25.01.2015 Spektrum

Rückblick auf die letzte Woche
(Foto: gavran333 - Fotolia.com)

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Mit einem Gruselpapier will GKV-Stackelberg einen Modernisierungsschub und landet damit in der Mottenkiste. Die GKV-Forderungen sind so daneben, dass sogar die ABDA umgehend aufschrie. Was nicht immer der Fall ist, wie ein Diefenbachscher Brief mit Kritik am ABDA-Präsidenten offenbart. Und während die Ärzte in der „Pille danach“ aus Apothekerhand den Untergang des Abendlandes sehen, bilden sich die Pharmazeuten pflichteifrig fort, auch wenn sich das Ergebnis nicht immer in Fernsehtests widerspiegelt. Die Kammertests zeigen, dass es besser ist als der Schein. Und, mein liebes Tagebuch, dunkle Wolken über dem Medikationsmanagement – das ziehen sich schon die Ärzte an Land. ...mehr

24.01.2015 Pharmazie

(Fotos: scottchan, gena96 - Fotolia.com; Montage: DAZ/ekr)

DAZ.online Wochenschau

Noch nicht rezeptfreie Pille danach, ruhende Zulassungen, gefährliche Impfungen

Pünktlich zum Wochenende hat die EMA eine Liste mit Hunderten von Arzneimitteln veröffentlicht, deren Zulassung auf Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) in Europa ruhen soll. Rechtlich verbindlich ist diese Empfehlung noch nicht. Rechtlich verbindlich ist auch nicht geklärt, ab wann welches Notfallkontrazeptivum ...mehr

23.01.2015 Pharmazie

BfArM-Dialog: Experten für klinische Prüfungen treffen sich heute in Bonn. (Foto: Scusi/Fotolia)

BfArM-Dialog

Experten für klinische Prüfungen tagen in Bonn

Bei der ersten Tagung in der Reihe der seit vielen Jahren gut etablierten Dialogveranstaltungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM-Dialog) im Jahr 2015 geht es heute um den großen Komplex „klinische Prüfung“. Wie wichtig das Thema ist, zeigt der enorme Zuspruch seitens der Experten aus Industrie, Universitäten, Kliniken und Verwaltung, die durch ihre zahlreichen Anmeldungen schon frühzeitig für „volles Haus“ in Bonn gesorgt haben. ...mehr

M. Bechterew, eine Form der Spondyloarthritis, führt unbehandelt zur Versteifung der Wirbelsäule. Physiotherapie könnte dem vorbeugen. (Foto: underdogstudios/Fotolia)

Pharmacon Schladming

Physiotherapie kann Antirheumatika sparen

In Deutschland leiden etwa 1,5 Millionen Menschen an entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Bei diesen Erkrankungen ist eine schnelle Diagnose essenziell, um die Therapie so früh wie möglich einzuleiten, bevor irreversible Gelenk- oder Wirbelveränderungen auftreten. Nicht selten kommen dabei Biologicals zum Einsatz – eine wirksame, aber auch kostenintensive Therapie. Wie Kosten sich möglicherweise reduzieren lassen könnten, erklärte Professor Ulf Müller-Ladner, Rheumatologe. ...mehr

22.01.2015 Pharmazie

Bei der Migränetherapie sollte immer die Höchstdauer beachtet werden. (Foto: goodluz/Fotolia)

Pharmacon

Migränetherapie: Auf die Höchstdauer achten!

