Pharmazie

Häufiger Stress kann sich langfristig offenbar negativ auf die Gehirnleistung auswirken. (Foto: taunus BKK)

Häufiger Stress kann sich langfristig offenbar negativ auf die Gehirnleistung auswirken. (Foto: taunus BKK)

Lebensstil

Stress fördert die Entstehung einer Demenz

Stress wirkt sich auf vielfältige Weise negativ auf die Gesundheit aus - akut und auch langfristig, wie schwedische und amerikanische Forscher nun zeigen konnten. Ihrer Aussage nach erhöht häufiger Stress das Risiko für die Entwicklung einer Demenz.

Aus Tierversuchen war bereits bekannt, dass Stress die Entstehung einer Demenz begünstigt und auch den Krankheitsverlauf beeinflusst. Nun hat ein Team um Lena Johansson von der Universität Göteborg dies im klinischen Versuch bestätigt. Die Wissenschaftler werteten die Daten von 1.415 Frauen aus, die seit den 1960er Jahren im Rahmen einer Langzeitstudie regelmäßig untersucht und befragt wurden. Bis zum Jahr 2003 hatten 161 der Frauen eine Demenz entwickelt.

Wie sich nun zeigte, waren Frauen, die häufig über Stress berichtet hatten, besonders betroffen. Hatten sie nur einmal angegeben, unter Stress zu leiden, war ihr Demenzrisiko gegenüber Frauen ohne Stress in der Dokumentation um etwa 10 Prozent erhöht. Stressangaben bei zwei bzw. drei Befragungen waren mit einem 73 bzw. 151 Prozent höheren Demenzrisiko verbunden.

Die Studienautoren erhoffen sich von dem Befund ein besseres Verständnis für die Entstehung von Demenzerkrankungen. Sie sehen darin allerdings keinen Grund, generell mit Hinweis auf eine Demenz vor Stress zu warnen.

 

Quelle: Johansson, L. et al.: Brain 2010;  133(8): 2217-2224

 

Dr. Beatrice Rall / 24.08.2010, 11:30 Uhr

Kommentare:

Bisher keine Kommentare vorhanden.

Kommentar abgeben:

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

 

 

Sie können die News auch als RSS-Feed abonnieren:

RSS-Feed Tagesnews Alle

RSS-Feed Tagesnews Pharmazie

Hier finden Sie weitere Informationen zum RSS-Feed der DAZ.online.