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vzbv-Chef Gerd Billen fürchtet, dass Pharmahersteller Preisverhandlungen verschleppen könnten. (Foto: Sket)

Reform des Arzneimittelmarkts

vzbv fordert Preisverhandlungen auf gleicher Augenhöhe

Berlin - Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt, dass der Bundesgesundheitsminister die pharmazeutische Industrie zu Preisverhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen zwingen will. „Würden die Arzneimittelpreise begrenzt, fielen auch die Zusatzbeiträge der Kassen erheblich niedriger aus“, sagte vzbv-Vorstand Gerd Billen.

Aus Sicht des vzbv ist es wichtig, die Kassen in die Lage zu versetzen, auf gleicher Augenhöhe mit der Pharmaindustrie über die Preise von Medikamente zu verhandeln. Es müsse verhindert werden, dass Hersteller, die durch den Patentschutz eine Monopolstellung haben, 170 Krankenkassen gegeneinander ausspielen können.

Als Grundlage dieser Verhandlungen hält der vzbv eine rasche Kosten-Nutzen-Bewertung für neue Arzneimittel für erforderlich. „Die Preise müssen dem realen Nutzen entsprechen. Stellt sich die Industrie hier quer, muss die Politik Höchstpreise festsetzen“, forderte Billen. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass die Pharmaunternehmen Verhandlungen verschleppen.

Kirsten Sucker-Sket / 10.03.2010, 14:48 Uhr

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