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26.11.2014 Spektrum

Noch weiß man nicht viel über die Folgen des spanischen Arzneimittel-Schmuggel-Skandals (Bild: niroworld/Fotolia).

Arzneimittelfälschungen in Spanien

Spanische Behörde: Noch keine Manipulationen bekannt

Kürzlich sorgten illegal gehandelte Arzneimittel aus Spanien für Schlagzeilen: Die spanische Polizei war einem mafia-ähnliches Netzwerk auf die Schliche gekommen, das Arzneimittel gewinnbringend in andere Länder verschob. Nun hat die spanische Zulassungsbehörde Agencia Española de Medicamentos y Productos Sanitarios (AEMPS) über erste Erkenntnisse zu diesen illegal gehandelten Arzneimitteln informiert. Derzeit ist allerdings noch unklar, welche Arzneimittel konkret betroffen sind. Nach Angaben der AEMPS sind bisher keine Manipulationen von illegal gehandelten Arzneimitteln bekannt geworden. ...mehr

26.11.2014 Politik

Barrierefrei in die Apotheke - tatsächliche Begebenheiten erschweren dieses Ziel zuweilen. (Fot: ABDA)

Alternativen zur Barrierefreiheit

Kammer: Notdienstklingel muss barrierefrei erreichbar sein

Immer wieder sorgt die Auflage des barrierefreien Zugangs zur Apotheke für Diskussionen und Irritationen. Die Landesapothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern hat jetzt gemeinsam mit dem zuständigen Sozialministerium des Landes und der Arzneimittelüberwachungs- und Prüfstelle (AMÜSt) eine „Handlungsempfehlung“ zum Umgang mit der „Soll“-Bestimmung zur Barrierefreiheit in der Apothekenbetriebsordnung erstellt. ...mehr

Martina Stamm-Fibich begrüßt eine rezeptfreie Pille danach. (Foto: Susie Knoll)

Rezeptfreie Notfallkontrazeptiva

„Pille danach“: SPD-Frauen begrüßen Umschwung

Die SPD-Gesundheitspolitikerin Martina Stamm-Fibich hat den Kurswechsel von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bei der rezeptfreien „Pille danach“ begrüßt. Ein rezeptfreier Verkauf des Medikaments sei überfällig „und ein wichtiger Teil des Selbstbestimmungsrechts moderner Frauen“, erklärte Stamm-Fibich. Ein gewisses Bedauern über die möglicherweise anstehende Freigabe äußerte hingegen Jens Spahn (CDU). Aber auch er ist offenbar zum Einlenken bereit. ...mehr

25.11.2014 Politik

Das BMG ist einverstanden mit der 1. Tranche der Substitutionsausschlussliste. (Foto: Sket)

Arzneimittel-Richtlinie

BMG lässt Substitutionsausschlussliste passieren

Am 19. September 2014 hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) einen Beschluss zur Änderung der Arzneimittelrichtlinie gefasst: In Anlage VII sollen fortan Arzneimittel bestimmt sein, deren Ersetzung durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel ausgeschlossen ist. Das Gesundheitsministerium hat dem G-BA nun mitgeteilt, dass es diese Substitutionsausschlussliste nicht beanstandet. ...mehr

Beispiel für einen Medikationsplan. (Screen: AkdÄ)

Rheinland-Pfalz

2015 startet elektronischer Medikationsplan

Unter dem Namen „Vernetzte Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) mit dem elektronischen Medikationsplan in Rheinland-Pfalz“ startet Anfang 2015 unter dem Dach des Landesgesundheitsministeriums ein weiteres Modellprojekt im Kammerbezirk Rheinland-Pfalz. Nach Entlassung aus dem Krankenhaus sollen Patienten in öffentlichen Apotheken und in Arztpraxen für ein halbes Jahr engmaschig in ihrer Medikation begleitet werden. ...mehr

BAK-Präsident Kiefer begrüßt die CHMP-Empfehlung zu ellaOne. (Foto: ABDA)

„Pille danach“ ohne Rezept

Kiefer: Apotheker können das!

Sollte die Europäische Arzneimittelzulassungsbehörde ellaOne® aus der Rezeptpflicht entlassen, könnte das Notfallkontrazeptivum bald auch in deutschen Apotheken rezeptfrei erhältlich sein. Die Bundesapothekerkammer würde dies begrüßen und betont, dass die Patientinnen in Apotheken auch bei rezeptfreien Notfallverhütungsmitteln so beraten würden, dass eine größtmögliche Arzneimittelsicherheit gewährleistet ist. Die Linksfraktion macht der Regierung bereits Druck. ...mehr

Auch die LAK Rheinland-Pfalz weitet ihre Testkäufe in Apotheken aus. (Foto: Schelbert)

Rheinland-Pfalz

Kammer deckt Mängel auf und zieht Konsequenzen

Die Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz ist bei der Überprüfung der Apothekenpraxis in den 1060 Apotheken des Landes auf Mängel aufmerksam geworden, die einerseits Bußgelder und eine intensivere Information über die Berufsordnung erfordern. Andererseits sollen die Tests der Rezepturherstellung ausgeweitet werden. ...mehr

