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Zwei Themen standen beim Deutschen Apothekertag 2011 im Mittelpunkt: die Anpassung des Apothekerhonorars und das ABDA/KBV-Konzept zur Versorgung der Versicherten durch Arzt und Apotheker. (Foto: DAZ/Schelbert)

Zwei Themen standen beim Deutschen Apothekertag 2011 im Mittelpunkt: die Anpassung des Apothekerhonorars und das ABDA/KBV-Konzept zur Versorgung der Versicherten durch Arzt und Apotheker. (Foto: DAZ/Schelbert)

Das war der Deutsche Apothekertag 2011

Im Mittelpunkt: das Apothekerhonorar und das Zukunftskonzept

Düsseldorf - Die Forderung nach einer Dynamisierung des Apothekerhonorars und die Weiterentwicklung des ABDA/KBV-Konzepts dominierten in diesem Jahr den Deutschen Apothekertag. Die berufspolitische Veranstaltung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker fand vom 6. bis 9. Oktober 2011 in Düsseldorf statt.

Die Apotheker haben den Politikern auf dem Apothekertag gezeigt, dass sie wütend sind über die Belastungen durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG), die in der Praxis zu einer Doppelbelastung geworden sind, über die Untätigkeit dieser Regierung beim Pick-up-Verbot, über das Bundesgesundheitsministerium und seine Einmischung in die Verhandlungen zwischen Deutschem Apothekerverband und GKV-Spitzenverband über den Apothekenabschlag und erneut über das Bundesgesundheitsministerium, das über die Apothekenbetriebsordnung eine Zwei-Klassen-Einteilung der Apotheken vorhat.

Nicht zuletzt durch das AMNOG, das den Apotheken enorme Opfer abverlangt, sind die Belastungen der Apotheken stark gestiegen. Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – ABDA, Heinz-Günter Wolf dazu: „Es muss Schluss sein mit der schwarz-gelben Apotheken-Abrissbirne.“

Das Plenum des Apothekertags war sich einig: Eine Dynamisierung des Honorars, das seit 2004 nicht verändert wurde, ist überfällig („wir brauchen es“), ebenso eine Anpassung der Gebühren für den Nacht- und Notdienst, für die Dokumentation der BtM-Rezepte und der Arbeitspreise für die Rezepturen.

Man wolle, so Wolf, mit der Rückdeckung dieses Apothekertages in den kommenden Tagen und Wochen in die Gespräche mit der Politik gehen und die Vorstellungen der Apotheker zur Dynamisierung des Honorars detailliert vortragen. Ziel sei es, die Politik für die Anliegen der Apotheker zu gewinnen und möglichst noch im GKV-Versorgungsstrukturgesetz erste Eckpunkte zur Verbesserung der Honorarsituation zu setzen.

Neben dem Thema Honorierung stand bei diesem Apothekertag das Zukunftskonzept zur Arzneimittelversorgung im Vordergrund. Wolf wörtlich: „Dieses Konzept bedeutet einen Quantensprung in der Arzneimittelversorgung.“ Es geht u. a. darum, für alle Versicherten Arzneimitteltherapiesicherheit dauerhaft zu gewährleisten. Das Konzept beruht, so erklärte Wolf, auf dem Anspruch aller gesetzlich Versicherten auf eine Leistung durch ihren Arzt und ihren Apotheker. Die Koalition ist bereit, so war den Politikergrußworten zu entnehmen, den Weg für die Erprobung des ABDA-/KBV-Konzeptes über das Versorgungsstrukturgesetz frei zu machen.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht über den Deutschen Apothekertag 2011 in der nächsten Ausgabe der DAZ (Nr. 41 vom 13. Oktober 2011).

Das Podium auf dem Apothekertag (v.l.): Karin Graf, Fritz Becker, Dr. Sebastian Schmitz, Heinz-Günter Wolf, Friedemann Schmidt, Erika Fink. 