Viele Menschen gehen bei Kopfschmerzen nicht zum Arzt, sondern kommen in die Apotheke. Das gilt auch für Migräne-Patienten. Deswegen haben Apothekerinnen und Apotheker bei der Migräne- und Kopfschmerztherapie ein großes Maß an Verantwortung, betont Professor Manfred Schubert-Zsilavecz. In vielen Fällen helfen OTC-Arzneimittel gegen Migräneattacken. Besonders wichtig ist dabei, dass bei Analgetika und Triptanen auf die Beschränkungen der Therapiedauer geachtet wird. ...mehr

21.01.2015 Pharmazie

Tödliche Nebenwirkungen im Tierversuch falsch interpretiert. (Foto: Vit Kovalcik/Fotolia)

Kommentar

Aufregung um einen vermeintlich tödlichen Impfstoff

Was für eine Schlagzeile: Auf Focus online war am Montag zu lesen „Neuer Wirkstoff weckt Zweifel: Sind Impfungen doch gefährlich?“ – noch dazu mit dem Übertitel „Tödliche Nebenwirkungen“. Das ist natürlich Wasser auf den Mühlen der Impfskeptiker und –gegner! Und es geht weiter: „Eine neue Meningitis-Impfung zeigte im Tierversuch tödliche Folgen“. Wie sind diese Aussagen zu bewerten? Ein Kommentar. ...mehr

Thromboembolie trotz ASS? Die Interaktion mit Ibuprofen könnte eine Rolle spielen. (Foto: Luk Cox/Fotolia)

Pharmacon Schladming

ASS protect und Ibuprofen: ein No-Go

Nach der hohen Wissenschaft der vergangenen Tage ging es am dritten Pharmacon-Tag in die „Niederungen der öffentlichen Apotheke“. Isabel Waltering aus Nottuln zeigte in ihrem Vortrag „AMTS bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ die vielfältigen Möglichkeiten, in der Apotheke die Arzneimitteltherapiesicherheit zu verbessern, beispielsweise durch das Aufdecken relevanter Interaktionen wie die zwischen Ibuprofen und niedrig dosiertem ASS. ...mehr

20.01.2015 Pharmazie

Barbara Steffens hat ein offenes Ohr für Belange der Arzeimittelsicherheit (Foto: MGEPA NRW; Panorama: thodonal/Fotolia).

Arzneimitteltherapiesicherheit

NRW mit fünf Modellprojekten vorn dabei

Polymedikation ist allgegenwärtig. Barbara Steffens, Gesundheitsministerin von Nordrhein-Westfalen, ist daher höchst zufrieden, dass in ihrem Bundesland das Thema AMTS einen hohen Stellenwert einnimmt. Sie selbst hat seine Bedeutung immer wieder hervorgehoben. Heute präsentierte die grüne Ministerin fünf Modellprojekte aus NRW, die aus ihrer Sicht „bundesweit wegweisend“ sind. ...mehr

Prof. Trenk: Schlaganfalls-Symptome bleiben oft verkannt (Foto: daz, Panorama: Bilderbox).

Schlaganfall

Fehlendes Wissen verhindert oft schnelle Hilfe

Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und der häufigste Grund für eine Behinderung im Erwachsenenalter. Trotzdem halten immer noch viele Menschen den Schlaganfall für nicht besonders gefährlich und kennen auch seine Symptome nicht. Hier könnten auch Apotheken einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung leisten, betonte Professor Dietmar Trenk auf dem Pharmacon in Schladming. ...mehr

Krankenhausapotheker Georg Engel ist Kammerpräsident in Mecklenburg-Vorpommern (Foto: tmb/DAZ)

Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern

Engel: Wohl des Patienten als gemeinsames Ziel

Dr. Dr. Georg Engel, der neue Präsident der Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern, der als erster Krankenhausapotheker in Deutschland ein solches Amt bekleidet, äußerte sich gegenüber DAZ.online in einem Statement zu seinen neuen Aufgaben. Engel erklärte, er sei sich der kritischen Fragen an seine Funktion als Krankenhausapotheker bewusst. Er sehe die Verpflichtung der Apotheken, „die Bevölkerung ordnungsgemäß mit Arzneimitteln zu versorgen“ als nicht teilbar an. ...mehr

19.01.2015 Pharmazie

Arzneimitteltherapie und Skifahren: Professor Ulrich Jaehde deckt während seines Vortrags ungeahnte Gemeinsamkeiten auf (Bild: daz).

