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DAK und BKK Gesundheit fusionieren. (Foto: DAK)

DAK und BKK Gesundheit fusionieren. (Foto: DAK)

Krankenversicherung

DAK und BKK Gesundheit fusionieren

Berlin - Zum Jahreswechsel fusionieren die Krankenkassen DAK und BKK Gesundheit zur neuen „DAK-Gesundheit“. Die Krankenkasse mit Sitz in Hamburg wird mit ihren 6,6 Millionen Versicherten die drittgrößte Krankenkasse in Deutschland und im Bereich der betrieblichen Gesundheitsangebote führend sein, so Thomas Bodmer, Vorstand der BKK Gesundheit.

Mit der DAK als drittgrößter Ersatzkasse (rund 5,6 Millionen Versicherte) und der BKK Gesundheit als größter Betriebskrankenkasse (rund eine Million Versicherte) wird die neue DAK-Gesundheit mit ihren 5,1 Millionen Mitgliedern und 6,6 Millionen Versicherten die drittgrößte Krankenkasse in Deutschland sein. Mit 8,6 Millionen Versicherten führt die Spitze derzeit die Barmer GEK an, gefolgt von der Techniker Krankenkasse mit 7,6 Millionen Versicherten.

„Mit dieser Verbindung zweier Stärken wird sich die DAK-Gesundheit deutlich von ihren Mitbewerbern abheben“, kommentiert DAK-Chef Herbert Rebscher die Entscheidung der Verwaltungsräte. Thomas Bodmer, Vorstand der BKK Gesundheit, betont: „Der Zusammenschluss der größten Betriebskrankenkasse und der drittgrößten Ersatzkasse bündelt die besondere Kompetenz beider Partner und bringt für die Kunden deutliche Vorteile. Die DAK-Gesundheit wird im Bereich der betrieblichen Gesundheitsangebote führend sein. Bei der Behandlung vieler Krankheiten profitieren die Versicherten von einer Vielzahl medizinischer Spezialistennetzwerke.“

Den Kunden der beiden Kassen soll durch die Fusion kein Aufwand entstehen. Alle Krankenversicherungskarten gelten weiterhin, und alle Behandlungen können ohne Einschränkungen fortgesetzt werden. Auch die Zusatzversicherungen mit ihren Vorzugskonditionen bleiben bestehen. In bundesweit rund 850 Servicezentren werden die Kunden zukünftig beraten.

Die neue Kasse wird dem Verband der Ersatzkassen (vdek) angehören und ihren Sitz in Hamburg haben. 28 Versichertenvertreter sowie zwei Arbeitgebervertreter werden dem Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit angehören. Vorgesehen für den Posten des Vorsitzenden ist Hans Bender, derzeit Vorsitzender des Verwaltungsrates der DAK, und für den Posten des Stellvertreters Horst Zöller, momentan Mitglied des Verwaltungsrates der BKK Gesundheit. Der Haushalt der neuen Kasse soll im Jahr 2012 rund 20 Milliarden Euro betragen.

Beide Unternehmen stellen zurzeit ihre IT auf die neue GKV-Standardsoftware iskv 21c um, die neue Lösungen für effiziente und kundenorientierte Prozesse schaffen soll. Auch damit will die Krankenkasse die Verwaltungskosten weiter reduzieren und ihr Vertragsmanagement sowie ihre Versorgungsangebote bündeln.

Juliane Ziegler / 11.10.2011, 15:21 Uhr

Kommentare:

Apotheker55 sagt:
13.10.2011 08:56

wir konnten zuletzt 25% unseres Einkommens der Stabilisierung der kranken Kassen zwangsweise zur Verfügung stellen. Nächstes Jahr wird es noch mehr. Ich möchte gerne mal die Ärzte hören, wenn ein vergleichbares Opfer verlangt würde. Warum auch nicht? Warum sollen alleine die Apotheken ihr Einkommen zur Verfügung stellen, warum dann nicht alle Leistungsanbieter im Gesundheitswesen? Damit die Kassen weiter ineffektiv arbeiten können.

Apotheker55 sagt:
13.10.2011 07:41

@Doktor: Die Ärzte haben gut lachen, sind sie doch kürzlich mehrmals mit erheblichen Gaben bedacht worden. Dafür bekommt man oft erbärmliche Leistungen, weil den Doktores die Patienten egal sind und nur noch dem Sparwahn verfallen. Ich habe meine Erfahrungen hier mehrmals geschildert, auch aus dem Familienkreis. Kehren Sie vor der eigenen Tür.
UND: Apotheken sind nicht teuer. Ich möchte wissen, woher Sie diese Erkenntnis nehmen.

Apotheker B sagt:
12.10.2011 22:47

Herr Doktor, vor Sachlichkeit strotzend.
Deckelung der Verwaltungskosten heißt noch lange nicht Grenze.
Apotheken (nicht teuer sondern wertvoll) wird es eh bald nicht mehr "an jeder Ecke" geben. Was gibt es sonst noch an jeder Ecke, - solche Nasen wie Sie.
Und noch was; Apotheken zocken nicht ab,
sie sind abgezockt.
Und jetzt können SIE mal einkehren oder kommen Sie etwa nicht vom Stammtisch.

Doktor sagt:
12.10.2011 21:11

Als gäbe es diese Deckelung der Verwaltungskosten nicht schon seit Jahren. Sie sind wohl nicht gut informiert, lieber Herr Apotheker :-) Übrigens braucht man auch nicht an jeder Ecke eine teuere Apotheke, die einen abzockt. Kehren Sie mal vor Ihrer eigenen Haustüre.....

Apotheker55 sagt:
12.10.2011 15:03

was hier nicht steht:
Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.
Auf Grund der gestiegenen Mitgliederzahl hofft die Kasse auf höhere Rabatte bei den Rabatt AM.
Es wird also nicht bei den Verwaltungskosten gespart (so was kommt den Kassen überhaupt nicht in den Sinn), sondern andere sollen für die Kassen blechen.(auch die Mitglieder über zusätzliche Zahlungen)
Es wird Zeit, dass den Kassen Grenzen bei den Verwaltungskosten auferlegt werden.

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