Pharmazie

(Foto: Helios Kliniken)

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Renale Denervation

Mit Nervenverödung gegen zu hohen Blutdruck

Wenn der Blutdruck bei einem Patienten trotz drei Antihypertensiva und mehr nicht auf die Zielwerte zu senken ist, sind die therapeutischen Möglichkeiten bislang begrenzt. Einen Ausweg könnte die renale Denervation bieten, bei der durch gezielte Verödung von Nervenfasern für die Hypertonie mitverantwortliche Zusammenspiel zwischen Nieren und Sympathikus unterbrochen wird.

In der aktuellen Ausgabe der Deutschen Apotheker Zeitung stellen Mediziner des Universitätsklinikums Bonn diese neue minimal-invasive, katheterbasierte Behandlungsoptionvor, mit der in bisherigen Studien eine Blutdrucksenkung von durchschnittlich 32/14 mmHg erzielt werden konnte. Die Autoren sehen eine Indikation für die renale Denervation bei Patienten, die trotz einer optimalen medikamentösen Therapie mit drei und mehr  unterschiedlichen, synergistisch wirkenden Antihypertensiva einen systolischen Blutdruck von ≥ 160 mmHg (bzw. ≥ 150 mmHg bei Diabetes mellitus Typ 2) aufweisen. Bei eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 45 ml/min) sollte die Methode nicht angewendet werden.

Lesen Sie dazu:

Nähle C,  Düsing R, Werner, N, Wilhelm K,  Schild H: Renale Denervation – Neue Option bei therapierefraktärer Hypertonie. DAZ 2011, Nr. 50, S. 74-79

Dr. Doris Uhl / 14.12.2011, 15:00 Uhr

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