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04.03.2015 Politik

Die Kassen haben 2014 deutlich mehr Geld für Arzneimittel ausgegeben als im Jahr zuvor. (Foto: Bilderbox)

GKV-Finanzergebnis 2014

Rabattverträge sparen 3,15 Milliarden Euro

Im vergangenen Jahr sind die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen nach drei Jahren mit moderaten Zuwächsen um neun Prozent auf 35,35 Milliarden Euro gestiegen. Die Einsparungen durch Rabattverträge zwischen Kassen und Herstellern konnten im Vergleich zum Vorjahr um 300 Millionen Euro auf 3,15 Milliarden Euro erhöht werden. Dies geht aus den heute vom BMG veröffentlichen GKV-Finanzergebnissen hervor. ...mehr

04.03.2015 Politik

Die Frauenärzte kritisieren die ABDA-Handlungsempfehlung zur „Pille danach“-Beratung. (Screen: DAZ)

„Pille danach“-Beratungsleitfaden

Frauenärzte verärgert über ABDA-Alleingang

Bei der ABDA ist man überrascht von der harschen Kritik der Frauenärzte am Beratungsleitfaden zur „Pille danach“. Er sei bewusst im breiten Kreis, also auch mit den Frauenärzten abgestimmt worden, heißt es in der ABDA-Pressestelle. „Insofern ist diese nachträgliche Kritik nicht nachvollziehbar.“ Die Frauenärzte wiederum fühlen sich von der ABDA übergangen, weil diese bei der Erarbeitung der Handlungsempfehlung offenbar keinen Wert auf die Ansichten der Frauenärzte legte. ...mehr

03.03.2015 Politik

Heute wurde der neue INCB-Jahresbericht vorgestellt. (Bild: www.unis.unvienna.org)

Jahresbericht 2014 des UN-Suchtstoffkontrollrats

Besserer Zugang zu Schmerztherapie nötig

Rund 5,5 Milliarden Menschen – das sind etwa drei Viertel der Weltbevölkerung – haben keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Betäubungsmitteln und einer adäquaten Schmerzbehandlung. Dies geht aus dem heute vorgestellten Jahresbericht 2014 des Internationalen Suchtstoffkontrollrats der Vereinten Nationen (INCB) hervor. ...mehr

Null-Retax: Altpeter sieht keinen Grund zum Eingreifen. (Foto: Sozialministerium BaWü)

Null-Retaxationen

Altpeter: Kein Grund für politisches Eingreifen

Die baden-württembergische Landesregierung sieht derzeit keinen Anlass, sich in die Auseinandersetzung zwischen Apothekerschaft und Krankenkassen um Null-Retaxationen einzumischen. Da der Arzneiliefervertrag mit dem Landesapothekerverband neu verhandelt und die Problematik thematisiert werde, „wird derzeit keine Notwendigkeit für ein politisches Tätigwerden gesehen“, so die Antwort von Landesgesundheitsministerin Katrin Altpeter auf eine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Jochen Haußmann. ...mehr

Kommentar: Apotheker können zur OTC-„Pille danach“ beraten! (Foto: Sket bzw. ABDA)

Kommentar zur Notfallkontrazeption

Liebe Frauenärzte...

Die Berufsverbände der Frauenärzte haben sich in Sachen Notfallkontrazeption mit einem Brandbrief an Bundesgesundheitsminister Gröhe gewandt. Im Kern treibt sie die Sorge um, dass Apotheker unzureichend beraten könnten. Ein Kommentar von Doris Uhl. ...mehr

OTC-„Pille danach“: Die Frauenärzte halten den Beratungsleitfaden für Apotheker nicht für ausreichend. (Screen: DAZ)

Frauenärzte wenden sich an Gröhe

ABDA-Beratungsleitfaden ungenügend

Mehrere Frauenärzteorganisationen sehen der anstehenden Rezeptfreiheit der „Pille danach“ mit großer Besorgnis entgegen. In einem aktuellen Brief an den Gesundheitsminister heißt es, mit dem künftig rezeptfreien Kauf in Apotheken sei zu befürchten, dass Frauen nicht oder nicht ausreichend beraten würden. In den von der ABDA herausgegebenen Handlungs- und Beratungsempfehlungen sowie der Checkliste zur Dokumentation seien „grundlegende Beratungsinhalte nicht enthalten“. ...mehr

BPAV-Vorsitzender Hans-Werner Holdermann: Ein Medikationsplan allein reicht noch nicht aus. (Foto: BPAV bzw. Photographee/Fotolia)

Blisterverband zum E-Health-Gesetz

Medikationsplan allein kein Beitrag zur Therapietreue

Der Bundesverband Patientenindividueller Arzneimittelverblisterer begrüßt zwar, dass sich die Bundesregierung im Zuge des eHealth-Gesetzes um Maßnahmen zur Verbesserung der AMTS bemüht. Ein Medikationsplan in Papierform mit „zweifelhafter Aktualität“ mute in der Diskussion allerdings „eher anachronistisch“ an. Überdies bedeute er keine automatische Verbesserung der Therapietreue. ...mehr

