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Politik

Am 23. September findet die erste Lesung zum Versorgungsstrukturgesetz im Deutschen Bundestag statt. (Foto: Sket)

Am 23. September findet die erste Lesung zum Versorgungsstrukturgesetz im Deutschen Bundestag statt. (Foto: Sket)

Versorgungsstrukturgesetz

Krankenkassen sollen Jahresabschlüsse veröffentlichen

Berlin - Die gesetzlichen Krankenkassen sollen künftig ihre Jahresabschlüsse auch für die Bürger offenlegen. Das sehen weitere Änderungsanträge der Koalitionsfraktionen zum Versorgungsstrukturgesetz vor.

Nach dem Willen von Union und FDP sollen die Kassen von 2014 an Angaben zur Mitgliederentwicklung, zu Einnahmen und Ausgaben sowie zur Vermögenssituation jährlich im Internet veröffentlichen. Die Verwaltungsausgaben sowie die Aufwendungen für Prävention und Gesundheitsförderung sind gesondert auszuweisen. Die gesammelten Daten publiziert der GKV-Spitzenverband.

Die Neuregelung will effizientes und wirtschaftliches Verhalten der Kassen fördern. Das erste Berichtsjahr ist das Jahr 2013. Das Versorgungsstrukturgesetz, das ursprünglich vor allem die ärztliche Versorgung auf dem Land verbessern helfen sollte, wird am 23. September in erster Lesung im Bundestag debattiert.

Die Veröffentlichung der Kassendaten soll den Versicherten den Vergleich der Ergebnisse erleichtern. „Wir stellen Transparenz und Vergleichbarkeit her, damit Versicherte auch sehen können, wie eine Kasse mit ihren Versichertengeldern umgeht“, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.

dpa / 13.09.2011, 08:36 Uhr

Kommentare:

Andi sagt:
19.09.2011 15:50

Und wer überprüft diese Zahlen dann?
Sind die Einsparungen der Rabattverträge auch mit einbezogen?
Ich denke diese Vorhaben können wir vergessen. Und wenn es doch soweit kommen sollte, glaube ich genausowenig an den Weihnachtsmann wie daran dass diese Zahlen stimmen werden.

Pillenliesel sagt:
15.09.2011 09:32

Da haben die ja noch Zeit, sich zu überlegen, wo sie ihre Rabatteinnahmen bilanztechnisch neutral "verarbeiten" können.

Günter sagt:
13.09.2011 10:05

Transparenz ist für die kranken Kassen nur gut, solange sie nicht im eigenen Haus stattfindet, man zeigt nur ungern den übergroßen Selbstbedienungstopf!!
Wetten, daß die Buben aus dem blau-gelb gestrichenen Kinderzimmer im BMG schon bald wieder vor der milliardenschweren Kassenlobby einknicken? Also, nichts als folgenloses Gebabbel!

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