Pharmazie

Impfschutz schon für die Kleinsten - Novartis vermeldet Positives aus der Impfstoff-Division. (Foto: DAK)

Impfschutz schon für die Kleinsten - Novartis vermeldet Positives aus der Impfstoff-Division. (Foto: DAK)

Meningitis-Impfstoff

Novartis erhält EU-Zulassung für Bexsero

Basel - Der Pharmakonzern Novartis hat von der EU-Kommission die Marktzulassung für Bexsero zur Imfpung gegen Meningokokken-B-Erkrankungen (MenB) erhalten. Die Zulassung gilt für Patienten aller Altersgruppen, einschließlich der Hauptrisikogruppe der Säuglinge ab einem Alter von zwei Monaten, teilte Novartis mit. Ziel sei, Bexsero dem europäischen Markt so bald wie möglich zur Verfügung zu stellen.

Nach der heutigen Zulassung werden die EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit einer Aufnahme von Bexsero in die nationalen Impfprogramme und die Möglichkeit der Kostenübernahme prüfen, heißt es seitens des Schweizer Unternehmens. Novartis habe hierzu bereits Kontakt mit den Regierungen aufgenommen, die an einer raschen Einführung des Impfstoffs interessiert seien.

Andrin Oswald, Division Head, Novartis Vaccines and Diagnostics, freut sich über die erfolgte Zulassung: „Jedes Jahr sterben Tausende Kinder vor den Augen ihrer Eltern durch MenB oder erleiden schwere Behinderungen durch diese zerstörerische Krankheit. Dank der 20-jährigen engagierten Arbeit vieler Fachleute sind wir dem Ziel, diesem Leid ein Ende zu setzen, heute nähergekommen als je zuvor".

Bei MenB handelt es sich um eine bakterielle Infektion. Sie sind die Hauptursache von Meningitis (Hirnhautentzündung) in Europa – insbesondere bei Säuglingen. Obwohl sie selten ist, ist die Erkrankung sehr gefürchtet. Sie kann rasch und ohne Vorwarnung gesunde Personen treffen. Hinzu kommt, dass sie wegen ihrer grippeähnlichen Symptome im Frühstadium häufig fehldiagnostiziert wird. So setzt die Behandlung oft zu spät ein. Die Folgen: Etwa eine von zehn erkrankten Personen stirbt trotz intensivmedizinischer Behandlung, und rund einer von fünf Überlebenden trägt lebenslange schwere Behinderungen – etwa Hirn- oder Gehörschäden davon.

Kirsten Sucker-Sket / 22.01.2013, 09:10 Uhr

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