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28.05.2015 Spektrum

Verärgerte Apothekenkunden - in Frankreich werden Übergrifffe von der Apothekerkammer dokumentiert. (Foto: alphaspirit/Fotolia)

Frankreich

Immer mehr Verbalattacken in Apotheken

Französische Apotheker fühlen sich in ihren Offizinen nicht mehr sicher. Vor allem sind sie immer häufiger Beschimpfungen von Kunden ausgesetzt, denen etwas nicht passt. Dies zeigt eine Erhebung der französischen Apothekerkammer (Orde national des pharmaciens) für das Jahr 2014. Das entsprechende Monitoring-System mit einem jährlichen Bericht existiert seit dem Jahr 2011. ...mehr

27.05.2015 Politik

Kammerpräsidentin Magdalene Linz fordert Korrekturen am E-Health-Gesetzentwurf. (Foto: A. Schelbert/DAZ)

Linz fordert Nachbesserung am E-Health-Gesetz

Medikationsplan nur mit Apothekern sinnvoll

Grundsätzlich begrüßt man bei der Apothekerkammer Niedersachen den im E-Health-Gesetz vorgesehenen Anspruch auf einen Medikationsplan – allerdings macht es aus Sicht der Kammerpräsidentin wenig Sinn, dass dieser vom Hausarzt erstellt werden soll und Apotheker im Gesetz gar nicht erwähnt werden. „Ein Medikationsplan ohne Apotheker ist ein Anachronismus“, kritisiert Magdalene Linz in einer Stellungnahme – und fordert daher von der Politik Nachbesserung. ...mehr

Laut BMG ist mit dem Apothekenhonorar der Medikationsplan abgegolten. (Foto: pandpstock/Fotolia)

E-Health: zweite Schlappe für ABDA

BMG: Apothekenhonorar deckt Medikationsplan ab

Zweite Schlappe für die ABDA: Nach dem die Große Koalition die Forderung nach einer regelmäßigen Überprüfung des Apothekenhonorars nicht erhört hat, gehen die Apotheker auch beim E-Health-Gesetz weitestgehend leer aus. Die ABDA-Forderung nach einer intensiven Einbindung in die Erstellung des Medikationsplanes wurde ebenso nicht erfüllt wie die damit verbundene Forderung nach einer Extra-Vergütung. Stattdessen erhalten die Ärzte ein Extra-Honorar. ...mehr

Der Gesundheitsminister will mit Druck machen, moderne Kommunikation im Gesundheitswesen zu nutzen. (Fotos: BMG und XtravaganT/Fotolia)

E-Health-Gesetz beschlossen

Gröhe: Patienten-Nutzen gehört in den Mittelpunkt

Das Bundeskabinett hat heute wie erwartet den Gesetzentwurf für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz) beschlossen. Kern ist der Aufbau eines sicheren Datennetzes zwischen Ärzten, Kliniken, Apothekern und letztlich auch Patienten. Von der Bundesregierung werden Fristen für die Nutzung der eGK gesetzt. Als erste konkrete Maßnahmen wird ab Herbst 2016 ein zunächst schriftlicher Medikationsplan für Patienten ab drei Medikationen eingeführt. ...mehr

26.05.2015 Politik

Eine Herausforderung: Gesundheitsdatenschutz in Zeiten des Internets. (Bild: okolaa/fotolia)

E-Health

vzbv fordert Datenschutz und Patientennutzen

Die Verbraucher sind überwiegend skeptisch, wenn ihre Gesundheitsdaten elektronisch oder gar vom Internet erfasst werden. Nach einer aktuellen Umfrage von forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) haben 82 Prozent „etwas“ oder sogar „große“ Bedenken, dass Gesundheitsdaten von Unberechtigten gelesen werden könnten. Der vzbv fordert vor diesem Hintergrund eine sichere, zentrale Infrastruktur, über die Verbraucher Gesundheitsdaten speichern und sich mit Ärzten austauschen können – und zwar zügig. ...mehr

Schickt das E-Health-Gesetz morgen auf die parlamentarische Reise: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. (Foto: BMG und Kebox/Fotolia)

E-Health-Gesetz im Kabinett

Medikationsplan ab drei Arzneimitteln

Ab Herbst 2016 werden Patienten mit drei und mehr regelmäßigen Medikationen einen Anspruch auf die Erstellung eines Medikationsplanes erhalten. Das Bundeskabinett wird morgen wie geplant über das geänderte E-Helth-Gesetz beraten und es voraussichtlich in die parlamentarische Beratung schicken. Der Medikationsplan soll von den behandelnden Ärzten erstellt werden, die dafür ein Honorar erhalten. Die Apotheker können nur bei der späteren Aktualisierung ohne Honoraranspruch einbezogen werden. ...mehr

Die WHO setzt auf eine globale Aktion gegen Antibiotika-Resistenzen. (Foto: malp/Fotolia)

