Pharmazie

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Krebsrisiko von Sartanen

BfArM sieht positives Nutzen-Schaden-Verhältnis

Stuttgart - Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist darauf hin, dass es das Nutzen-Schaden-Verhältnis der Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten (Sartane) derzeit insgesamt als positiv einstuft. Patienten, die diese Arzneistoffe einnehmen, sollten die Einnahme nicht ohne vorherige Beratung mit ihrem behandelnden Arzt beenden. Sie sollten auch ärztlichen Rat zu allen Fragen über die Fortführung oder Änderung der Behandlung mit Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten einholen.

Nach der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat nun auch das BfArM auf die im Juli in Lancet Oncology veröffentlichte Metaanaylse von Siphal et al. reagiert, die auf ein leicht erhöhtes Krebsrisiko unter Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten (Sartanen) hingedeutet hatte. Nach Ansicht des BfArM haben die Ergebnisse dieser Analyse aufgrund verschiedener methodischer Schwächen nur eine begrenzte Aussagekraft und bedürfen der weiteren Abklärung. Für die in Deutschland zugelassenen Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten Candesartan, Eprosartan, Irbesartan, Losartan, Olmesartan, Telmisartan und Valsartan sieht das BfArM derzeit ein positives Nutzen-Schaden-Verhältnis. Zusammen mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bewertet das BfArM derzeit die aktuellen Studienergebnisse und wird über den Fortgang der Beratungen weiter informieren.

Zum Weiterlesen:

Angiotensin-II-Rezeptorblocker - Erhöhtes Krebsrisiko unter Sartanen? DAZ 25/2010 S. 30 – 31

Dr. Doris Uhl / 05.08.2010, 13:56 Uhr

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