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Arzneimittelausgaben

AOK: Keine Mondpreise für Scheininnovationen

Berlin - Der AOK-Bundesverband hat die Pläne von Gesundheitsminister Philipp Rösler begrüßt, patentgeschützte Arzneimittel preisgünstiger zu machen. Vor allem in diesem Segment sei es dringend notwendig, die jetzige Willkür bei der Preisfestsetzung durch Wettbewerb und Verhandlungsmodelle zu ersetzen.

"Wir wollen keine Mondpreise für Scheininnovationen zahlen", sagte heute der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Herbert Reichelt. Als positiv bewertet er daher das Vorhaben, Regelungen zu nutzen, "die in vielen europäischen Ländern bereits erfolgreich praktiziert werden". So sei es sinnvoll, zwischen Solisten und Nicht-Solisten zu unterscheiden und auf die Nicht-Solisten Festbetragsregelungen und kassenindividuelle Rabattverträge anzuwenden.

Die AOK, Vorreiterin in Sachen Rabattverträge, begrüßte zudem, dass Rösler an diesem Instrument festhalten will. "Die AOK-Rabattverträge fördern den Wettbewerb und unterstützen den Mittelstand", erklärte Reichelt. Nach den zu Wochenbeginn bekannt gewordenen Vorschlägen des Bundesgesundheitsministeriums sollen die Rabattverträge "weiterentwickelt" werden. Flankierende Regelungen sollen dafür sorgen, dass der Preiswettbewerb nicht mittelfristig durch Oligopolisierung eingeschränkt wird.

 

Kirsten Sucker-Sket / 10.03.2010, 14:09 Uhr

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