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AOK-Vize Hermann stellt sich gegen das ABDA/KBV-Konzept. (Foto: Sket)

AOK-Vize Hermann stellt sich gegen das ABDA/KBV-Konzept. (Foto: Sket)

ABDA/KBV-Konzept

AOK-Vize Hermann: Nicht umsetzbar

Berlin - Nach den schweren Vorwürfen gegen Apotheker wegen fehlerhafter Metoprolol-Rezepte stellt sich der Vize-Chef der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann, erneut gegen die Apotheker: Als „in der Sache nicht umsetzbar" bezeichnete Hermann das von ABDA und KBV vorgestellte Konzept zur Verbesserung der Arzneimittelversorgung.

Der Plan bedeute den „Bankrott der verfassten Ärzteschaft“, sagte Hermann gegenüber der „Ärztezeitung“.  Auch ein Modellprojekt zur Wirkstoffverordnung ist laut Hermann gegen geschlossene Rabattverträge nicht zu realisieren. Denn „Rabattverträge können nicht außer Kraft gesetzt werden", so Hermann, der für die AOKen bundesweit seit Jahren Rabattverträge schließt.

Rabattverträge seien nach Vergaberecht europaweit ausgeschrieben und abgeschlossen. Die Pharmaunternehmen, die Zuschläge erhielten, hätten einen Anspruch darauf, „dass die Verträge in vollem Umfang erfüllt werden". Eine etwaige Vereinbarung eines Modellvorhabens oder auch ein Schiedsstellenbeschluss darüber zöge unweigerlich Schadensersatzforderungen nach sich.

Hermann könne sich der Kritik des Hausärzteverbands nur anschließen: „Die Kassenärzteschaft ist offenbar gewillt, die Therapiehoheit am Counter der Apotheke abzugeben. Das ist mir unbegreiflich".

Lothar Klein / 21.09.2011, 09:54 Uhr

Kommentare:

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Pillenliesel sagt:
22.09.2011 10:30

@ michwundert....
Zitat:"Unglaublich, dass man es immer wieder schafft, so entlarvende Fotos .......
Das karierte Sakko fehlt, dann würde er als Peter Frankenfeld durchgehen, nur weniger lustig....

Elisabeth Jedamzik sagt:
22.09.2011 10:25

Was die Kassenmischpoke und Aok herrmann im Besonderen macht, ist ein m. E. strafwürdiger, weil vorsätzlicher, "gefährlicher Eingriff in die ordnungsgemäße Versorgung mit Arzneimitteln" und daraus resultierende Fälle von Körperverletzung.
Ohne Not, einfach nur aus Geldgier, wie die Überschüsse der GKV deutlich zeigen.

pilzejosef99 sagt:
22.09.2011 09:28

Es ist eine Frechheit, wenn Herr Hermann in Bezug auf das ABDA-KBV-Konzept vom "Bankrott der verfassten Ärzteschaft" spricht. Der Bankrott ist doch längst eingetreten. Die Therapiehoheit liegt doch längst nicht mehr bei den Ärzten. Wer hier anschafft sind ja wohl die Krankenkassen mit ihren Rabattverträgen!

Franca sagt:
22.09.2011 08:37

wie kann das eigentlich sein,daß die Kassen ihre Ersparnisse durch Rabattverträge nicht offen legen müssen? In wessen Tasche fließen die denn?

michwundertnixmehr sagt:
21.09.2011 21:22

Unglaublich, dass man es immer wieder schafft, so entlarvende Fotos von Herrn Dr. Herrmann zu machen.Ein Genuss! Man muss den Text gar nicht mehr lesen, schon das Bild sagt alles.

Spitzweg sagt:
21.09.2011 19:44

wundert mich eigentlich, da Dr. Hermann doch der Spezialist für Unumsetzbares ist(siehe Rabattvertäge mit BETA).
Aber solche Typen bleiben uns komischerweise immer lange erhalten.

Hermann Eiken sagt:
21.09.2011 19:06

Die Einzel-Rabattverträge eines Herrn Hermann sind patientenfeindliche Diktate! Sie gefährden die Volksgesundheit!-- Aber nicht nur Patienten, ebenso leiden Ärzte und Apotheker unter der Diktatur der allmächtigen kranken Kassen. -- --- Herr Hermann will einmal errungene Macht natürlich nicht wieder hergeben. -- Der Gesetzgeber könnte vor allem Einzel-Rabattverträge ohne Probleme verbieten, --auslaufen lassen --- oder SINNVOLL MODIFIZIEREN!-- Nichts anderes als eine "sinnvolle Modifizierung" ist das KBV/ABDA- Modell zum Wohl der Patienten!!!-- Herr Dr.Hermann,- aber das erkennen Sie wohl nicht!!-- Dafür scheint auch Ihr Dr.Titel nicht auszureichen!!

HB sagt:
21.09.2011 16:33

Kann mir als scheinbar völlig Unbedarften mal erkären, wieso die Rabattverträge nicht in die Therapiehoheit eingreifen, eine Wirkstoffverschreibung aber schon?

Das ist doch kranke Kassenlogik.

Apotheker B sagt:
21.09.2011 15:55

Zu "Pillenliesel": Da fällt mir doch bei Beta-Indien ein; haben die eigentlich ein "fair trade"-Siegel, oder unterstützen wir hier unwissendlich Kinderarbeit. Unwissenheit schützt ja bekanntlich nicht vor Strafe, und "Wer nichts weiß, muß alles glauben!" (Marie von Ebner-Eschenbach)

Und zu "Günter": Ja, RAUS!!!
Die brauchen uns noch, ...noch, aber wer weiß wie lange noch. Unsere Nasen werden so grade noch über Wasser gehalten, bis neue Strukturen geschaffen sind(da gibt es ja schon schöne Billigvarianten)."Sei wachsam, sei auf der Hut" (R.May*)... [*für die Jüngeren:=Liedermacher aus Berlin]

Aber für unsere Patienten sind wir alle Male günstiger, nur für viele leider erst auf den zweiten Blick.

mehr...

dietmar Frensemeyer sagt:
21.09.2011 15:44

wann verschwindet dieses Fossil endlich aus dem Umkreis des SGB V ?
Patientenfeindlich, arrogant, narzistisch,
mommunikationsfeindlich, Apothekerhasser,
warum denke ich immer an den "PATEN", wenn ich dessen Foto sehe ?

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