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(Foto: © Irina Fischer - Fotolia.com)

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Senioren

Großbritannien will gesetzliche Altersgrenze für Berufstätige abschaffen

London - Die neue konservativ-liberaldemokratische Regierung in Großbritannien will im Oktober 2011 die derzeit geltende Altersgrenze für Berufstätige abschaffen. Dies kündigte Edward Davey, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, an.

Derzeit müssen die Briten mit 65 Jahren in Rente gehen. Das heißt jedoch nicht, dass alle Rentner auch von ihrer Rente leben können. Hauptsächlich aus finanziellen Gründen gehen etwa 13 Prozent von ihnen einer Nebentätigkeit nach (in Deutschland nur ca. 1,5%). Aufgrund des niedrigen Rentenniveaus und mangelnder privater Altersvorsorge lebt fast ein Drittel der britischen Rentner in Armut (in Deutschland „nur“ 17%).

Britische Seniorenverbände und Gewerkschaften haben daher die Ankündigung von Staatssekretär Davey positiv aufgenommen; eher negativ äußerten sich hingegen einige Vertreter der Wirtschaft. Sie befürchten, dass arbeitswillige, aber dennoch wenig leistungsfähige Arbeitnehmer über 65 Jahren zu einer Belastung für ihre Betriebe werden könnten.

Dr. Wolfgang Caesar / 02.08.2010, 17:40 Uhr

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