31.10.2014 Politik

Präventionsgesetz

Apotheker beraten am „Katzentisch“

Bei der Ausarbeitung der neuen „Nationalen Präventionsstrategie“ werden Apotheker, Ärzte und andere Heilberufe beratend am „Katzentisch“ eines sogenannten „Präventionsforums“ teilnehmen können. Die eigentlichen Entscheidungen und Absprachen über die „Nationale Präventionsstrategie“ fallen dagegen im Rahmen der „Nationalen Präventionskonferenz“. Das geht aus dem Referentenentwurf des Präventionsgesetzes von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe(CDU) hervor, der DAZ.online vorliegt. ...mehr

30.10.2014 Pharmazie

Pharmazeutische Intervention wie ein Motivationsgespräch stärkt die Therapietreue, wie eine Studie zeigt. (Foto: DAZ/Schelbert)

Studie zeigt

Apotheker verbessern die Therapietreue

Die Gründe für Non-Compliance oder Therapieuntreue sind vielfältig: die finanzielle Situation, das Arzt-Patienten-Verhältnis, die Komplexität des Therapieregimes, Angst vor Nebenwirkungen oder schlicht das Vergessen der Einnahme. Inwieweit sich eine pharmazeutische Intervention auf die Therapietreue und klinischen Endpunkte bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen auswirkt, bei denen Non-Compliance mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko einhergeht, untersuchte eine systematische Übersichtsarbeit. ...mehr

29.10.2014 Pharmazie

Tumorpatienten sollten sich impfen lassen, da das Risiko für einen schweren Verlauf einer Infektion bei ihnen erhöht ist. (Foto: Adam Gregor/Fotolia)

Impfschutz

Impfungen bei onkologischen Patienten besonders wichtig

Die Immunabwehr hämatologischer und onkologischer Patienten ist aufgrund ihrer malignen Erkrankung und einer chemo- oder radiotherapeutischen Behandlung häufig eingeschränkt. Impfungen sind hier besonders wichtig. Allerdings sollte dabei einiges beachtet werden. ...mehr

28.10.2014 Pharmazie

In Deutschland werden zu häufig Antibiotika aufgrund einer fragwürdigen Diagnose eingenommen. (Foto: DAK-Gesundheit)

Antibiotika-Report der DAK-Gesundheit

Antibiotika: Mehr Aufklärung nötig

Antibiotika werden zu häufig verordnet: Fast 30 Prozent der Antibiotika-Verordnungen im vergangenen Jahr waren mit Blick auf die Diagnose fragwürdig. Das geht aus einer Analyse von Arzneimitteldaten für den DAK-Antibiotika-Report hervor. Ursächlich für die Über- und Fehlversorgung sind laut Report im Wesentlichen ein unkritisches Verordnungsverhalten vieler Ärzte und eine falsche Erwartungshaltung der Patienten. Prof. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen setzt bei der Aufklärung von Patienten zum Thema Antibiotika auch auf Apotheken. ...mehr

25.10.2014 Pharmazie

(Fotos: scottchan, gena96 - Fotolia.com; Montage: DAZ/ekr)

DAZ.online-Wochenschau

Mehr Tbc, aufgeklärte Arzneimitteldiebstähle und Streit um Paracetamol

Endlich scheint es neben Ebola auch wieder andere Erkrankungen und Themen zu geben: Tuberkulose, HIV, Hepatitis C, Osteoporose, Homöopathie, Antibiotikagebrauch, Arzneimitteldiebstähle – und Paracetamol. Die Diskussion für und wider Rezeptpflicht entbrennt erneut. Das alles, ein bisschen über Ebola und viel mehr lesen Sie in unserer Wochenschau. ...mehr

24.10.2014 Pharmazie

Chlorhexidin-haltige Lösungen können möglicherweise zu Hautverätzungen bei Neugeborenen führen. (Foto: inarik Fotolia)

Vorsicht mit Chlorhexidin

Hautverätzungen bei Neugeborenen möglich

Chlorhexidin ist ein Desinfektionsmittel und Antiseptikum, das seit Jahrzehnten auf Haut und Schleimhäuten angewendet wird. Wurde im Juli 2013 über schwerwiegende anaphylaktische Reaktionen durch Chlorhexidin-haltige Arzneimittel berichtet, so weist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nun auf das Risiko von Hautverätzungen bei Neugeborenen hin. ...mehr

Der zuständige Ausschuss bei der EMA hat neue Zulassungsempfehlungen ausgesprochen. (Logo: EMA)

Zulassungsempfehlung

Drei neue Wirkstoffe

In seiner Oktobersitzung hat das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für drei neue Wirkstoffe Zulassungsempfehlungen ausgesprochen: Afamelanotide, Olaparib, Nonacoggamma. ...mehr

Die meisten Menschen entscheiden sich gegen eine Grippe-Impfung. (Foto: GSK, A.Raths/Fotolia)