Antibiotika

WHO gibt grünes Licht für Aktionsplan

Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich nach langen Debatten am Pfingstmontag auf einen globalen Aktionsplan für den Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen verständigt. Ziel sei es, eine wirksame Behandlung und Vorbeugung bakterieller Infektionen durch effektive und sichere Medikamente auch weiter gewährleisten zu können, erklärte die Organisation. ...mehr

22.05.2015 Politik

Die EMA hält an ihrer Empfehlung, Zulassungen von Studien der Firma GKV Bio ruhen zu lassen, fest. (Foto: Dreaming Andy/Fotolia)

GVK Bio-Studien aus Indien

EMA bekräftigt Empfehlung

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat ihre Empfehlung bekräftigt, eine Reihe von Zulassungen, die vorwiegend auf klinischen Studien der indischen Firma GVK Biosciences beruhen und zentral für die EU erfolgten, ruhen zu lassen. Die Zulassungsinhaber von sieben betroffenen Arzneimitteln hatten eine erneute Überprüfung verlangt. Lediglich für eine Zulassung hob die EMA ihre Empfehlung auf – für rund 700 weitere empfiehlt sie weiterhin das Ruhen. ...mehr

21.05.2015 Politik

Der Zusatznutzen von Glybera ist gesetzlich unterstellt - doch wie groß er ist, ist aus der Datenlage nicht zu erschließen. (Bild: jojje11/Fotolia)

Gemeinsamer Bundesausschuss

Glybera: Zusatznutzen nicht quantifizierbar

Glybera® (Alipogentiparvovec) zur Behandlung der seltenen Stoffwechselerkrankung Lipoproteinlipasedefizienz hat einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen. Mit einem entsprechenden Beschluss beendete der Gemeinsame Bundesausschuss heute das frühe Nutzenbewertungsverfahren für das extrem kostspielige Arzneimittel mit einer Verzögerung von einem guten Monat. ...mehr

Klinikärzte können künftig ein Entlassrezept mitgeben. (Foto: Kurhan/Fotolia)

GKV-Versorgungsstärkungsgesetz

Keine Zuweisung beim Entlassmanagement

Die Große Koalition hat ihre Pläne zur Neuregelung des Entlassmangements überdacht. Eine Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag zum GKV-Versorgungsstärkungsgesetz sieht unter anderem vor, dass Klinikärzte künftig „eine Packung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen gemäß Packungsgrößenverordnung“ bei der Entlassung verschreiben können. Zudem soll ausdrücklich klargestellt werden, dass das in § 11 des Apothekengesetzes geregelte Zuweisungsverbot unberührt bleibt. ...mehr

Hecken soll für einen längeren Zeitraum den Posten des G-BA-Chefs behalten können. (Foto: G-BA)

Aufhebung des Wiederwahl-Verbots

Hecken soll G-BA-Chef bleiben können

Der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken, soll auch weiterhin einer der einflussreichsten Entscheider im deutschen Gesundheitswesen bleiben: Union und SPD haben sich darauf geeinigt, das vor vier Jahren ausdrücklich ins Gesetz aufgenommene Verbot einer Wiederwahl des Vorsitzenden wieder zu streichen. Es sollte ursprünglich eine zu große Machtkonzentration in diesem Amt verhindern. ...mehr

20.05.2015 Politik

DAV-Chef Becker würdigt die gute Zusammenarbeit von Apothekern und Großhändlern. (Foto: ABDA)

Großhandelstag

Becker: Sichere Vollversorgung erhalten!

DAV-Chef Fritz Becker würdigte heute in einem Grußwort zum 7. Großhandelstag die gute Zusammenarbeit von Apothekern und Großhändlern. Umfragen zeigten: Die Beziehung werde von fast allen Apotheken als vertrauensvoll angesehen. Leider würden die fundamentale Bedeutung und der hohe Einsatz beider Seiten für die Arzneimittelversorgung oft verkannt. Dabei bestehe dringender Handlungsbedarf, wolle man eine einwandfreie Versorgung erhalten, appellierte er an den Gesundheitsminister. ...mehr

Dr. Thomas Trümper: Die Situation für Großhändler ist nicht rosig. (Foto: Phagro)

Großhandelstag

Großhändler wollen gehört werden

Die Apotheker sind nicht allein mit ihrer Feststellung, beim Honorar seit Jahren von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt zu sein. Dem pharmazeutischen Großhandel gehe es nicht anders, betonte der Phagro-Vorsitzende Dr. Thomas Trümper heute bei der Eröffnung des 7. Großhandelstages. Die Situation für die Branche sei keinesfalls rosig – aber wer behaupte, den Großhändlern ginge es besser, gäben sie den Apotheken nicht so hohe Konditionen, der habe keinen ausreichenden Marktüberblick. ...mehr

19.05.2015 Politik

Michael Hennrich (CDU) sieht ein: Es muss Anreize für die Entwicklung von Kinderarzneimitteln geben - aber nicht auf Kosten eines aufgeweichten Systems. (Foto: Svea Pietschmann)

