Pharmazie

Hilfe für Frauen mit der Diagnose Brustkrebs soll ein neuer Patientenratgeber bieten. (Foto: National Cancer Institute)

Brustkrebs

Erste Patientenleitlinie wird vorgestellt

Berlin - Jetzt wird die erste nationale Patientenleitlinie zum Thema Brustkrebs auf dem Deutschen Krebskongress vom 24. bis 27. Februar 2010 in Berlin vorgestellt. Sie behandelt die Ersterkrankung an Brustkrebs und DCIS (duktales Karzinom in situ, englisch: ductal carcinoma in situ), einer Sonderform des Brustkrebses.

Der Ratgeber entstand auf Basis der interdisziplinären Stufe-3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms und übersetzt die medizinisch-wissenschaftlichen Behandlungsempfehlungen in eine für Laien verständliche Sprache. Sie bringt betroffene Frauen in allgemeinverständlicher Form auf den aktuellen medizinischen Stand.

Mit der Leitlinie zur Ersterkrankung an Brustkrebs sollen betroffene Frauen einen fachlich fundierten Begleiter erhalten, der ihnen nach der Diagnosestellung hilft, die medizinischen Hintergründe zu verstehen. Die Leitlinie informiert über Behandlungsmöglichkeiten und Beratungsangebote und bietet Ratschläge für mögliche Probleme in Familie, Partnerschaft und am Arbeitsplatz sowie für eine gesunde Lebensführung. Sie stärkt die Patientenkompetenz und will dazu beitragen, die Kommunikation zwischen der an Brustkrebs erkrankten Frau und den behandelnden Ärzten zu verbessern.

Jährlich erkranken rund 57.000 Frauen neu an Brustkrebs. Die Diagnose ist für die Patientinnen, die Angehörigen und Freunde ein Schock. Je nach Größe des Tumors und dem Krankheitsstadium können Operationen, eine Chemo-, eine Hormon- und Antikörpertherapie und/oder Bestrahlungen erforderlich sein. Betroffene sollten sich genügend Zeit nehmen, Informationen einzuholen - seriöse Informationen, die im Einklang mit den wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen stehen.

Die Patientenleitlinie Brustkrebs ist Bestandteil des "Leitlinienprogramms Onkologie" der Deutschen Krebsgesellschaft, der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und der Deutschen Krebshilfe. An der Erstellung waren Vertreter von allen relevanten medizinischen Fachgesellschaften und Vertreter von Selbsthilfeorganisationen beteiligt. Die Leitlinie bietet auf ihrem Themengebiet die derzeit umfangreichste und aktuellste Zusammenstellung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse.

 

Quelle: Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, 18. Februar 2010.

Dr. Bettina Hellwig / 26.02.2010, 11:20 Uhr

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