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Politik

Angesichts der FDP-Prämien-Pläne für das Gesundheitswesen erklären fast drei Viertel der Deutschen, dass man am bestehenden System festhalten sollte. (Foto: AOK)
Umfrage
Breite Mehrheit gegen Kurswechsel im Gesundheitssystem
Berlin - Eine Neuordnung des Gesundheitssystems, wie sie von der FDP und Teilen der CDU geplant ist, stößt bei 72 Prozent der Bundesbürger auf Ablehnung. Fast drei von vier Bürgern sind laut ARD- DeutschlandTrend der Ansicht, das bestehende System sei im Prinzip in Ordnung und müsste nur hier und da ein bisschen verändert werden.
Nur 27 Prozent sind der Meinung, dass generell ein neues System gebraucht werde. Der Plan für mehr Transparenz im Gesundheitssystem findet hingegen überwältigende Zustimmung. 91 Prozent sind der Meinung, Patienten sollten genau erfahren, was ein Arztbesuch oder ein Klinikaufenthalt eigentlich kostet. 72 Prozent sind der Meinung, dass der von vielen Kassen angekündigte Zusatzbeitrag ungerecht sei.
Auch generell sind die Bürger mit der Arbeit der schwarz-gelben Bundesregierung eher unzufrieden. Der Umfrage zufolge waren 55 Prozent der Ansicht, dass diese Regierung schlechter arbeitet als die vorherige Große Koalition. Nur ein Viertel bescheinigt der neuen Koalition eine bessere Arbeit. Im Durchschnitt gaben die Befragten der christlich-liberalen Regierung die Note „ausreichend“ (3,9). Besonders die FDP-Minister werden kritisch beurteilt. Während Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) weiterhin die Liste der beliebtesten Politiker anführt – 69 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einer Zustimmung von 60 Prozent auf Platz zwei liegt, sind mit Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nur 33 Prozent der Deutschen zufrieden, Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) erhält lediglich eine Zustimmung von 27 Prozent – das sind nochmals 3 Prozent weniger als im letzten DeutschlandTrend.
Für die Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hatte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Dienstag dieser Woche 1002 Bundesbürger telefonisch befragt.
dpa/Kirsten Sucker-Sket / 05.02.2010, 07:35 Uhr
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