Pharmazie

Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer, riet, die Anforderung der neuen Apothekenbetriebsordnung „zwar zügig, aber gleichwohl besonnen“ umzusetzen. (Foto: DAZ/Sket)

Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer, riet, die Anforderung der neuen Apothekenbetriebsordnung „zwar zügig, aber gleichwohl besonnen“ umzusetzen. (Foto: DAZ/Sket)

Eröffnung Pharmacon Meran

Fink: Apotheker müssen den Wert ihrer Arbeit transparent machen

Meran - Anlässlich der Eröffnung des 50. Pharmacon-Fortbildungskongresses in Meran forderte die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Erika Fink, die Apotheker auf, die freie und Heilberuflichkeit zu leben und für die Gesellschaft erlebbar zu machen.

In der neuen Apothekenbetriebsordnung werde die Heilberuflichkeit der Apotheker gestärkt, unter anderem durch den neuen Paragraph 20, der die Information und Beratung ganz klar als Aufgabe des Apothekers beschreibe. Zwar dürfe der Apotheker diese Leistung auch an nicht-approbiertes pharmazeutisches Personal delegieren, er müsse aber schriftlich festhalten, in welchen Fällen ein Apotheker hinzuzuziehen sei. Dies sei mitnichten „überflüssige Bürokratie“, sondern Ausdruck der Wertschätzung des Expertenwissens der Apotheker.

Zur Frage der geforderten Honorarerhöhung blieb Fink im Ungefähren: „Die Politik sieht die Notwendigkeit des Handelns, auch wenn klare Aussagen noch ausstehen.“ Es gebe aber Signale, dass die Apothekerhonorare erhöht würden.

Fink riet, die Anforderung der neuen Apothekenbetriebsordnung „zwar zügig, aber gleichwohl besonnen“ umzusetzen. Wer vorher ein guter Apotheker war, werde durch die neuen Vorschriften nicht über Nacht zu einem schlechten.

Anschließend an die Rede von Erika Fink erläuterte der Journalist, Talkshow-Moderator und Theologe Peter Hahne in einem äußerst eloquenten Vortrag, „mit welchen Werten wir aus der Krise kommen“. Er appellierte, die Werte und Traditionen, die den europäischen Kulturraum groß gemacht haben, nicht zu vergessen. Dann werde Europa auch aus der aktuellen Krise finden. Im Wirtschaftsleben müssten Werte wie Anstand und Vertrauen wieder ihren früheren Stellenwert einnehmen.

 

Den Festvortrag bei der Eröffnung des Pharmacons hielt der Journalist, Talkshow-Moderator und Theologe Peter Hahne: "Nur die Wahrheit zählt!  - Mit welchen Werten wir aus der Krise kommen."

Dr. Benjamin Wessinger / 04.06.2012, 13:58 Uhr

Kommentare:

Winfried Meyer sagt:
16.06.2012 15:52

zu Dr.Diefenbach in aktueller DAZ.online :
http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/politik/news/2012/06/15/diefenbach-unzufriedenheit-mit-abda-riesengross/7497.html

... und DAS war bereits vor 10 Jahren ! :
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pol1_48_2003

WER von den "Protestlern" aktualisiert die HEUTE rechts- und prozessgegenständlichen Namen im Umfeld von Teuhand-e.V.-Deutscher-Apotheker , nicht zu verwechseln mit Treuhand-GmbH ?

charlottasommer sagt:
06.06.2012 20:18

Frau Fink stand wohl schon lang nicht mehr hinterm Tresen. Anders kann ich mir solche Äußerungen nicht erklären. Ich lade Sie gerne zu einem Praktikumstag zu mir in die Apotheke ein. Die erste Oktoberwoche, wenn die AOK den Relaunch der neuen Rabattverträge durchführt, wäre eine willkommene Woche..ich brauche noch eine zusätzliche Kraft, nach dem ich 3 Stellen kürzen musste durch das AMNOG. P.S.: Hochmut kommt immer vor dem Fall, werte Kollegin!

Reinhard Rodiger sagt:
04.06.2012 19:01

Sehr geehrte Frau Fink,

vielen Dank für die Klarstellung zur Ursache der jetzigen Misere .
Denn Sie stellen klar,

1) dass die politische Anerkennung des Apothekerberufs nicht die
Aufgabe der Apothekerkammer ist.

2) dass wir zwar über Nacht nicht unsere beruflichen Fähigkeiten
verlieren,sondern nur nicht angemessen bezahlt werden müssen.

3) der Beruf in eine Art Bewährungshaftstrafe umgewandelt wird.


Wer hat die Aufgabe,für die politische Anerkennung zu sorgen?
Die Hütte brennt und unsere "Vertreter" nehmen das Löschwasser
zum Baden.Ich hoffe,das stört noch viele.


Mit freundlichen Grüssen

Reinhard Rodiger

Gunnar Müller / Detmold sagt:
04.06.2012 18:52

Nach dieser Bankrott-Erklärung unserer amtierenden BAK-Präsidentin fühle ich mich bestätigt in meiner Auffassung, die Dinge selber in die Hand zu nehmen.

Wer unterstützt mich bei der Durchführung meiner Unterschriftenaktion "Ich bin für den Erhalt der wohnortnahen Apotheke !" ?

www.apothekerprotest.de

Heilberufler sagt:
04.06.2012 16:18

Müssen ist ein Sperrwort!
Richtig wäre folgende Schlagzeile:

ABDA MACHT DEN WERT DER APOTHEKERLICHEN
ARBEIT TRANSPARENT!!!

Solange diese Signale aus Sankt Moritz oder Meran nicht kommen, können wir noch lange auf eine dringend notwendige
Honararerhöhung warten!

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