Berliner Runde des BAH

Eine Chance für Schrittinnovationen

Schrittinnovationen können für Patienten – vor allem für Kinder – sehr hilfreich sein. Doch die Weiterentwicklung bekannter Substanzen wird hierzulande nicht honoriert. Der BAH wünscht sich mehr Anerkennung für diese Art der Innovation und widmete heute seine „Berliner Runde“ dem Thema. ...mehr

Familienministerin Schwesig will auch unverheirateten Paaren Zuschüsse für künstliche Befruchtung ermöglichen. (Foto: Bilderbox)

Künstliche Befruchtung

Zuschüsse für unverheiratete Paare

Auch unverheiratete Paare sollen nach dem Willen von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) eine staatliche Förderung für künstliche Befruchtungen bekommen können. Zurzeit werde geprüft, wie die entsprechende Richtlinie geändert werden könne, sagte ein Sprecher ihres Ministeriums. Es sei nicht mehr zeitgemäß, unverheiratete Paare anders zu behandeln als Verheiratete. ...mehr

Vertreter der Heilberufe haben eine gemeinsame Erklärung zu TTIP abgegeben. (Foto: Zerbor/Fotolia)

Gemeinsame Forderung

TTIP-Positivliste für Heilberufe

Das geplante Freihandelsabkommen TTIP muss die Besonderheiten des deutschen Gesundheitssystems respektieren und darf das hiesige hohe Niveau nicht gefährden. Das fordern mehrere Präsidenten und Vorsitzende der Heilberufe in einer gemeinsamen Erklärung. „Wir fordern daher eine Positivliste, die klarstellt, dass TTIP keine Anwendung auf das Gesundheitswesen und die Heilberufe findet.“ ...mehr

Anwendungsbeobachtungen in der ärztlichen Praxis – Korruption oder Forschung? (Bild: Igor Mojzes/Fotolia)

Transparency International

Zweifel an Anwendungsbeobachtungen

Sind Anwendungsbeobachtungen (AWB) ein Instrument, um Erkenntnisse über zugelassene Arzneimittel im Versorgungsalltag zu erlangen – oder sind sie doch nur Scheinforschung und ein Mittel der Einflussnahme auf Ärzte? Bei Transparency International glaubt man eher Letzteres. Jüngste Erkenntnisse, die in zwei Klageverfahren auf Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz erlangt wurden, legten nahe, dass AWB ein mögliches Instrument der Korruption im Gesundheitswesen seien. ...mehr

18.05.2015 Politik

Letzte Woche tagten die Ärzte in Frankfurt. (Foto: BÄK/Helliwood media & education)

118. Deutscher Ärztetag

Ärzte: OTC in den Medikationsplan

Die Arzneimittelversorgung war kaum ein Thema beim 118. Deutschen Ärztetag, der vergangene Woche in Frankfurt stattfand. Indirekt kam das Thema etwa bei der Diskussion zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) zur Sprache. ...mehr

Die Bundesregierung plant, die Bedingungen für die Substitutionstherapie zu verbessern. (Bild: matthias21/Fotolia)

Zeitungsbericht

Erleichterungen für die Substitutionstherapie

Abhängige von harten Drogen wie Heroin sollen einem Bericht zufolge bald leichter eine Substitutionstherapie machen können. Dazu plane das Bundesgesundheitsministerium die Lockerung mehrerer rechtlicher Vorgaben, berichtet „Die Welt“ unter Berufung auf ein internes Eckpunktepapier. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte am Sonntag, dass entsprechende rechtliche Anpassungen geplant seien. Derzeit gebe es aber noch keine konkreten inhaltlichen oder zeitlichen Festlegungen. ...mehr

15.05.2015 Politik

Die wenigsten Apotheker haben große Hoffnung, dass das Apothekenhonorar noch einmal auf die politische Agenda der Bundesregierung gesetzt wird. (Foto: kekef/Fotolia)

DAZ.online-Umfrage-Ergebnis

Apotheker ohne Hoffnung auf höheres Honorar

Nur wenige Apotheker teilen die Hoffnung des DAV-Vorsitzenden Fritz Becker, dass die Große Koalition das Honorarthema beim nächsten Arzneimittelgesetz wieder auf die Tagesordnung setzen wird. Die Mehrheit der 137 Teilnehmer der DAZ.online-Umfrage hat nichts anderes als die erfolgte Abfuhr erwartet oder kritisiert, dass der DAV seine Honorarforderungen nicht energischer vertreten hat. ...mehr

Frank Ulrich Montgomery wurde erneut – mit weniger Stimmen – zum Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt. (Foto: jardai/modusphoto)

Deutscher Ärztetag

Ärztepräsident Montgomery wiedergewählt

Der Deutsche Ärztetag hat erwartungsgemäß Frank Ulrich Montgomery erneut zum Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt. Allerdings erhielt er weniger Stimmen als bei seiner letzten Wahl. Außerdem beschloss das Ärzteparlament, den Patienten volle Einsicht in ihre Krankenakte zu gewähren. ...mehr

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