ABDA-Stellungnahme zum Präventionsgesetz: Apotheken sollen Impfstatus kontrollieren. (Fotos: R. Raths bzw. Thinkstock/Fotolia)

Stellungnahme zum Präventionsgesetz

ABDA: Apotheken sollen Impfstatus kontrollieren

Nach gut dreiwöchiger Bedenkzeit und mehreren kritischen Diskussionen hat die ABDA ihre Stellungnahme zum Präventionsgesetz vorgelegt. Darin beansprucht sie die Übernahme der Überprüfung des Impfstatus der Bevölkerung als honorierte Leistung. Im Rahmen der Diabetes-Prävention will die ABDA, dass in Apotheken Risiko- und Bluttests durchgeführt werden. ...mehr

24.11.2014 Politik

Ärzte in Baden-Württemberg wollen im Notfall auch Arzneimittel auf Vorrat abgeben dürfen (Foto: Gina Sanders/Fotolia).

Baden-Württemberg

Ärzte für Notfall-Dispensierrecht

Zum Jahreswechsel 2013/2014 ist in Baden-Württemberg der ärztliche Notdienst neu strukturiert worden. Nun beklagen die Ärzte im Ländle eine Mangelversorgung mit Medikamenten zu Notdienstzeiten. Patienten sei der Gang in die notdienstbereite Apotheke oft nicht zuzumuten, meint der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Baden-Württemberg und ruft nach einem Dispensierrecht für spezielle Fälle. Die Apothekerkammer hält dagegen. ...mehr

BVA: Ein Kassenwechsel ist ohne Sonderkündigungsrecht möglich. (Foto: BVA)

Bundesversicherungsamt mahnt

Keine Wechsel-Panik wegen Zusatzbeiträgen

Zum 1. Januar 2015 sinkt der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung von derzeit 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent. Zugleich wird den Kassen ermöglicht, kassenindividuelle – und prozentual zu erhebende – Zusatzbeiträge einzuführen. Betroffene Mitglieder erhalten dabei ein Sonderkündigungsrecht. Das Bundesversicherungsamt (BVA) mahnt allerdings vor einem voreiligen Wechsel. ...mehr

ARMIN: LAKT-Präsident Schreiber ist zufrieden mit dem aktuellen Stand. (Foto: LAKT/DAZ)

Verzögerung bei Ärzte-Software

ARMIN-Strukturpauschale: Zeitraum verlängert

Apotheker in Sachsen und Thüringen, die sich dafür entscheiden, am Modellprojekt ARMIN teilzunehmen, erhalten noch ein weiteres Quartal die Strukturpauschale zur Investitionsfinanzierung. Wegen Schwierigkeiten mit der Ärzte-Software wurde die Frist für Apotheker und Ärzte von der AOK Plus verlängert, erklärt der Präsident der Landesapothekerkammer Thüringen, Ronald Schreiber. ...mehr

Am Niederrhein musste Gesundheitsminister Gröhe vorerst einen Rückschlag einstecken. (Foto: Sket)

Gerangel in der CDU

Gröhe verliert Kampf um Niederrhein

Auf seinem Weg in den inneren Führungszirkel der CDU hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vorerst einen Rückschlag einstecken müssen. Mit 44 zu 41 Stimmen unterlag er dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Günter Krings, bei der Kampfabstimmung um den Vorsitz des Bezirks Niederrhein. Gesucht wurde der Nachfolger für den ehemaligen Kanzleramtschef Ronald Pofalla. Gröhe galt als Favorit – konnte sich aber nicht durchsetzen. ...mehr

Künstliche Befruchtung sollen Kassen auch bei Unverheirateten übernehmen können. (Foto: detailblick./Fotolia)

Künstliche Befruchtung

Schwesig will Kostenübernahme neu regeln

Krankenkassen sollen nach dem Willen von Familienministerin Schwesig auch bei Unverheirateten Kosten für eine künstliche Befruchtungen übernehmen: „Es ist nicht mehr zeitgemäß, diese Paare anders zu behandeln als Verheiratete.“ Man könne nicht einerseits beklagen, dass so wenige Kinder geboren würden, und andererseits Versuche mit künstlicher Befruchtung an Geld scheitern lassen. ...mehr

21.11.2014 Politik

Minister Gröhe: Wenn der Arzt nicht mehr beraten kann, dann ist die Beratung durch den Apotheker der richtige Weg. (Foto: Schelbert)

„Pille danach“: Gröhe schwenkt um

„Apothekerberatung der richtige Weg“

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat sich lange gegen die Entlassung der „Pille danach“ aus der Rezeptpflicht gesträubt. Doch nachdem der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur sich heute dafür ausgesprochen hat, ellaOne® freizugeben, scheint der Minister einzulenken: Wenn die Beratung wegen einer Entscheidung aus Brüssel nicht mehr zwingend durch einen Arzt vorgenommen werden müsse, erklärte er, sei die apothekerliche Beratung auch der richtige Weg. ...mehr

Dr. Thomas Friedrich meint: Das Nullretax-Urteil des BSG hat Grenzen (Foto: tmb/DAZ)