Grippeschutzimpfung

Viel Ansprache, wenig Interesse

Mit der kalten Jahreszeit steht auch die Grippe-Saison vor der Tür. Wer sich gegen Influenza impfen lassen möchte, sollte dies bald tun: Oktober und November gelten als bester Zeitraum dafür. Laut einer Umfrage von GlaxoSmithKline (GSK) unter 200 Allgemeinmedizinern erinnern 94 Prozent der Ärzte ihre Patienten an die Grippeschutzimpfung. Auf offene Ohren stoßen sie damit aber offenbar nicht. In einer Umfrage der Krankenkasse BKK Mobil Oil lehnten 80 Prozent derjenigen, die sich vergangenes Jahr nicht impfen ließen, eine Impfung auch in dieser Saison ab. ...mehr

Fieber und Schmerzen in der Schwangerschaft müssen behandelt werden. Im letzten Drittel wird nur Paracetamol empfohlen. (Foto: goodluz/Fotolia)

Kommentar

Übeltäter Paracetamol!?

Paracetamol hat eine geringe therapeutische Breite und ist wegen seiner Lebertoxizität zu Recht gefürchtet, keine Frage. Schon bei mehr als acht Tabletten à 500 mg pro Tag drohen Leberschäden bis hin zum Leberversagen. Aber nicht nur deshalb wird immer wieder gefordert, Paracetamol der Verschreibungspflicht zu unterstellen. Ein Kommentar von Doris Uhl. ...mehr

22.10.2014 Pharmazie

Das Ebolavirus: Behandlungs- und Vorsorgemöglichkeiten dringend benötigt! (Foto: psdesign1/Fotolia)

Ebola-Medikamente

Was ist in der Pipeline?

Gegen die Virusinfektion Ebola, die sich derzeit in Afrika ausbreitet, gibt es bisher bekanntermaßen keine zugelassenen Medikamente – weder Impfstoffe noch Arzneimittel zur Behandlung. Aber die Forschung ist nicht untätig. Welche Pharma- und Biotech-Unternehmen und öffentlichen Forschungseinrichtungen derzeit an entsprechenden Entwicklungen arbeiten und auf welcher Stufe sich diese befinden, zeigt jetzt der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) auf seiner Webseite. ...mehr

Paracetamol in der Schwangerschaft: Eine neue Analyse verweist auf die Risiken. (Foto: Sket)

Nebenwirkungen in der Schwangerschaft

Paracetamol besser nur noch auf Rezept?

Paracetamol kommt in Deutschland sehr häufig zum Einsatz: Es ist günstig, ohne Rezept zu bekommen und darf auch während der Schwangerschaft genommen werden. Zu sorglos sollte mit dem Schmerzmittel allerdings nicht umgegangen werden, warnt Kay Brune, Pharmakologe an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit Jahren setzt er sich dafür ein, Paracetamol der Rezeptpflicht zu unterstellen. In einer Analyse haben Brune und Kollegen jetzt neue Forschungsergebnisse zusammengetragen. ...mehr

Schneller zum Heilmittel: auch für einen möglichen Ebola-Impfstoff soll der Orphan-Drug-Status die Zulassung beschleunigen. (Foto: ursule/Fotolia)

EMA ermutigt die Hersteller

Orphan-Drug-Status soll Entwicklung von Ebola-Medikamenten beschleunigen

Arzneimittel zur Prävention oder Behandlung lebensbedrohlicher Krankheiten, von denen maximal fünf von 10.000 Menschen in der EU betroffen sind, können als „Orphan Drugs“, also Medikamente gegen seltene Erkrankungen, eingestuft werden und dadurch ein vereinfachtes Zulassungsverfahren durchlaufen. Da diese Definition auf Medikamente und Impfstoffe gegen Ebola zutrifft, ermutigt die europäische Zulassungsbehörde EMA nun die Hersteller, für ihre Substanzen diesen Status zu beantragen. Das soll die Entwicklung von Impfstoffen und wirksamen Therapien beschleunigen. ...mehr

21.10.2014 Pharmazie

Antibiotika für Tiere haben auch Folgen für Menschen. (Foto: Bilderbox)

Antibiotika bei Tieren

Deutlicher Rückgang in Europa

Gute Nachrichten in Sachen Antibiotika-Einsatz bei Tieren: Ein Umsatzrückgang von 15 Prozent zwischen 2010 und 2012 lässt nach einem neuen Bericht der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) auf einen verantwortungsvolleren Umgang mit dieser sensiblen Produktgruppe in Europa schließen. ...mehr

20.10.2014 Pharmazie

Strukturierter Polypharmazie-Check – eine ärztliche, keine pharmazeutische Aufgabe? (Foto: apops/Fotolia)

Kommentar

Internistischer Polypharmazie-Check mit freundlicher Unterstützung von…

Auch die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin hat erkannt, dass die Menschen immer älter werden, folglich die Multimorbidität zunimmt und die Arzneimitteltherapie immer komplexer wird. Und weil die Behandlung mit Arzneimitteln zentraler Bestandteil der Inneren Medizin ist, sieht sich jetzt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin in der Pflicht, Haus- und Fachärzte in Sachen Arzneimitteltherapie-Management aktiv zu unterstützen. Ein Kommentar. ...mehr

