Pharmazie

Neue Diagnosekriterien sollen die Frühdiagnose und damit auch die Therapiechancen bei rheumatoider Arthritis verbessern. (Foto:© Laurin Rinder - Fotolia.com)

Neue Diagnosekriterien

Frühe Diagnose soll Chancen bei Rheuma verbessern

Stuttgart - Die Chancen, die Gelenkzerstörung im Rahmen einer rheumatoiden Arthritis aufzuhalten, sinken mit zunehmender Dauer der entzündlichen Prozesse und späterem Beginn einer Therapie. Um so wichtiger ist eine frühzeitige Diagnose. Ein neuer Kriterienkatalog soll dabei helfen.

Das therapeutische Fenster für einen optimalen Therapiebeginn ist 12 bis 16 Wochen nach Krankheitsbeginn „offen“. Oft jedoch gehen Patienten innerhalb dieser Zeitspanne nicht zum Arzt. Sei es, dass die Beschwerden nur leicht sind oder als „Alterserscheinung“ angesehen werden, sei es aus Angst vor der Diagnose. Auch nach einem Arztbesuch vergeht häufig noch Zeit bis zu einer Diagnose oder Überweisung an einen Rheumatologen. Eine intensivere Diagnostik, konsequentere Verlaufskontrolle, frühzeitigere Überweisung und weniger Abwarten würde die Lebensqualität vieler Patienten verbessern. Aber Realität in Deutschland ist: Der Zeitraum vom Beginn der Erkrankung bis zur Erstvorstellung beim Rheumatologen beträgt durchschnittlich 21 Monate.  In der aktuellen Ausgabe der DAZ wird ein neuer, von einem Forschungsteam des American College of Rheumatology (ACR) und der European League Against Rheumatism (EULAR) erarbeiteteter Kriterien-Katalog vorgestellt. Er ermöglicht eine frühere Diagnose und gibt ­damit Betroffenen Hoffnung auf eine bessere Prognose.

Reuter H, Schramm M: Neue Klassifikationskriterien für die rheumatoide Arthritis.
DAZ 2010; Nr. 34, S.64 - 68

 

Hans Reuter/ Martina Schramm/ DAZ / 25.08.2010, 13:03 Uhr

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