert werden, z.B. auf das nicht zu verstehende Inkasso beim Herstellerrabatt, BTM ,Rezepturpreise,
Teststreifenpreise etc etc etc etc
Fechten mit dem Florett sollte vorbei sein.
Gruß aus Brake
Uwe Hansmann sagt:
16.10.2011 21:48Kollegen,
wie hättet Ihr es den gern?
Nun wird konkret seitens der ABDA Geld in nicht unerheblicher Größenordnung von der Politik gefordert und nun ist es schon wieder nicht richtig?
Diese Forderungen sollten von jedem Einzelnen im eigenen Wahlkreis den zuständigen MdB/MdL in den Sprechstunden der Abgeordneten bzw. bei entsprechend vereinbarten Terminen vorgebracht werden. Dafür sind gewählte! Abgeordnete da!
Argumente warum die Forderungen gestellt werden haben wir ja wohl mehr als genug.
Hier hilft kein lamentieren und ewiges in der Vergangenheit rumgraben sondern nur Einigkeit im Auftreten gegenüber der Politik.
Wie schon 2004 müssen konkrete Zahlen auf den Tisch. Hier sind die ABDA, Kammern und Verbände gefordert.
mehr...
Dr. Peter Post sagt:
16.10.2011 11:09Es ist falsch, von einem RezepturZUschlag von € 2,50 zu sprechen. Wenn uns für die Abgabe eines Arzneimittels € 8,10 zugestanden werden, aber für die Abgabe mit vorheriger Herstellung € 2,50, dann ist die Anfertigung einer Rezeptur mit einer Strafe von 2,50 - 8,10 = € -5,60 belegt. Wann wird ein Mindestlohn für Rezepturen eingeführt?
Michael Zeimke sagt:
16.10.2011 08:38Was ist, wenn NICHTS erfüllt wird ?!
Archie sagt:
15.10.2011 16:12Da ich alle 5 Wochen eine ganze Woche Dienst habe, wäre ich auch mit einer Abfindung für die tatsächlich geleisteten Nacht- und Notdienste einverstanden.
Rund 4 Euro pro Nacht sind immer noch ein schlechter Witz.
Auch die Anpassung der Rezepturgebühren ist schon lange mehr als überfällig.
Ein Handwerker würde nur müde lächeln und keinen Finger krumm machen.
Ich bin gespannt, was von den Forderungen durchgesetzt werden kann, bin aber auch eher pessimistisch.
Gitte sagt:
15.10.2011 12:05Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder! Die Krankenkassen haben sich sicherlich insgeheim schon halb tot gelacht über die derzeitige Regelung, die nur uns richtig viel Geld kostet (im Gegensatz zum Versandhandel). Nun müssen die ABDA und alle Apotheken- Beschäftige/innen aber mit allen Mitteln kämpfen, denn diese längst fällige Forderung werden die Krankenkassen mit Zähnen und Klauen wütend bekämpfen. Wie wäre es, als Aktion im Notdienst z.B. halbstündlich zu streiken, wenn die Krankenkassen zu unverschämt austeilen?
alchemist sagt:
15.10.2011 10:52Ob wir am Ende mehr bekommen, ist erstmal nicht wichtig. Wichtig ist, dass die Apotheker sich endlich erheben.
Rezeptur, Nachtdienst und andere Leistungen die bis dato als selbstverständlich gehalten worden, weil die Vergütung noch gestimmt hat, müssen gesondert honoriert werden. Vergessen wir nicht, nächstes jahr kommt der nächster Hammer mit der nächsten Rabattreduzierung.
Da geht das Apothekensterben erst richtig los.
ich habe jetzt schon Kunden, die aus der Umgebung kommen, und die ich noch nie in meiner Apotheker gesehen hatte.Wir werden diesen Kunden in aller Ausführlichkeit erklären müssen, warum es dazu gekommen ist!
Serpens sagt:
15.10.2011 09:11Ein schöner Traum!
Wenn die Apotheker so wie die Ärzte zusammenhalten würden und gemeinsam Druck auf Politik und Kassen machen würden,dann könnte es vielleicht besser werden.
Aber auf Grund der Erfahrungen der letzten Jahre ist Pessimismus angesagt.
leuchtendes Skelett sagt:
15.10.2011 00:10SUPER, aber ich glaub noch nicht dran.
Da die ausländischen Apotheken ja von den Kassen uns gleichgesetzt werden, die aber die aufwendigen Apothekengeschäfte uns überlassen, müssen die Krankenkassen das vergüten, sonst brauchen wir das ja auch nicht machen, denn verdienen tun die Holländer damit, daß Sie den teuren ND-Apparat ignorieren können.
Jetzt bin ich gespannt, ob die Krankenkassen sagen, ach den ND, den sollen ab jetzt die zahlen, die ihn brauchen, oder ein Notdienst in einer Region reicht, oder ä.
Warum frage ich mich, kommt die ABDA erst jetzt damit?.
Jeder Handwerker bekommt mehr, als wir für die Rezepturen!
Warum fordern wir so zögerlich???
Was soll denn geschützt werden??
Es ist seit Jahren schreiendes Unrecht!
Wir normale Apotheker gehen doch mehr...
Heidi B. sagt:
14.10.2011 22:18endlich wird auch mal über eine bessere Bezahlung für unsere Arbeit nachgedacht!!!