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02.08.2015 Spektrum

Rückblick auf die letzte Woche (Foto: gavran333 - Fotolia.com)

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Heute mal was Positives zum Auftakt: Uns geht’s gut! Mein liebes Tagebuch, da muss sich dein Papier nicht kräuseln. Uns geht’s wirklich gut – im Vergleich zu den griechischen Apothekers. Mein Besuch von Apotheken in Athen zeigte mir die große griechische Tragödie: extrem verspätete Zahlungen der Kassen, Preise im Keller, Lieferengpässe, Defekte und Apothekenketten ante portas. Unser bizarrer Krieg um Vorname/Telefonnummer auf dem Rezept, Pille-danach-Gezerfe mit Gynäkologen oder Medikationsplan-Hickhack sind zwar für uns wichtig, aber im griechischen Vergleich mit Verlaub: deutsches Kasperletheater. ...mehr

31.07.2015 Politik

Kostas Lourantos im Gespräch mit DAZ-Herausgeber Peter Ditzel. (Foto: DAZ)

Griechenlands Apothekerpräsident

Lourantos: Keine Ketten und Filialen!

Von der durch die EU aufgezwungenen Liberalisierung des griechischen Apothekenmarktes hält der Präsident des Panhellenischen Apothekerverbands (PFS), Kostas Lourantos, überhaupt nichts, wie er in einem Exklusiv-Interview mit DAZ.online deutlich machte. Er will sich dagegen mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln wehren. Von griechischen Politikern hat er die Nase voll. ...mehr

30.07.2015 Politik

Antikorruptionsgesetz: ABDA-Präsident Schmidt sieht noch Nachbesserungsbedarf. (Foto: ABDA)

Antikorruptionsgesetz

ABDA „glücklich“ über Skonti-Klarstellung

Anders als der Referentenentwurf erklärt der gestern vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf für ein Antikorruptionsgesetz im Gesundheitswesen die Skonti-Annahme nicht mehr per se für strafbar – so hatte es die ABDA im April in ihrer Stellungnahme gefordert. Insoweit ist man bei der ABDA auch zufrieden mit den Änderungen. Gleichwohl sieht ABDA-Präsident Friedemann Schmidt noch immer die Gefahr von Grauzonen und fordert daher eine klare Definition für korruptives Verhalten. ...mehr

Am Antikorruptionsgesetz gibt es trotz weiterer Änderungen noch immer Nachbesserungsbedarf. (Bild: JENS/Fotolia)

Antikorruptionsgesetz

Nach wie vor unzureichend und ungenau

Gestern hat das Kabinett den „Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen“ beschlossen. Bei der ABDA prüft man den Kabinettsentwurf derzeit noch. KBV-Chef Dr. Andreas Gassen verkündete seine Einschätzung unmittelbar nach Bekanntwerden des Kabinettsbeschlusses: Grundsätzlich gut, dass es Regeln geben soll – aber der Entwurf ist noch zu unkonkret. „Ich befürchte, es wird zu Verunsicherungen kommen bei der Frage, wann beginnt Korruption?“ ...mehr

29.07.2015 Politik

Umfrage zur Retaxierung wegen fehlender Rezeptangaben: Wären Apotheker bereit zum „Dienst nach Vorschrift“? (Foto: detailblick-foto/Fotolia)

Umfrage zur AMVV

Wie kampfbereit sind die Apotheker?

Welche formalen Fehler in Rezepten auftreten und mit welcher Tendenz die Ärzte die Formvorschriften der Arzneimittelverschreibungsverordnung umsetzen, fragen die Apothekerverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein derzeit bei ihren Mitgliedern ab. Außerdem geht es um die Frage, welche koordinierten Maßnahmen der Verbände die Mitglieder unterstützen würden. ...mehr

Das Kabinett hat heute das Antikorruptionsgesetz im Gesundheitswesen beschlossen. (Foto: igor/Fotolia)

Gesundheitswesen

Antikorruptionsgesetz passiert Kabinett

Soeben hat das Bundeskabinett schärfere Regeln gegen Korruption im Gesundheitswesen verabschiedet. Angehörige von Heilberufen mit staatlich geregelter Ausbildung drohen nach dem Gesetzentwurf von Justizminister Maas für Bestechung oder Bestechlichkeit bis zu drei Jahren Haft oder Geldstrafe. Korruption im Gesundheitswesen beeinträchtige den Wettbewerb, verteuere medizinische Leistungen und untergrabe das Vertrauen von Patienten, erklärt das Justizministerium in seinem Entwurf. ...mehr

28.07.2015 Politik

Die Finanzierung der Chochrane-Collaboration ist wackelig. (Logo: Cochrane)

Kleine Anfrage der Linken

Wie steht die Regierung zu EbM?