Pharmacon Schladming

Von den Gemeinsamkeiten des Skifahrens und der Arzneimitteltherapie

Was haben das Skifahren und eine Arzneimitteltherapie gemeinsam? Mit dieser Frage startete Prof. Dr. Ulrich Jaehde, klinischer Pharmazeut aus Bonn, seinen Vortrag zum Thema „Arzneimitteltherapiesicherheit als gemeinsame Herausforderung“ im Wintersportort Schladming. Auf den ersten Blick ist dies nicht viel – doch sieht man genauer hin, findet man tatsächlich Gemeinsamkeiten. ...mehr

"Pille danach" rezeptfrei: Andreas Kiefer sieht kein Problem für Apotheken. (Foto ABDA)

„Pille danach“

Kiefer: Apotheker beraten schon immer

Schon bald werden Frauen die „Pille danach“ ohne Rezept in deutschen Apotheken erhalten. Dabei sollen sie selbstverständlich auch beraten werden. BAK-Präsident Dr. Andreas Kiefer erklärte gegenüber der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung, dass dies grundsätzlich kein Problem ist: „Wir beraten schon immer über eine große Zahl von Medikamenten. Das ist für die Apotheker nichts Neues“. Das sieht er auch im Nachtdienst oder in Notsituationen der Frauen nicht anders. ...mehr

17.01.2015 Pharmazie

((Fotos: scottchan, gena96 - Fotolia.com; Montage: DAZ/ekr)

DAZ.online-Wochenschau

„Pille danach“ – so geht es weiter

Auch diese Woche war sie das dominierende Thema, hinter dem vieles andere in den Hintergrund zu rücken schien: die „Pille danach“. Doch trotz der anhaltenden Diskussion ab wann und mit welchen Einschränkungen oder Auflagen Levonorgestrel und Ulipristalacetat ohne Rezept erhältlich sind, hat die Welt währenddessen nicht still gestanden. So verkündete beispielsweise der Pharmakovigilanzausschuss der europäischen Aufsichtsbehörde EMA seine langerwartete Empfehlung zu Ambroxol und Bromhexin. Und für das innovative Hepatitis-C-Präparat Olysio wurde bereits in der ersten Verhandlungrunde ein Erstattungsbeitrag vereinbart. Mehr dazu in unserer Wochenschau. ...mehr

16.01.2015 Pharmazie

Rote-Hand-Brief für neues Antibiotikum

Vorsicht mit Telavancin

Telavancin (Vibativ®) ist ein Lipoglykopeptid-Antibiotikum, das im September 2014 eingeführt wurde. Im Rahmen der Zulassung wurde der Hersteller Clinigen verpflichtet, über die Risiken von Telavancin zu informieren. Telavancin steht nur krankenhausversorgenden Apotheken zur Verfügung. ...mehr

Das britische National Health Service hat geprüft: Welche Krebsarzneimittel werden bezahlt? (Foto: xtock/Fotolia)

Großbritannien

Aufstockung und Einschnitte beim Krebsfonds

Ende August 2014 hatte der National England angekündigt, seinen Spezial-Fonds für Krebsarzneimittel (CDF) über zwei Jahre deutlich aufzustocken. Außerdem sollte der Expertenausschuss des CDF eine Reihe von Medikamenten, die zur Zeit auf der Liste stehen, neu bewerten und diejenigen mit dem geringsten klinischen Nutzen herausfiltern und gegebenenfalls aussortieren. Nun wurden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Re-Evaluierung vorgelegt. ...mehr

15.01.2015 Pharmazie

Mucosolvan®-Hersteller Boehringer nimmt Stellung zur PRAC-Empfehlung zu Ambroxol. (Bild: Boehringer Ingelheim)

Stellungnahme zur PRAC-Empfehlung

„Unsere Ambroxol-Präparate sind wirksam, sicher und gut verträglich"

