Pharmazie

Der AMK-Vorsitzende Martin Schulz setzt auf weiterhin aufmerksame Pharmazeuten. (Foto: ABDA)

Der AMK-Vorsitzende Martin Schulz setzt auf weiterhin aufmerksame Pharmazeuten. (Foto: ABDA)

Arzneimittelrisiken

Apotheken melden mehr als 8.100 Verdachtsfälle

Berlin - Im Jahr 2011 bearbeitete die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) 8.122 Meldungen aus Apotheken. Wie die ABDA heute mitteilte, bezog sich rund ein Viertel aller Meldungen auf Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen einschließlich Missbrauchsverdacht von Arzneimitteln. Die AMK-Mitarbeiter bearbeiteten letztes Jahr zudem 3.300 Anfragen zur Arzneimitteltherapiesicherheit.

Professor Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK, dankte den Apothekerinnen und Apothekern für ihr Engagement und ihre zahlreichen Meldungen. Er betonte, dass Apotheker mit den Meldungen an die AMK einen bedeutenden Beitrag zum Schutz der Patienten leisten: „Meldungen von Verdachtsfällen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen, Arzneimittelmissbrauch oder Qualitätsmängel dienen der zuverlässigen Versorgung mit sicheren und hochwirksamen Arzneimitteln. Bisher unbekannte Risiken für Patienten können schneller erkannt und abgewehrt werden“, so Schulz. 

Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Meldungen an die AMK zwar leicht gesunken – allerdings hatte diese 2010 mit 8.322 Meldungen ihren Höchststand erreicht. 2009 zählte die AMK 7.400 Meldungen, 2001 waren es fast nochmals fast 1.000 weniger.

Die Meldungen werden an die Bundesoberbehörden bzw. Landesbehörden und die pharmazeutischen Hersteller weitergeleitet. Zur Information der Apotheken veröffentlichte die AMK 144 Chargenrückrufe bzw. -überprüfungen. 37 dieser Chargenrückrufe gingen auf Meldungen zurück, die aus Apotheken kamen. 

Kirsten Sucker-Sket / 18.01.2012, 12:03 Uhr

Kommentare:

Drinhaus sagt:
18.01.2012 22:14

Interessant wäre eine Aufteilung der Meldungen in Einzelapotheken, Großversender und ausländische Versender (die zu Lasten der GKV nach Deutschland liefern).

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