Apothekerverband Schleswig-Holstein

Hoffnungsschimmer für Retax-Problem

Hoffnungsvolle Ansätze zum Umgang mit Nullretaxationen präsentierte Dr. Thomas Friedrich, Geschäftsführer des Apothekerverbandes Schleswig-Holstein, am Dienstag bei der Mitgliederversammlung des Verbandes. Zu den Nullretaxationen würden einige Krankenkassenvertreter erklären, sie seien an das Urteil des Bundessozialgerichts gebunden. Doch Friedrich widersprach dieser Auffassung, denn das Gericht habe die bestehenden vertraglichen Regeln ausgelegt, dazu aber auch gesagt, dass die Vertragspartner andere Regeln vereinbaren könnten. ...mehr

Rot-Rot-Grün - Thüringen wird das erste Land sein, in dem in dieser Konstellation regiert wird. (Foto: Martina Berg/Fotolia)

Rot-Rot-Grün in Thüringen

Koalitionsvertrag ohne Apotheker und ARMIN

Mit den Unterschriften unter den Koalitionsvertrag steht in Thüringen die erste rot-rot-grüne Landesregierung unter Führung eines Ministerpräsidenten der Partei „Die Linke“ – Bodo Ramelow. 110 Seiten lang ist der Vertragstext. Fünf Seiten befassen sich mit Fragen der Gesundheitspolitik. Kein Wort findet sich allerdings zur Arzneimittelversorgung, zur Rolle der Apotheker oder zum ARMIN-Projekt. ...mehr

Claudia Korf wird neue ABDA-Geschäftsführerin. (Foto: ABDA)

Von der Barmer zur ABDA

Claudia Korf wird Resch-Nachfolgerin

Von der Krankenkasse zu den Apothekern: Claudia Korf wird neue Geschäftsführerin des Geschäftsbereichs Wirtschaft, Soziales und Verträge in der gemeinsamen Geschäftsstelle von ABDA, Bundesapothekerkammer und Deutschem Apothekerverband. Wie die ABDA mitteilt, wird sie diese Position ab dem kommenden Jahr vom ausscheidenden Karl-Heinz Resch übernehmen. ...mehr

Die Entwicklung und Einführung der eGK braucht hierzulande viel Zeit. (Foto: TK)

Bundesregierung zur eGK

Absolute Datensicherheit nicht erreichbar

Für die eGK wird derzeit eine Telematikinfrastruktur aufgebaut. Diese wird die Qualität und Wirtschaftlichkeit der gesundheitlichen Versorgung verbessern, ist die Bundesregierung überzeugt. Gegenüber der heutigen Situation werde durch sie auch der Datenschutz gestärkt, erklärt die Regierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Und doch ist der Regierung bewusst, „dass absolute Sicherheit auch in der IT- und Datensicherheit nicht erreicht werden kann, sondern ein fortlaufender Prozess ist“. ...mehr

Wie anonym sind Rezeptdaten? (Foto: Denis Junker/Fotolia)

VSA zum Spiegel-Bericht

Anonymisierung der Rezeptdaten gesetzeskonform

Mit einer ausführlichen Stellungnahme hat das Münchener Apothekenrechenzentrum VSA auf den neuerlichen Bericht von „Spiegel online“ über Datenschutzprobleme beim Umgang mit Rezeptdaten reagiert. Darin weist das Rechenzentrum den Vorwurf der „Verschleierung“ zurück. Das von der VSA eingesetzte Verfahren zur Anonymisierung von Rezeptdaten entspreche den gesetzlichen Vorgaben. ...mehr

20.11.2014 Politik

Die Rezeptdaten-Diskussion lebt wieder auf (Foto: Sket).

Neuer „Spiegel“-Bericht zu Rezeptdaten

„Verschleierung statt Verschlüsselung“

Trotz einstweiliger Verfügungen und gerichtlicher Auseinandersetzungen legt das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner Online-Ausgabe nach längerer Pause jetzt in seiner Berichterstattung über den Umgang mit Rezeptdaten nach. Im Fokus steht erneut das Münchner Apothekenrechenzentrum VSA. Bis Mai 2012 soll die Rezeptdatenverarbeitung durch die VSA danach nicht sicher gewesen sein, schreibt der „Spiegel“ und beruft sich auf Datenexperten. In einer ersten Reaktion sieht die VSA im Bericht keine neuen Vorwürfe, will aber noch ausführlich dazu Stellung nehmen. ...mehr

Befreiung von der Rentenversicherung: ABV-Vorstand Kilger fordert eine gesetzliche Klarstellung von der Politik. (Foto: ABV)

Befreiung von der Rentenversicherung

Versorgungswerke fordern gesetzliche Klarstellung

Die Versorgungswerke fordern von der Politik, im Hinblick auf die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung für Klarheit zu sorgen. Die beiden Entscheidungen des Bundessozialgerichts hätten zu einer massiven Zunahme der Bürokratie geführt, kritisiert die Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen. Die Entscheidung, ob eine berufsbezogene Tätigkeit eines Freiberuflers vorliege oder nicht, müsse die jeweils zuständige berufsständische Kammer treffen. ...mehr

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