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Politik

BAH zu Rabattverträgen
Medikationswechsel beeinträchtigen Patientengesundheit
Bonn - Rabattvertragsbedingte Medikationswechsel führen zu Compliance-Problemen und beeinträchtigen den Therapieerfolg. Das ist das Ergebnis einer von IMS Health im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller (BAH) durchgeführten Untersuchung. Der BAH-Vorsitzende Hans-Georg Hoffmann hat es Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler am 10. Februar im Rahmen eines Gespräches vorgestellt.
Für die Untersuchung wurden drei Arzneimittelgruppen herausgegriffen: Lipidsenker, Antidepressiva und Insuline. Methodisch basiert sie auf dem IMS Disease Analyzer, der auf die Daten von über 12 Millionen Patienten aus Praxiscomputern zugreift.
Wie der BAH in einer Pressemitteilung schreibt, waren bei allen drei Arzneimittelgruppen signifikante Veränderungen im Hinblick auf die Compliance und die Verträglichkeit der Präparate nach einem Verordnungswechsel zu beobachten. Dies hatte negativen Einfluss auf die Entwicklung bestimmter medizinisch relevanter Parameter wie den Blutzucker- und den Cholesterinspiegel. Die alarmierenden Ergebnisse, so der BAH, lassen darauf schließen, dass die Rabattverträge nicht nur – wie bereits belegt und durch das Bundeskartellamt bestätigt - aus ökonomischer Sicht, sondern auch aus medizinischer Sicht bedenkliche Nebenwirkungen haben.
Über Detailergebnisse der Studie berichten wir in der nächsten Ausgabe der DAZ.
Dr. Beatrice Rall / 11.02.2010, 11:04 Uhr
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