Internistische Unterstützung für Medikationsanalyse. (Foto: grafikplusfoto/ Fotolia)

Multimorbide Patienten

Internisten wollen Kollegen bei Medikationsmanagement helfen

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat eine neue Arbeitsgruppe Arzneimitteltherapie-Management und Arzneimitteltherapie-Sicherheit gegründet. Eines der Ziele dieser neuen Arbeitsgruppe ist es, die medikamentöse Behandlung multimorbider Patienten durch Haus- und Fachärzte zu koordinieren. ...mehr

Die Pharmaforschung setzt einen starken Fokus auf Krebs. (Foto: Coloures-Pic/Fotolia)

Krebsforschung in den USA

Hunderte Mittel in der Pipeline

Amerikas biopharmazeutische Forschungsunternehmen entwickeln derzeit fast 800 neue Arzneimittel und Impfstoffe gegen Krebs. Dies zeigt ein neuer Bericht des Pharmaverbandes Pharmaceutical Research and Manufacturers of America (PhRMA). Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in den Vereinigten Staaten. ...mehr

18.10.2014 Pharmazie

(Fotos: scottchan, gena96 - Fotolia.com; Montage: DAZ/ekr)

DAZ.online Wochenschau

32 zusätzliche verbotene Substanzen und wenig zusätzlicher Nutzen

BtMG, COPD und UAW: Eine Neuauflage eines Fanta-4-Songs aus den 90er Jahren? Nein, die Themen dieser Woche. Mehr zu Erweiterung der Anlagen I und II des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG), den aktuellen Nutzenbewertungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) von Baldrian, Klistieren sowie einer UAW-Datendank der EMA, lesen Sie in unserer Wochenschau. MfG! ...mehr

17.10.2014 Pharmazie

Thalidomid - als Contergan verbreitete die Substanz Schrecken. Heute kommt sie wieder zum Einsatz, die WHO will dies gut dokumentiert wissen. (Bild: wikipedia.org)

Thalidomid

Gefahr erkannt, aber nicht gebannt

Ein neuer Bericht der WHO fordert eine klarere und bessere Diagnose von Geburtsschäden, die durch Thalidomid verursacht werden. In den 1960er Jahren als Mittel für Schwangere gegen morgendliche Übelkeit verschrieben, war das Medikament nach einer Epidemie von Geburtsschäden in ganz Europa verboten worden. Basierend auf neuen Forschungsergebnissen wird Thalidomid heute zur Behandlung von Hautveränderungen im Zusammenhang mit Lepra und bestimmten Krebsarten und Autoimmunerkrankungen eingesetzt. ...mehr

Baldrian und Pankreatitis: ein Kausalzusammenhang ist nicht wahrscheinlich (Foto: petrabarz/Fotolia)

Pankreatitis durch Baldrian

Kausalzusammenhang weder „sicher“ noch „wahrscheinlich“

Phytopharmaka, die Inhaltsstoffe aus Teufelskralle oder Baldrian enthalten, erhöhen signifikant das Risiko, eine akute Pankreatitis zu entwickeln. Das war das überraschende Ergebnis einer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geförderten Fall-Kontroll-Surveillance-Studie (FAKOS), die das pankreatotoxische Risiko verschiedener Arzneimittel quantifizieren sollte. Im Rahmen einer Veröffentlichung im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit wurde daraufhin vor einem sorglosen Einsatz von Phytopharmaka gewarnt. Bei der Firma Dr. Willmar Schwabe hält man einen Kausalzusammenhang allerdings für unwahrscheinlich. ...mehr

Das IQWiG ist mit dem Herstellerdossier zu Anoro nicht zufrieden - einen Zusatznutzen kann es nicht herleiten. (Foto: GSK)

Nutzenbewertung durch das IQWiG

Kein Zusatznutzen belegt für Umeclidinium

Der langwirksame Muscarinrezeptor-Antagonist Umeclidinium ist als Fixkombination mit Vilanterol (Anoro®) seit Mai 2014 für Erwachsene mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zugelassen. Das IQWiG kommt nun wegen der wenigen vorliegenden Daten zu dem Schluss, dass Umeclidinium bei mittlerem COPD-Schweregrad keine Vorteile gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie hat und keinen Zusatznutzen bietet. ...mehr

16.10.2014 Pharmazie

Vedolizumab soll wie TNF-alpha-Antagonisten gegen Entzündungsprozesse im Darm wirken. (Foto: Sebastian Kaulitzki/Fotolia)

Entzündliche Darmerkrankungen

Streit um Zusatznutzen von Vedolizumab

Vedolizumab (Entyvio®) ist ein neuer darmselektiver Integrin-Antagonist, der im Gastrointestinaltrakt Entzündungsprozesse unterbinden kann. Er wird zur Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa eingesetzt und soll besser verträglich sein als eine wegen ihrer Nebenwirkungen gefürchtete Therapie mit einem TNF-alpha-Antagonisten. Doch dem IQWiG fehlen Studien, die das belegen. ...mehr

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