Peter Ditzel / 09.10.2011, 15:10 Uhr

Kommentare:

Alexander Hupe sagt:
11.10.2011 10:39

@ Brakelmann

Ist doch gut, dass es nicht so viele Kneipen gibt. Da wird eh nur gesoffen und dummes Zeug geredet. Naja, wahrscheinlich ein ideales Umfeld für Sie :-)

Banane (Stefan Haydn) sagt:
10.10.2011 19:18

@ Brakelmann
@ Hanns

Ich gehe mal davon aus, daß Sie von der Materie wie immer keine Ahnung haben und pure Stammtischpolemik ihr eigen nennen.
Darüberhinaus vermute ich, daß Sie eine Apotheke so gut wie nie brauchen und daher auch meine Arbeit gar nicht beurteilen können.
Ich maße mir ja auch nicht an ihre Arbeit zu beurteilen,was auch immer das sein mag, so lange ich davon nichts verstehe.
Daher gilt: Mund halten!
Ich lasse mich wie immer gerne eines besseren belehren.

Gunnar Müller / Detmold sagt:
10.10.2011 18:58

In der Tat:

Zu viele fröhliche Gesichter in anbetracht der verheerenden Situation !

Ich prognostiziere für 2011:

Auf breiter Front Ertrags(!)einbußen von 20% und mehr durch den doppelten Aderlaß (Großhandelkonditionen 'runter / Krankenkassenrabatt 'rauf) bei gleichen Packungszahlen/Umsätzen und einem Mehr an Kosten und Arbeit ..........

Ich wünschte, daß MEINER Standesvertretung endlich einmal das Lachen im Halse stecken bliebe !


Bernhard sagt:
10.10.2011 15:44

zu Brackelmann

und was machen Sie , wenn Sie im Notfall dringend ein Antibiotikum brauchen?
auch zum Versand laufen?

Ansonsten : sollten Sie mal Ihren Verstand einschalten.


Brakelmann sagt:
10.10.2011 15:01

Dass Apotheker am Hungertuch nagen, sieht man ganz deutlich daran, dass es in fast jeder Stadt mehr Apotheken gibt als Lebensmittelgeschäfte oder Kneipen. Ich kaufe meine Medikamente übrigens in einer Versandapotheke und bin dabei bestens zufrieden.

Hanns sagt:
10.10.2011 13:51

Je mehr ihr jammert, desto besser für die Patienten!

Winfried Meyer sagt:
09.10.2011 17:31

VOR dem nächsten Apothekertag-2012, gar auf einer AUSSERORDENTLICHEN (Frühjahr-2012 ?) ABDA-Hauptversammlung : ABDA-SATZUNG auf den Prüfstand !!!
1.)
neue ABDA-Satzungs-§§ einbringen bzgl. eines Quorum-Verfahrens zum "vorlaufenden" Mitgliederentscheid (ähnlich Parteien, aktuell FDP) systemimmanent in Parlamentarischer-Demokratie LIKE Volksbegehren/-entscheid, jedoch NICHT zu verwechseln mit einer Direkt-Demokratie per se !
Eine anzustrebende PARTIZIPATIVE-Demokratie kennt mehrere Verfahrenswege der ÖFFENTLICHEN Anhörung/Rederechte für Andersdenkende, im Gegensatz zu einer Präsidial-Repräsentativen-Demokratie "marschieren müssend durch alle hierarchischen Instanzen" einer Einheits-Partei like ABDA. Es lebe der mehr...

dietmar frensemeyer sagt:
09.10.2011 16:56

welche irgendwie geartete BINDENDE WIRKUNG
hat ein Apothekertag für wen?
Ausser der Umverteilung sauer verdienter Beiträge an die fröhlichen Funktionäre ?
wenn das kein demokratisch verankertes und wirksames Parlament ist mit den entsprechenden Rechten, dann bitte Schluss mit dieser sinnlosen DAMPFBLASEN VERANSTALTUNG

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