Das Risiko, dass unter den Mukolytika Ambroxol oder Bromhexin schwere allergische Reaktionen auftreten, ist nicht auszuschließen, aber gering. So lautete das Fazit des Pharmakovigilanzausschuss der EMA (PRAC) nach Abschluss des Risikobewertungsverfahrens zu den beiden Wirkstoffen. Daher wird eine Anpassung der Packunsgbeilage empfohlen. Mit Boehringer Ingelheim hat nun einer der Zulassungsinhaber Stellung genommen. ...mehr

Können E-Zigaretten bei der Raucherentwöhnung helfen? (Foto: Sket/DAZ)

Raucherentwöhnung

Können E-Zigaretten helfen?

E-Zigaretten erfreuen sich bei Rauchern zunehmender Beliebtheit. Das Inhalat enthält in der Regel Nikotin, aber ohne die meisten Toxine, die ein Raucher üblicherweise mit normalem Zigarettenrauch zu sich nimmt. Ein aktueller Cochrane-Review geht der Frage nach, welche Rolle E-Zigaretten bei der Raucherentwöhnung spielen könnten. ...mehr

14.01.2015 Pharmazie

Valproat kann Entwicklungsstörungen beim Kind verursachen. Nach neuesten Erkenntnissen sogar dauerhaft. (Bild: Subbotina Anna/Fotolia)

Wegen Entwicklungsstörungen beim Kind

Valproat im gebärfähigen Alter nur noch letzte Wahl

Im November vergangenen Jahres hatte der Pharmakovigilanzausschuss (PRAC) der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) Einschränkungen zur Anwendung von Valproat bei weiblichen Jugendlichen und Frauen im gebärfähigen Alter empfohlen. Die Koordinierungsgruppe (CMDh) ist dem jetzt gefolgt und hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Empfehlungen umzusetzen. Damit sind sie in der gesamten EU rechtlich bindend. ...mehr

13.01.2015 Pharmazie

Das rezeptfreie Vaprino® soll auch für Kinder aus der Verschreibungspflicht entlassen werden. (Bild: Boehringer Ingelheim)

Ausschuss für Verschreibungspflicht

Vaprino bald auch für Kinder ab zwölf Jahren?

Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat heute die Entlassung des Wirkstoffs Racecadotril aus der Verschreibungspflicht für Kinder und Jugendliche befürwortet. Das teilt das Unternehmen Boehringer Ingelheim mit, das mit dem Durchfallpräparat Vaprino® ein Arzneimittel mit diesem Wirkstoff auf dem Markt hat. ...mehr

2014 gab es einen neuen Rekord an EMA-Empfehlungen für die Zulassung von Orphan Drugs. (Foto: intheskies/Fotolia)

Europäische Arzneimittel-Agentur

Neuer Rekord bei Orphan Drug-Empfehlungen

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat im letzten Jahr 17 Arzneimittel zur Zulassung für die Behandlung einer seltenen Krankheit empfohlen – so viele wie nie zuvor. Zu den im letzten Jahr empfohlenen Orphan Drugs gehörten das erste Medikament zur Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie (Translarna®) sowie die erste Behandlung für die erythropoetische Protoporphyrie, eine seltene Erbkrankheit, die Licht-Intoleranz verursacht (Scenesse®). ...mehr

12.01.2015 Pharmazie

Autoren der Ulmer Leptin-Studie (v.l.): Peter Gierschik, Martin Wabitsch, Klaus-Michael Debatin, Pamela Fischer-Posovszky, Barbara Möpps, Jan-Bernd Funcke. (Foto: Universitätsklinikum Ulm)

Endokrinologie

Rekombinantes Leptin-Analogon in Ulm erfolgreich eingesetzt

Mediziner der Universität Ulm haben bei einem dreijährigen adipösen Kind eine bisher unbekannte Mutation des Leptin-Gens entdeckt und eine erfolgreiche Therapie mit dem rekombinanten Leptin-Analogon Metreleptin begonnen. ...mehr

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