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Belatacept (Nulojix®) ist zur Prophylaxe einer Transplantatabstoßung bei Erwachsenen indiziert, die eine Nierentransplantation erhalten haben. (Foto: horizont21 - Fotolia.com)

Belatacept (Nulojix®) ist zur Prophylaxe einer Transplantatabstoßung bei Erwachsenen indiziert, die eine Nierentransplantation erhalten haben. (Foto: horizont21 - Fotolia.com)

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Immunsuppressivum Belatacept

München - Belatacept (Nulojix®) ist in Kombination mit Corticoiden und Mycophenolsäure zur Prophylaxe einer Transplantatabstoßung bei Erwachsenen indiziert, die eine Nierentransplantation erhalten haben.

Belatacept ist eine Weiterentwicklung von Abatacept, das bereits in der Rheumatologie zugelassen ist. Das lösliche Fusionsprotein wird mittels rekombinanter DNA-Technologie aus Ovarialzellen des chinesischen Hamsters gewonnen. Belatacept wirkt als selektiver T-Zell-Kostimulationsblocker. Es bindet an CD80 und CD86 auf antigenpräsentierenden Zellen. Dadurch blockiert Belatacept die CD28-vermittelte Kostimulation von T-Zellen und verhindert deren Aktivierung. Aktivierte T-Zellen sind die vorwiegenden Transmitter der Immunantwort gegen die transplantierte Niere. Belatacept, eine modifizierte Form von CTLA-4-Ig, bindet CD80 und CD86 stärker als das ursprüngliche CTLA-4-Molekül, von dem es abstammt.

Die Zulassung basiert auf den Phase-III-Studien BENEFIT und BENEFIT-EXT. Hier hatte es die gleiche Effektivität wie Ciclosporin in einer Kombinationstherapie mit Mycophenolat, Steroiden und Basiliximab.

Belatacept wird in einer Dosis von 10 mg/kg Körpergewicht intravenös infundiert, und zwar am Tag der Transplantation vor der Implantation (Tag 1) sowie an den Tagen 5, 14, 28, Ende der Woche 8 und Woche 12 nach der Transplantation; dann alle vier Wochen, beginnend am Ende der Woche 16 nach der Transplantation. Für die Induktionstherapie wird empfohlen, dem auf Belatacept-basierten Therapieregime einen Interleukin-2-Rezeptorantagonisten (z. B. Basiliximab) hinzuzufügen.

Unter der Therapie mit Belatacept kann es häufiger zu einer Post-Transplantations-Lymphoproliferationsstörung (PTLD) kommen als unter Ciclosporin-Gabe. Transplantatempfänger, die seronegativ bezüglich dem Epstein-Barr-Virus (EBV) sind, haben ein höheres PTLD-Risiko als EBV-positive Patienten. Daher ist Belatacept bei Transplantatempfängern kontraindiziert, die seronegativ bezüglich des Epstein-Barr-Virus (EBV) sind oder deren Serostatus unbekannt ist.

Belatacept ist gut verträglich. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen zählen Infektionen wie Harnwegsinfektionen, Infektionen des oberen Respirationstrakts, Zytomegalovirus-Infektion und Bronchitis sowie Störungen der Blutbildung wie Anämie und Leukopenie. Patienten, die Immunsuppressiva, einschließlich Belatacept, erhalten, haben ein erhöhtes Risiko für Malignome, einschließlich Hautkrebs. Daher sollte die Exposition gegenüber Sonnenlicht und ultraviolettem (UV) Licht durch das Tragen von schützender Kleidung und durch die Verwendung einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor begrenzt werden.

Quelle: Fachinformation zu Nulojix®, Bristol-Myers Squibb, Stand Juni 2011.

Dr. Bettina Hellwig / 31.08.2011, 09:00 Uhr

Kommentare:

Dr. Bettina Hellwig sagt:
01.09.2011 09:35

Sehr geehrter Herr K.,

bei dem oben stehenden Bericht zu Belatacept handelt es sich um eine Zusammenfassung der offiziellen Fachinformation.

Diese Zusammenfassung erscheint auch in der Beilage "Neue Arzneimittel". Der wissenschaftliche Berater ist schon seit mehr als zehn Jahren Herr Professor Dr. Mutschler und er liest nach wie vor jede Ausgabe gründlich gegen.

Ich denke, damit ist die von Ihnen geforderte Seriosität ausreichend vorhanden.

Mit freundlichen Grüßen,
B. Hellwig

Peter k. sagt:
01.09.2011 09:17

Sehr geehrte Frau Dr. Hellwig,

wenn Sie mit den Veröffentlichungen/Werbungen in diesem Stil weitermachen, dann kann ich Sie leider nicht mehr ernstnehmen.
Wieder einmal erweisen Sie sich als Lakaie der Pharmaindustrie. Zum wiederholten Male: Das ist kein adäquater Journalismus für eine Apothekerzeitung.
Ein Blick in die Pharmazeutischen Nachrichten täte da ganz gut. Dort wird Belatacept objektiv bewertet und es ist mir als Apotheker möglich, diesen neuen Arzneistoff einigermaßen einzuordnen.Wo bleibt Ihr Ehrgeiz, uns umfassend und seriös über Neuentwicklung zu informieren? Nur Werbebroschüren der Anbieter zu kopieren, kann doch wohl nicht Ihr Anspruch sein? Mit herzlichem Gruß

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