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Johann-Magnus von Stackelberg vom GKV-Spitzenverband ist optimistisch, dass die Sparvorschläge der Kassen im BMG auf offene Ohren treffen. (Foto: GKV-Spitzenverband)

Johann-Magnus von Stackelberg vom GKV-Spitzenverband ist optimistisch, dass die Sparvorschläge der Kassen im BMG auf offene Ohren treffen. (Foto: GKV-Spitzenverband)

Arzneimittelausgaben

Kassen wollen Apothekenabschlag bei 2,30 Euro einfrieren

Berlin - Beim Treffen mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat der GKV-Spitzenverband am 10. Februar einen Vorschlag für ein Sofortprogramm zu Einsparungen bei den Arzneimittelausgaben unterbreitet. Dieser sieht Sparbeiträge bei Herstellern, Apothekern, Pharmagroßhandel und dem Staat vor.

Der GKV-Spitzverband schlägt vor, den Herstellerabschlag für verschreibungspflichtige Arzneimittel von derzeit 6 Prozent „deutlich“ zu erhöhen. Eine Erhöhung um jeweils einen Prozentpunkt bringe zusätzliche Einsparungen in Höhe von 110 Millionen. Dies sollte mit einem Preismoratorium ab November 2009 verbunden werden.

Den Sparbeitrag der Apotheken wollen die Kassen durch eine gesetzliche Festlegung des Apothekenabschlags generieren. Der „Großkundenrabatt“ solle bei der bisherigen Höhe von 2,30 Euro  verbleiben. Die Einsparungen beliefen sich auf rund 330 Millionen Euro.

Für den Großhandels schlagen die Kassen eine Reduzierung der Großhandelsmarge um 40 Prozent vor. Damit sollen ca. 500 Millionen Euro gespart werden.

Auch der Staat soll sich nach Meinung der Kassen an den Sparbemühungen beteiligen und den Mehrwertsteuersatz für Arzneimittel auf 7 Prozent reduzieren (mit Preismoratorium).

Ihre eigenen Sparbeiträge sehen die Kassen bereits durch ihre Rabattverträge sowie die Festbeträge realisiert. Dabei beziffert der GKV-Spitzenverband das Einsparvolumen der Rabattverträge für 2009 auf ca. 500  Millionen Euro. Durch Arzneimittel-Festbeträge seien im laufenden Jahr ca. 4,6 Milliarden Euro Einsparungen zu erwarten.

„Wir sind guten Mutes, dass unsere Vorschläge im Ministerium auf offene Ohren gestoßen sind und hoffen, dass wir den Minister von der Notwendigkeit kurzfristiger Kostenreduzierungen überzeugen konnten“, erklärte Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorstandschef des GKV-Spitzenverbandes. „Auch in die zukünftigen Gespräche mit der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums zu kurz-,  mittel- und langfristig wirkenden Maßnahmen in den verschiedenen Versorgungsbereichen werden wir uns umfassend und konstruktiv einbringen“.

Kirsten Sucker-Sket / 11.02.2010, 10:42 Uhr

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