Sie sind hier: Tagesnews-Politik > News
Politik

Gesundheitsfonds mit sattem Milliarden-Überschuss in 2011. (Foto: Pixelio)
GKV-Schätzerkreis
Gesundheitsfonds mit sattem Milliarden-Überschuss
Berlin - Aufgrund der Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen und der dynamischen Einnahmeentwicklung wird der Gesundheitsfonds in diesem Jahr mit einem Überschuss von 4,4 Milliarden Euro abschließen. Zu diesem Ergebnis kam bei seiner heutigen Sitzung der GKV-Schätzerkreis.
Die Einnahmen des Gesundheitsfonds haben sich im laufenden Jahr – ähnlich wie auch die Einnahmen in den anderen Sozialversicherungszweigen – sehr dynamisch entwickelt. Insbesondere aufgrund der im Jahresverlauf positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt und bei den pro-Kopf-Löhnen werden sie mit 183,4 Milliarden Euro voraussichtlich 1,7 Milliarden Euro höher ausfallen als erwartet, so die Experten des Bundesministeriums für Gesundheit, des Bundesversicherungsamtes und des GKV-Spitzenverbandes.
Die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds betragen entsprechend der rechtlichen Vorgaben weiterhin unverändert 178,9 Milliarden Euro. Der hieraus resultierende Überschuss in Höhe von 4,4 Milliarden Euro fließt der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zu. Hiervon entfallen 2,0 Milliarden Euro auf den zusätzlichen Bundeszuschuss zur zukünftigen Finanzierung des Sozialausgleichs und der Zusatzbeiträge für Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld bis einschließlich 2014. Die Liquiditätsreserve garantiert, dass der Gesundheitsfonds jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Krankenkassen nachkommen und konjunkturelle Schwankungen in den Einnahmen ausgleichen kann.
Die geschätzten Ausgaben der Krankenkassen für dieses Jahr betragen 177,5 Milliarden Euro. Die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds übersteigen die Ausgaben somit um 1,4 Mrd. Euro. Dies entspricht 0,8 Prozent des prognostizierten Ausgabenvolumens.
Für das Jahr 2012 werden Einnahmen des Gesundheitsfonds in Höhe von 185,7 Milliarden Euro erwartet. Die voraussichtlichen Ausgaben der Krankenkassen betragen 185,4 Milliarden Euro. Damit können auch im Jahr 2012 die Ausgaben der Krankenkassen durch Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds im Durchschnitt vollständig gedeckt werden.
Der für das Jahr 2012 geschätzte Ausgabenanstieg von 4,5 Prozent resultiert insbesondere aus einer nicht mehr rückläufigen Ausgabenentwicklung im Arzneimittelbereich und einer im Vergleich zum Vorjahr höheren Grundlohnrate, die in einigen Vertragsbereichen Grundlage für die Anpassung der Vergütung ist. Aus dem in der Gesetzgebung befindlichen GKV-Versorgungsstrukturgesetz werden hingegen im Jahr 2012 keine nennenswerten Ausgabensteigerungen erwartet.
Lothar Klein / 12.10.2011, 15:39 Uhr
Sie können die News auch als RSS-Feed abonnieren:
Hier finden Sie weitere Informationen zum RSS-Feed der DAZ.online.




howy sagt:
13.10.2011 16:58also die Apotheken mußten dieses Jahr 400 Mio.€ (incl. des vom GH weiter gereichten Sparvolumens) einsparen, damit die kranken Kassen nicht toxisch werden.
und der Gesundheitsfonds hat nun einen Überschuss von 4 400 Mio. €.
d.h. unsere Einsparinvestition hat eine Rendite von 1100 % !!!!!!
Wie wär's wenn man den Apotheken davon als Dividende, sagen wir mal, lausige 10% auszahlen würde?
Elisabeth Jedamzik sagt:
13.10.2011 11:06@banane:
und Rabatt ist ein Steuerungsinstrument für rationalen Großeinkauf. Also so ziemlich das Gegenteil von Rabattschachtelpackungsgrößensuch-kleinklein-einzelnachbestellungslieferung mit Retaxlizenz-wegen-kommafehler.
Michael Zeimke sagt:
13.10.2011 10:43Den Überschuß kann die 1,8% Partei doch gut zum senken der Steuern nutzen.
Nie mehr F.D.P.
Banane (Stefan Haydn) sagt:
13.10.2011 10:31Es ist doch schön zu sehen, daß trotz der gestiegenen Krankenhauskosten und der weiterhin guten Verdienstmöglichkeiten im ärztlichen Bereich die Kassen mit Überschüssen rechnen dürfen.
Freuen wir uns doch alle, daß wir Apotheken und die pharmazeutischen Hersteller so tatkräftig für die Alimentierung aller anderen im Gesundheitswesen herangezogen werden.
Fühlt man sich als "Wohltäter" nicht gleich viel besser?
Jetzt muß es mir nur noch gelingen dies auch meinen Angestellten klar zu machen!
PS: Wann klagt denn endlich der erste gegen den Zwangsrabatt? Schließlich wurde er ja mit der Begründung eingeführt, daß dadurch die von den Apotheken erzielten Rabatte an die KKs abgeführt werden sollen. Wo keine Rabatte mehr kann auch nichts abgeführt werden. mehr...
1734 sagt:
13.10.2011 09:32Wir dürfen keine Rabatte mehr ziehen...
Also können wir auch keine mehr geben.
8,10€ pro Packung, kein Abschlag, dass sollten unseren Forderungen sein.
Apotheker55 sagt:
13.10.2011 09:18das wär doch mal eine Aktion. Jede Apotheke schickt Bahr für jeden Mitarbeiter je eine Zitrone, vielleicht zusätzlich an Spahn? Und beide müssen in jede reinbeißen, damit die mal wissen, wie es uns geht.
Elisabeth Jedamzik sagt:
13.10.2011 08:43...der 2012...Ausgabenanstieg 4,5 % (Luftschätzung siehe Rösler 2011) --> ... Arneimittelbereich...UND JETZT KOMMTS :
...höhere Grundlohnrate .. die ...Grundlage für die Anpassung der Vergütung ist.....
Gell, liebe Standeszertreter, genau das habt ihr bei uns Deppen vom Dienst vergessen hineinzuschreiben in unsere lumpigen Zitronen-Verträge.
Wollen wir dem Bahr und dem Spahn nicht ein paar Zitronen schicken, damit sie was zum ausquetschen haben ?
dietmar frensemeyer sagt:
13.10.2011 08:23LÜGEN-RÖSLER prophzeite für 2011 ein Defizit von erst 16 später dann 12 MILLIARDEN. Für solhche begabte Prohpeten müssen dann Apotheker wieder mal bluten.
Frage an LÜGEN-RÖSLER, den WIRTSCHAFTSEXPERTEN: woher kommen die 12+4,4 Milliarden ?
dridi sagt:
12.10.2011 20:07Schön zu lesen dass viele Existenzen (=Zitronen=Apotheken) 2012 ohne wirtschaftliche Notwendigkeit vernichtet werden. Besten Dank Herr Bahr!