Pharmazie

Bittermelonen scheinen ein krebspräventives Potenzial zu besitzen. (Foto: www.Fotolia.com)

Krebsforschung

Bittermelone hemmt Wachstum von Brustkrebszellen

Saint Louis - Extrakte aus Bittermelone werden schon seit längerem im Zusammenhang mit Diabetes diskutiert. Neue Labordaten sprechen Momordica charantia nun einen hemmenden Effekt auf das Wachstum von Brustkrebszellen zu.

An der Universität Saint Louis wurden zwei humane Brustkrebszell-Linien sowie primäre epitheliale Milchdrüsenzellen mit Bittermelonenextrakt behandelt. In der Folge ging die Proliferation der Zellen signifikant zurück, gleichzeitig wurde die Apoptoserate gesteigert. Weiterführende Untersuchungen der Zellen erbrachten, dass der Bittermelonenextrakt verschiedene Signaltransduktionswege in den Zellen modulierte. Die Studienautoren schließen daraus, dass Bittermelonenextrakt als Nahrungsergänzung zur Prävention von Brustkrebs geeignet sein könnte. Für konkrete Empfehlungen reicht die Datenlage allerdings nicht aus. So müssen weitere Studien gemacht werden, um den genauen Wirkmechanismus des Extrakts auf die Zellen zu entschlüsseln. Weiterhin fehlen Studien, die den Effekt quantifizieren sowie klinische Studien.

 

Quelle: Ray, T. et al.: Cancer Res., DOI: 10.1158/0008-5472.CAN-09-3438


Dr. Beatrice Rall / 04.03.2010, 07:00 Uhr

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