02.03.2015 Politik

Können Nullretaxationen tatsächlich gerechtfertigt sein? (Foto: Sket)

Apothekerkammer Niedersachsen

Partnerschaft statt Null-Retax

Zu den jüngsten Äußerungen des DAK-Vorstandes Professor Herbert Rebscher über Nullretaxationen haben die Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen, Magdalene Linz, und der CDU-Gesundheitspolitiker Dr. Roy Kühne, eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben. Darin heißt es, Rebscher scheine nichts von der Partnerschaft zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern zu halten, wenn er Nullretaxationen als gerechtfertigt und disziplinierend betrachte. ...mehr

Deutsche Schmerzgesellschaft: Cannabinoide helfen nur wenigen Patienten. (Bild: Karen Roach/Fotolia.com)

Deutsche Schmerzgesellschaft e. V.

Cannabinoide differenziert einsetzen

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. unterstützt die von der Drogenbeauftragten Marlene Mortler angestoßenen Pläne der Bundesregierung, den therapeutischen Einsatz von Cannabinoiden zu erleichtern. Sofern eine medizinische Indikation bestehe, sollte eine unbürokratische Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen ermöglicht werden. Allerdings hält der Präsident der Schmerzgesellschaft, Prof. Dr. Michael Schäfer, die Anwendungsgebiete für eingeschränkt. ...mehr

Beispiel für einen Medikationsplan. (Screen: AkdÄ)

Telemedizin in Rheinland-Pfalz

Startschuss für „Vernetzte Arzneimitteltherapiesicherheit“

Gemeinsam mit der Universitätsmedizin Mainz, der Techniker Krankenkasse und der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz gab das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium heute den Startschuss zum Modellprojekt „Vernetzte Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) mit dem elektronischen Medikationsplan in Rheinland-Pfalz“. AMTS ist ein Teilprojekt des Zukunftsprogramms „Gesundheit und Pflege – 2020“ des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie. ...mehr

Bald ist es soweit: Die Pille danach wird in Apotheken rezeptfrei zu haben sein. (Foto: Sket)

Erstattung der „Pille danach“ für Frauen unter 20

Overwiening für Direktabrechnung mit Krankenkasse

Letzte Woche hat der Bundestag beschlossen: Junge Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr sollen die „Pille danach“ von ihrer Krankenkasse erstattet bekommen, wenn ihnen das Notfallkontrazeptivum zuvor ärztlich verordnet wurde. Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, fordert einen anderen Weg: Apotheken sollen die Abgabe an junge Frauen unter 20 Jahren direkt mit den Krankenkassen abrechnen können. ...mehr

27.02.2015 Politik

Montgomery fordert höheres Honorar. (Foto: Adam Gregor/Fotolia bzw. BÄK)

Honorar-Forderung

Ärzte wollen mehr Geld für Beratung

Gespräche des Arztes mit Patienten sollen nach Angaben des Präsidenten der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, besser honoriert werden. Montgomery fordert im „Focus“ ein Umdenken bei der Honorierung ärztlicher Leistungen. „Die Gebührenordnungen favorisieren technische Leistungen“, sagte er dem Magazin. ...mehr

Der VdK fordert die Regierung auf, bei den GKV-Zusatzbeiträgen die Notbremse zu ziehen. (Foto: Coloures-pic/Fotolia)

GKV-Zusatzbeiträge

VdK: Regierung muss Notbremse ziehen

Der Sozialverband VdK hat die Bundesregierung aufgefordert, höhere Zusatzbeiträge für die gesetzlich Versicherten im kommenden Jahr abzuwenden. „Es darf nicht sein, dass durch die Zusatzbeiträge die steigenden Ausgaben allein und ungebremst zulasten der Versicherten gehen“, sagte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Deshalb dürfe nicht mehr jede Kasse die Möglichkeit haben, einseitig von ihren Versicherten Zusatzbeiträge ohne Deckelung zu erheben. ...mehr

Der Bundestag hat grünes Licht gegeben: Die „Pille danach“ soll für junge Frauen auch künftig kostenfrei sein – wenn sie ein Rezept haben. (Foto: Thomas Trutschel)

„Pille danach“ im Bundestag

Breite Mehrheit für Werbeverbot

Der Bundestag hat gestern am späten Nachmittag das 5. SGB IV-Änderungsgesetz verabschiedet. Dieses enthält auch Regelungen zur Erstattungsfähigkeit und einem Publikumswerbeverbot für die „Pille danach“. Der Anspruch junger Frauen auf eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse wird rückwirkend zum 1. März in Kraft treten. Für das Gesetz stimmten neben den Regierungsfraktionen auch die Grünen, die Linksfraktion enthielt sich. ...mehr

