Pharmazie

Leipziger Pharamziestudierende demonstrieren  gegen die geplante Schließung ihres Instituts. (Foto: FSR BioPharm Leipzig)

Leipziger Pharamziestudierende demonstrieren gegen die geplante Schließung ihres Instituts. (Foto: FSR BioPharm Leipzig)

Bundesverband der Pharmaziestudierenden

BPhD gegen Schließung des Instituts für Pharmazie in Leipzig

Leipzig - In einer öffentlichen Stellungnahme kritisiert der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland e.V. (BPhD) die geplante Schließung des Instituts für Pharmazie an der Universität in Leipzig.

In der vom Pressevertreter Tobias Köpcke verbreiteten Stellungnahme heißt es: „Unserer Meinung nach kann es nicht sein, dass aufgrund von Kosteneinsparungen der gesamte Studiengang Pharmazie, welcher für ein solides Gesundheitswesen sehr wichtig ist, einfach geschlossen werden soll.“ Nach der Schließung des Instituts in Leipzig könnte der Freistaat Sachsen keine Apotheker mehr ausbilden. Der bereits jetzt zunehmende Mangel an Apothekern in Sachsen würde dadurch noch schneller wachsen. Sächsische Abiturienten, die Pharmazie studieren wollten, müssten sich an den anderen Instituten in Deutschland bewerben; dort würden bei größeren Bewerberzahlen auch die Wartefristen auf einen Studienplatz länger. 

Der BPhD kritisiert die geplante Schließung auch mit Blick auf den demografischen Wandel und sieht bei einem Mangel von Apothekern die flächendeckende Arzneimittelversorgung in Gefahr. Er appelliert an die entsprechenden Stellen, ihre Planung noch einmal gründlich zu überdenken und gemeinsam mit den Leipziger Studierenden eine für alle Seiten zufrieden stellende Lösung zu erarbeiten. Lesen Sie dazu auch: Fachschaft: Ausbau statt Schließung!

Dr. Wolfgang Caesar / 19.12.2011, 10:34 Uhr

Kommentare:

Nassr Sakaly sagt:
07.02.2012 15:05

Ich bin Apotheker.

framo sagt:
20.12.2011 10:19

Dummheit stirbt nie aus!
Gerade hat der Bundestag ein Landärzteförderungsgesetz beschlossen. Es ist aber eine uralte Lebenserfahrung. Aufs Land geht man nicht hin, da kommt man her. Auch und vor allem als Artzt oder Apotheker. Schon am Dialekt der Alten scheitern "Zugezogene". Wer Landapotheker und -ärzte haben will, muß jungen Leuten von Land, oder genauer aus dem (Bundes-)land ein wohnortnahes Studium ermöglichen . Alle Flächenländer (Brandenburg mit Berlin mittendrin ist die Ausnahme) haben das erkannt und halten eine akademische Ausbildungsstätte vor.
Alle? Nicht alle! Ein kleines, sich besonders "helle" dünkendes Bergvolk ist viiel schlauer als alle anderen. Liegt vielleicht auch daran, daß das Führungspersonal der Leipziger Uni komplett mehr...

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