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Politik

Die elektronische Gesundheitskarte kommt in Deutschland nicht voran (Foto: BMG)

Elektronische Gesundheitskarte

Bitkom: Pleite verhindern

Berlin - Anlässlich des Starts der Computer-Messe CeBIT hat der Präsident des Branchenverbandes Bitkom, August Wilhelm Scheer, vor einer Pleite bei der elektronischen Gesundheitskarte gewarnt. Dass das Projekt in Deutschland nicht vorankommt, liege an den Interessenverbänden, die nicht mit Tatsachen argumentierten.

"Die Karte funktioniert in Taiwan mit deutscher Technologie. Dass sie hier zur Pleite wird, müssen wir verhindern", sagte Scheer gegenüber der "Welt" (Ausgabe vom 2. März). Die Einführung dauere schon viel zu lange, einige Unternehmen hätten bereits aufgeben müssen. "Wir sind fast das einzige Land in Europa, das in der Vernetzung des Gesundheitswesens nicht vorankommt", so der Bitkom-Präsident. Aus seiner Sicht hakt es an den Interessenverbänden, die sich quer stellten. "Immer wieder kommt das Argument, die Daten im System seien unsicher. Das ist Unsinn", so Scheer. Alles werde verschlüsselt, so sicher wie im Online-Banking. Heute würden Krankenberichte dagegen teilweise gefaxt oder per E-Mail unverschlüsselt über das Internet verschickt.

Dass die elektronische Gesundheitskarte hierzulande schon bald mit sinnvollen Funktionen zum Einsatz kommen wird, darf bezweifelt werden. Die schwarz-gelbe Koalition hat dem Projekt zunächst eine Bestandsaufnahme verordnet. Zwar soll der jüngst angelaufene Rollout der minimal erweiterten Gesundheitskarte nicht gestoppt werden – die geplanten Zusatzfunktionen liegen jedoch vorerst auf Eis.

 

Kirsten Sucker-Sket / 02.03.2010, 10:13 Uhr

 

 

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