Wie steht die Bundesregierung zur Evidenzbasierten Medizin (EbM) und welche Bedeutung misst sie dabei der Cochrane-Collaboration zu? Das will die Linksfraktion in einer Kleinen Anfrage wissen – insbesondere da die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz bereits eingestand, die bisherige Finanzierung etwa des Deutschen Cochrane-Zentrums nicht für sinnvoll zu erachten. ...mehr

Arznei-Preisverhandlungen: Griechenland soll vorerst raus aus dem Länderkorb. (Foto: thomas.andri/Fotolia)

AMNOG-Verfahren

Griechenland vorübergehend kein Referenzland

Griechenland sollte vorübergehend aus dem Länderkorb im AMNOG-Verfahren herausgenommen werden. In diesem Punkt sind sich Krankenkassen und Pharmaindustrie einig. So ließe sich verhindern, erklärt der GKV-Spitzenverband, dass ein Absenken von Arzneimittelpreisen für den griechischen Markt, das allein der prekären wirtschaftlichen Situation geschuldet sei, eine preismindernde Wirkung im Rahmen der deutschen Erstattungsbetragsverhandlungen habe. ...mehr

27.07.2015 Politik

E-Health: Die gematik sorgt sich um drohende Sanktionen wegen Verzögerungen. (Foto: Zerbor/Fotolia)

Industrie hat Lieferschwierigkeiten

E-Health: gematik fürchtet Haushaltskürzung

Die geplante digitale Vernetzung von Ärzten, Kliniken und Apotheken gerät ins Stocken. Der für November angekündigte Start abschließender Tests verzögert sich, weil die Industrie Lieferschwierigkeiten hat. Die Hersteller haben Testgeräte nicht rechtzeitig dem Bundesamt für Sicherheit der Informationstechnik geschickt. Bei der gematik fürchtet man nun Haushaltskürzungen. ...mehr

Die Auswirkungen auf das Gesundheitswesen sind nur schwer absehbar. (Bild: stockWERK/Fotolia)

Auswirkungen auf deutsches Gesundheitswesen

Regierung bleibt bei TTIP schwammig

Nichts Genaues weiß man nicht: Ob und wenn ja welche Auswirkungen das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und USA auf das deutsche Gesundheits- und speziell das Apothekenwesen haben wird, kann die Bundesregierung derzeit nicht genau sagen, wie ihre Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen zeigt. Schließlich ist der TTIP-Vertragstext noch nicht ausverhandelt. Statt klarer Fakten antwortet Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, mit Annahmen und Absichtserklärungen – nicht befriedigend für die Grünen. ...mehr

Verbindlicher Medikationsplan ab drei oder fünf Verordnungen? (Foto: grafikplusfoto/Fotolia)

Angst vor hoher Belastung

KBV will Medikationsplan erst ab fünf Medikamenten

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung begrüßt zwar die Einführung eines Medikationsplans, aber sie plädiert dafür, dass Patienten darauf erst bei einer Verordnung von mindestens fünf Medikamenten Anspruch haben sollen. Der Entwurf zum E-Health-Gesetz sieht einen Anspruch bei mindestens drei verordneten Medikamenten vor. ...mehr

Am Mittwoch berät das Kabinett über das Antikorruptions-Gesetz. (Foto: DAZ)

Antikorruptions-Gesetz

Skonti-Annahme doch nicht strafbar

Apotheker sollen mit der Annahme von Skonti künftig doch nicht „unlauter“ im Sinne des geplanten Antikorruptions-Gesetzes handeln: Beim Bezug von Arznei-, Heil- oder Hilfsmitteln und von Medizinprodukten soll die Strafbarkeit „nicht an eine unlautere Bevorzugung im Wettbewerb anknüpfen“, heißt es in der Begründung zum Gesetzentwurf, der am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden soll. Der bisherige Referentenentwurf hatte Skonti für strafbar erklärt. ...mehr

Die AOK Niedersachsen schickte 30 Sonderberater in Apotheken und Arztpraxen, um die Rabattvertragsquote zu steigern. (Foto: ABDA)

AOK Niedersachsen

„SEK Rabattverträge“ suchte Apotheken und Ärzte heim

Hohe Milliardensummen sparen die gesetzlichen Krankenkassen jedes Jahr durch ihre Rabattverträge mit Generikaherstellern. Abhängig ist der Erfolg von der Umsetzungsquote. Doch die ist sehr unterschiedlich. Die AOK Niedersachsen hat im zweiten Quartal 2015 daher ein „SEK Rabattverträge“ in Apotheken und Arztpraxen geschickt. ...mehr

24.07.2015 Politik

Die richtige Umgebung für Arzneimittel? Warum nicht, findet der Gesundheitsökonom Christian Hagist. (Foto: Fotolia - pio3)

Ökonom fordert Reform nach griechischem Vorbild

Bittere Pillen für deutsche Apotheker?

Obwohl sich derzeit kein ernst zu nehmender Politiker in Deutschland für eine Abschaffung des Fremd- und Mehrbesitzverbots einsetzen würde und auch der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD solchen Bestrebungen eine klare Absage erteilt, beflügeln die in Griechenland geplanten Reformen auf dem Arzneimittelsektor offenbar die Fantasien deutscher Gesundheitsökonomen. ...mehr

23.07.2015 Politik

Die Gefahr der Freigabe von OTC-Arzneimitteln in Griechenland dürfte vorerst gebannt sein. (Foto: anastasios71  / Fotolia.com)

Griechenland

Pharmaverband: OTCs nur vom Apotheker!

