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Politik

AOK-Rabattverträge
36 Unternehmen bieten für zwölf Wirkstoffe
Die mittlerweile fünfte AOK-Ausschreibung von Arzneimittel-Rabattverträgen ist der Kasse zufolge auf breites Interesse in der Pharmaindustrie gestoßen. Bis zum Ende der Angebotsfrist am 7. Juni seien für die zwölf ausgeschriebenen Wirkstoffe insgesamt 36 Angebote eingegangen.
"Unter den 36 Interessenten befinden sich sowohl Mittelständler als auch große Pharmaunternehmen. Das ist ein klares Indiz für die hohe Akzeptanz unseres Ausschreibungsverfahrens im Markt", sagte Dr. Christopher Hermann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg und Chefunterhändler für die bundesweiten AOK-Rabattverträge. Er hält daher die von der Regierungskoalition angestrebten Neuregelungen im Bereich der Arzneimittel-Rabattverträge – etwa die Anwendung des Kartellrechts und die Mehrkostenregelung – für "völlig unnötig". Sie sorgten lediglich für "neue Verunsicherung bei allen Beteiligten und überflüssigen Bürokratieaufwand", so Hermann. Außerdem habe kein anderes wettbewerbliches Instrument im Gesundheitswesen je solch eine Wirkung entfaltet wie die Rabattverträge: Die AOK werde allein in diesem Jahr 520 Millionen Euro einsparen – bis zum Jahresende soll sich der Sparbetrag auf rund eine Milliarde Euro summieren. "Es wäre nicht nachzuvollziehen, wenn man bei der aktuellen Finanzlage des Gesundheitssystems bewusst auf solche Summen verzichten würde", so Hermann.
Im April hatte die AOK ihre jüngste Vertragsofferte mit einer Laufzeit von insgesamt zwei Jahren ausgeschrieben. Startschuss soll der 1. Oktober 2010 sein. Allein durch diese letztere Rabattrunde erwartet das AOK-System Einsparungen von 200 Millionen Euro.
Kirsten Sucker-Sket / 08.06.2010, 12:52 Uhr
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