26.02.2015 Politik

Der BAH bleibt Bonn treu - auch wenn er nun auf ein zweites Standbein in Berlin setzt. (Foto: BAH)

Ausbau in der Hauptstadt

BAH verstärkt seine Präsenz in Berlin

Seit einiger Zeit schon hat sich der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) immer häufiger in Berlin blicken lassen. Umzugspläne wurden jedoch stets prompt zurückgewiesen. Jetzt aber baut der Verband seine Berlin-Präsenz aus. ...mehr

Korruption im Gesundheitswesen soll künftig explizit bestraft werden. (Foto: igor/ Fotolia.com)

Einige Fragezeichen gibt es noch

Klärungsbedarf beim Korruptions-Straftatbestand

Grundsätzlich herrscht eine ungewohnt breite Einigkeit: Im Bundestag will man Korruption im Gesundheitswesen unter Strafe stellen. Der vorliegende Entwurf für einen neuen § 299a StGB aus dem SPD-geführten Justizministerium geht nach Meinung des Koalitionspartners sowie Linken und Grünen auch in die richtige Richtung. Das wurde bei einer Diskussionsveranstaltung des GKV-Spitzenverbands am Mittwochabend deutlich. Und doch gibt es einige Punkte, bei denen die Ansichten auseinandergehen und noch Klärungsbedarf besteht. ...mehr

Viele gesetzliche Kassen müssen an ihren Finanzreserven knabbern. (Foto: Coloures-pic/Fotolia)

Gesetzliche Krankenversicherung

Kassen schreiben 2014 erstmals wieder rote Zahlen

Die Gesetzliche Krankenversicherung hat das vergangene Jahr einem Zeitungsbericht zufolge erstmals seit 2008 wieder mit einem Defizit abgeschlossen. Laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ gaben die gut 130 Krankenkassen 2014 eine Milliarde Euro mehr aus, als ihnen der Gesundheitsfonds zugewiesen hatte. 2013 hatten die Kassen noch 1,5 Milliarden Euro Überschuss erwirtschaftet. ...mehr

Gastgeber Prof. Dr. Matthias Augustin mit Annette Widmann-Mauz, Dr. Michaela Gorath, Josef Hecken und Prof. Dr. Dr. Christian Dierks (v.l.) (Foto: Müller-Bohn)

Eppendorfer Dialog

Barrieren für Innovationen ausräumen

Die frühe Nutzenbewertung für neue Arzneimittel wird auch den Gesetzgeber weiter beschäftigen. Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, kündigte für das Frühjahr 2016 neue gesetzgeberische Maßnahmen dazu an. Um die Nutzenbewertung und andere Hürden für Innovationen in der Patientenversorgung ging es beim gestrigen Eppendorfer Dialog am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. ...mehr

25.02.2015 Politik

Die Vorbereitungen des Gesetz- und Verordnungsgebers für die künftig rezeptfrei erhältliche „Pille danach“ laufen auf Hochtouren. (Foto: Sket)

Bundestags-Gesundheitsausschuss

GroKo will Werbeverbot für „Pille danach“

Die künftig rezeptfreie „Pille danach“ soll für Frauen bis 20 Jahre weiter auf Kassenkosten verfügbar sein. Zudem darf sie nicht kommerziell beworben werden. Der Gesundheitsausschuss des Bundestages billigte am Mittwoch einstimmig einen entsprechenden Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen zum 5. SGB IV-Änderungsgesetz. ...mehr

Die Apotheker-Organisationen waren heute zu einer Anhörung zum E-Health-Gesetzentwurf ins BMG geladen. (Foto: Photographee/Fotolia)

Medikationsplan und E-Health-Gesetz

Apotheker: Gesonderte Vergütung zwingend

ABDA, BAK, DAV und AMK begrüßen das geplante E-Health-Gesetz. Die Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit unter gleichzeitiger Bewahrung des Datenschutzes habe dabei klare Priorität, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme zur heutigen Verbändeanhörung im BMG. Doch die Organisationen machen auch deutlich: Die geplante Regelung zum Medikationsplan muss nachgebessert werden. ...mehr

Das BMG will ein Rezeptvermittlungs-Verbot prüfen. (Foto: Sket)

Gegenäußerung zum GKV-VSG

BMG prüft Rezeptvermittlungs-Verbot

Die Bundesregierung will in den weiteren Beratungen zum GKV-Versorgungsstärkungsgesetz ein Verbot der Rezeptvermittlung prüfen. Den Entscheidungsspielraum des Gemeinsamen Bundesausschusses bei der Zulassung neuer Arzneien will das BMG allerdings nicht einengen. Und mit den Ländern steuert die Bundesregierung auf einen Grundsatzkonflikt zu. Nach wie vor hält sie das Gesetz nicht für zustimmungspflichtig. ...mehr

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