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Politik

Der GKV-Spitzenverband hat kein Verständnis für einen Mehrverdienst von Apothekern. (Foto: DAZ/A.Schelbert)
ABDA/KBV-Modell im VSG
GKV: Nur Vorteile für Ärzte und Apotheker
Berlin - Der GKV-Spitzenverband sieht die Absicht der Regierungskoalition, das ABDA/KBV-Arzneimittelversorgungskonzept als Modellprojekt ins Versorgungsstrukturgesetz einzubringen, äußerst kritisch. „Dies ist ein Geschenk für Ärzte und Apotheker, das nur darauf abstellt, die Einnahmen beider Berufsgruppen zu maximieren“, echauffiert sich der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Johann-Magnus von Stackelberg.
„Es ist geradezu absurd, dass über ein für die Kassen verpflichtendes Modellvorhaben die wirtschaftliche Wirkstoffverordnung und -abgabe getestet werden soll“, so von Stackelberg weiter. Dazu seien bereits heute alle Instrumente vorhanden, ohne dass die Beitragszahler dafür einen Cent mehr bezahlen müssten. Der Gesetzgeber müsse Ärzte und Apotheker verpflichten, diese vorhandenen Instrumente im Sinne einer guten und preiswerten Versorgung zu nutzen. In Zeiten, in denen Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben müssten, seien „solche Geschenke an Leistungserbringer inakzeptabel“.
Verfolge man die Idee des Änderungsantrags inhaltlich weiter, würde die Versorgung auf einem von Region zu Region variierenden Flickenteppich basieren, kritisiert von Stackelberg weiter. Dieser würde sich zudem an teils nicht ausreichend wissenschaftlich abgesicherten medizinischen Leitlinien orientieren und nur für bestimmte Krankheitsbilder gelten. Beim GKV-Spitzenverband ist man überzeugt: Statt echten Wettbewerb um die beste Versorgung entstehen zu lassen, würden die Leistungserbringer den Kassen ihre Bedingungen diktieren und könnten diese mit ihrer Zweidrittelmehrheit im Schiedsamt durchsetzen.
Kirsten Sucker-Sket / 13.09.2011, 08:40 Uhr
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Elisabeth Jedamzik sagt:
15.09.2011 09:22Oberstes Prinzip:
mach Dich ja nicht mit Details oder Grundlagenwissen vertraut, nur dann kannst Du unbekümmert daherquatschen !
Politstammtischgeschwätz.
ede sagt:
14.09.2011 09:42Der Nutzen dieses Modells erschließt sich mir nicht. Wirkstoffverordnungen sind schon seit langem möglich. Es sollten erst einmal die Instrumente genutzt werden, die da sind.
dietmar Frensemeyer sagt:
14.09.2011 09:14Hier offenbart sich schon wieder das Selbstverständis dieser Mafia.
Apotheker sollen Milliarden Rabatte für die KKassen erwirtschaften ohne Aufwandsentschädigung.
ABER Apotheker sind keine Sklaven der GKV sondern arbeiten für sich und die Patienten. Das müssen wir endlich LAUT kommunizieren.
Winfried Meyer sagt:
13.09.2011 22:22@ Klara und @ M.R.
zur Thematik
"Rabattverträge und Zuzahlungsbefreiung"
aus
www.deutsche-apotheker-zeitung.de/recht/news/2011/09/08/aok-anzeigen-gegen-sieben-apotheker-staatsanwaltschaft-bejaht-anfangsverdacht.html
"Apotheker sagt:
13.09.2011 12:44
Natürlich ist es nicht in Ordnung, ein Arzneimittel abzugeben und ein anderes auf das Rezept zu drucken. Das ist tatsächlich Abrechnungsbetrug, da können wir noch so sehr auf die Krankenkassen, die Politik und die Hersteller schimpfen.
In der Praxis stehen wir allerdings vor dem Dilemma, dass Rabatt-Arzneimittel bei der AOK bei entsprechendem Hausarztmodell zuzahlungsfrei sind. Wenn nun ein Hersteller eines Rabattarzneimittels nicht liefern kann sind wir mehr...
M.R. sagt:
13.09.2011 17:36@Klara
Woher wissen Sie das?
Schnüffeln Sie in anderen Apotheken?..oder Sind Sie Angestellte der KK?.
Die Unterschriften gegen Rabattverträge werden kommen.
Klara sagt:
13.09.2011 17:03Besser Unterschriften gegen Apotheken die sich nicht an die Rabattverträge halten und die Patienten zahlen lassen.
Beispiel:
Rezept über Fentanyl Hexal, Rabattvertrag mit Wintroph. Die Rabattarznei wurde von der Zuzahlung befreit, weil der Apotheker aber Hexal abgegeben hatt, musste der Patient 10€ zahlen.
OffiApo sagt:
13.09.2011 09:37Wenn man sich ansieht, wer nach so kurzer Zeit schon auf das ABDA/KBV-Modell reagiert = protestiert hat, könnte man meinen, es "bestehe Gefahr", dieses Modell könnte tatsächlich endlich mal die ineffizienten Strukturen im System angreifen.
Das "kostet":
- die Krankenkassen den bisher größtenteils verheimlichten "Gewinn" aus den Rabattverträgen
- die Pharmaindustrie den "Umsatz" des unnötigen Mehr- bzw. Falsch-Verbrauchs
[ - die FDP die letzten Groß-Sponsoren ...]
Ob das wohl nich im letzten Moment (Herbstferien ?)durch einen Deal verhindert wird ?
M.R. sagt:
13.09.2011 09:30Mich wundert´s, warum haben die Kassen nicht schon früher dagegen protestiert. Denn, was von Apothekern kommt, muss ja schlecht sein.
Langsam müssen wir was unternehmen. Ich fordere hier die DAV auf, die Sammlung von Unterschriften gegen Rabattverträge zu organisieren.