Die Forderung der EU-Regierungschefs, den Verkauf von OTC-Arzneimitteln in Griechenland zu liberalisieren und OTCs außerhalb von Apotheken, z. B. in Supermärkten, zu erlauben, konnte Ministerpräsident Tsipras wohl abwehren. Auch der Verband der griechischen OTC-Arzneimittelhersteller (EFEX) hatte seine Bedenken gegen eine Freigabe angemeldet. So spricht sich George Dokios, Generaldirektor des EFEX, im Interview mit DAZ.online deutlich dafür aus, OTC nur über Apotheken zu verkaufen. ...mehr

22.07.2015 Politik

Das BfArM aktualisiert derzeit die Liste der Generika, die auf Studien von GVK Bio beruhen, und deren Zulassung ab dem 21. August ruhen. (Bild: Sket)

Mangelhafte Studien aus Indien

BfArM überarbeitet Liste betroffener Generika

Die EU-Kommission hat das Ruhen mehrerer hundert Arzneimittel-Zulassungen, denen mangelhafte Bioäquivalenzstudien der indischen Firma GVK Biosciences zugrunde liegen, angeordnet. Betroffene Arzneimittel seien im europäischen Wirtschaftsraum ab dem 21. August nicht mehr verkehrsfähig und dürften von Pharmaunternehmen, Großhändlern und Apotheken dann nicht mehr abgegeben werden, teilt das BfArM mit. Die Behörde überarbeitet nun ihre Liste betroffener Arzneimittel. ...mehr

ABDA-Geschäftsführer Lutz Tisch auf dem Podium beim DAT 2014. (Foto: Schelbert/DAZ)

Deutscher Apothekertag

Tisch: Delegierte können über alles diskutieren

Obwohl der politische Lagebericht des ABDA-Präsidenten zum Auftakt des Deutschen Apothekertages formal betrachtet nicht Gegenstand der Hauptversammlung ist, kann auf dem Jahrestreffen der Apothekerschaft auch über die Ausführungen von Friedemann Schmidt diskutiert werden. Es stehe jedem Delegierten offen, über alle Themen zu sprechen, erklärte ABDA-Geschäftsführer Lutz Tisch. ...mehr

Aus Sicht des BMG muss bei securPharm noch gearbeitet werden. (Foto: R. Hoemke)

securPharm

„Diebstahl bleibt große Herausforderung“

Das geplante Arzneimittel-Sicherheitssystem securPharm kann nach Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums das Einschleusen gestohlener Arzneimittel in die legale Lieferkette nicht zuverlässig verhindern. Gerade in diesen in letzter Zeit vermehrt auftretenden Fällen habe das System Schwächen, sagte ein Ministeriumsvertreter heute in Frankfurt am Main bei einer securPharm-Infotagung. ...mehr

Das Landesgesundheitsgesetz in BaWü bezieht Apotheker ausdrücklich mit ein. (Foto: aerogondo/Fotolia)

Baden-Württemberg

Apotheker erhalten eine Stimme

Bei der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Baden-Württemberg werden die Apotheker mit einbezogen: Gestern hat das Kabinett ein Landesgesundheitsgesetz beschlossen, das „Grundlage für die Schaffung von zukunftsweisenden Strukturen im Gesundheitswesen“ sein soll, erklärt das Landessozialministerium. Als zentrales Gremium sieht es eine Landesgesundheitskonferenz vor, in der „alle wichtigen Akteure des Gesundheitswesens vertreten sind“ – auch die Apotheker. ...mehr

21.07.2015 Politik

In den Bundesländern wird der Ruf nach einer Cannabis-Entkriminalisierung lauter. (Bild: Markus Bormann/Fotolia)

Cannabis-Regeln

Rot-grüne Landespolitiker werben für Lockerung

Cannabis-Konsum milder bestrafen oder ganz legalisieren: In den Bundesländern mehren sich die Rufe nach einem liberaleren Umgang mit dem beliebten Rauschmittel. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach sich für eine Legalisierung von Cannabis aus, um den Stoff zu entkriminalisieren. Auch die Hamburger Landesregierung erwägt, die Gesetzesregeln zu lockern. ...mehr

20.07.2015 Politik

Mehrbesitzverbot für Apotheken: „Was für Deutschland gut ist, kann für Griechenland nicht schlecht sein.“ (Bild: Kagenmi/Fotolia)

Griechenland

Mit deutschem Mehrbesitzmodell gegen Ketten

Mit dem deutschen Mehrbesitzmodell will der griechische Apothekerverband Panhellenic Pharmaceutical Association (PFS) einer kompletten Freigabe des Apothekenbesitzes entgegentreten. „Das deutsche Modell ist für Griechenland unser Vorbild“, sagte PFS-Vertreter Dimitrios Karageorgiou zu DAZ.online: „Was für Deutschland gut ist, kann für Griechenland nicht schlecht sein.“ ...mehr

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