24.10.2014 Spektrum

Berliner Erklärung zu Hepatitis C: Zeit zu handeln! (Foto: filipefrazao bzw. THesIMPLIFY/Fotolia )

Berliner Erklärung

Hepatitis C: Zeit zu handeln

Anlässlich der Europäischen Konferenz zu Hepatitis C und Drogengebrauch in Berlin wurde die sogenannte Berliner Erklärung der europaweit agierenden „Hepatitis C Initiative“ – ein Zusammenschluss von Organisationen, Netzwerken und Gesundheitsinstituten – vorgestellt. Die zentrale Botschaft: „Hepatitis C ist ein großes globales Gesundheitsproblem. Es ist Zeit zu handeln!“ Handlungsbedarf sehen die Akteure sowohl in Sachen Prävention und Früherkennung als auch beim Zugang zur Behandlung. ...mehr

24.10.2014 Pharmazie

Der zuständige Ausschuss bei der EMA hat neue Zulassungsempfehlungen ausgesprochen. (Logo: EMA)

Zulassungsempfehlung

Drei neue Wirkstoffe

In seiner Oktobersitzung hat das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur für drei neue Wirkstoffe Zulassungsempfehlungen ausgesprochen. ...mehr

Die meisten Menschen entscheiden sich gegen eine Grippe-Impfung. (Foto: GSK, A.Raths/Fotolia)

Grippeschutzimpfung

Viel Ansprache, wenig Interesse

Mit der kalten Jahreszeit steht auch die Grippe-Saison vor der Tür. Wer sich gegen Influenza impfen lassen möchte, sollte dies bald tun: Oktober und November gelten als bester Zeitraum dafür. Laut einer Umfrage von GlaxoSmithKline (GSK) unter 200 Allgemeinmedizinern erinnern 94 Prozent der Ärzte ihre Patienten an die Grippeschutzimpfung. Auf offene Ohren stoßen sie damit aber offenbar nicht. In einer Umfrage der Krankenkasse BKK Mobil Oil lehnten 80 Prozent derjenigen, die sich vergangenes Jahr nicht impfen ließen, eine Impfung auch in dieser Saison ab. ...mehr

Fieber und Schmerzen in der Schwangerschaft müssen behandelt werden. Im letzten Drittel wird nur Paracetamol empfohlen. (Foto: goodluz/Fotolia)

Kommentar

Übeltäter Paracetamol!?

Paracetamol hat eine geringe therapeutische Breite und ist wegen seiner Lebertoxizität zu Recht gefürchtet, keine Frage. Schon bei mehr als acht Tabletten à 500 mg pro Tag drohen Leberschäden bis hin zum Leberversagen. Aber nicht nur deshalb wird immer wieder gefordert, Paracetamol der Verschreibungspflicht zu unterstellen. Ein Kommentar von Doris Uhl. ...mehr

22.10.2014 Pharmazie

Das Ebolavirus: Behandlungs- und Vorsorgemöglichkeiten dringend benötigt! (Foto: psdesign1/Fotolia)

Ebola-Medikamente

Was ist in der Pipeline?

Gegen die Virusinfektion Ebola, die sich derzeit in Afrika ausbreitet, gibt es bisher bekanntermaßen keine zugelassenen Medikamente – weder Impfstoffe noch Arzneimittel zur Behandlung. Aber die Forschung ist nicht untätig. Welche Pharma- und Biotech-Unternehmen und öffentlichen Forschungseinrichtungen derzeit an entsprechenden Entwicklungen arbeiten und auf welcher Stufe sich diese befinden, zeigt jetzt der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) auf seiner Webseite. ...mehr

Paracetamol in der Schwangerschaft: Eine neue Analyse verweist auf die Risiken. (Foto: Sket)

Nebenwirkungen in der Schwangerschaft

Paracetamol besser nur noch auf Rezept?

Paracetamol kommt in Deutschland sehr häufig zum Einsatz: Es ist günstig, ohne Rezept zu bekommen und darf auch während der Schwangerschaft genommen werden. Zu sorglos sollte mit dem Schmerzmittel allerdings nicht umgegangen werden, warnt Kay Brune, Pharmakologe an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit Jahren setzt er sich dafür ein, Paracetamol der Rezeptpflicht zu unterstellen. In einer Analyse haben Brune und Kollegen jetzt neue Forschungsergebnisse zusammengetragen. ...mehr

Schneller zum Heilmittel: auch für einen möglichen Ebola-Impfstoff soll der Orphan-Drug-Status die Zulassung beschleunigen. (Foto: ursule/Fotolia)

EMA ermutigt die Hersteller

Orphan-Drug-Status soll Entwicklung von Ebola-Medikamenten beschleunigen

Arzneimittel zur Prävention oder Behandlung lebensbedrohlicher Krankheiten, von denen maximal fünf von 10.000 Menschen in der EU betroffen sind, können als „Orphan Drugs“, also Medikamente gegen seltene Erkrankungen, eingestuft werden und dadurch ein vereinfachtes Zulassungsverfahren durchlaufen. Da diese Definition auf Medikamente und Impfstoffe gegen Ebola zutrifft, ermutigt die europäische Zulassungsbehörde EMA nun die Hersteller, für ihre Substanzen diesen Status zu beantragen. Das soll die Entwicklung von Impfstoffen und wirksamen Therapien beschleunigen. ...mehr

21.10.2014 Pharmazie

Antibiotika für Tiere haben auch Folgen für Menschen. (Foto: Bilderbox)

Antibiotika bei Tieren

Deutlicher Rückgang in Europa

Gute Nachrichten in Sachen Antibiotika-Einsatz bei Tieren: Ein Umsatzrückgang von 15 Prozent zwischen 2010 und 2012 lässt nach einem neuen Bericht der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) auf einen verantwortungsvolleren Umgang mit dieser sensiblen Produktgruppe in Europa schließen. ...mehr

20.10.2014 Pharmazie

Strukturierter Polypharmazie-Check – eine ärztliche, keine pharmazeutische Aufgabe? (Foto: apops/Fotolia)

Kommentar

Internistischer Polypharmazie-Check mit freundlicher Unterstützung von…

Auch die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin hat erkannt, dass die Menschen immer älter werden, folglich die Multimorbidität zunimmt und die Arzneimitteltherapie immer komplexer wird. Und weil die Behandlung mit Arzneimitteln zentraler Bestandteil der Inneren Medizin ist, sieht sich jetzt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin in der Pflicht, Haus- und Fachärzte in Sachen Arzneimitteltherapie-Management aktiv zu unterstützen. Ein Kommentar. ...mehr

Internistische Unterstützung für Medikationsanalyse. (Foto: grafikplusfoto/ Fotolia)

Multimorbide Patienten

Internisten wollen Kollegen bei Medikationsmanagement helfen

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat eine neue Arbeitsgruppe Arzneimitteltherapie-Management und Arzneimitteltherapie-Sicherheit gegründet. Eines der Ziele dieser neuen Arbeitsgruppe ist es, die medikamentöse Behandlung multimorbider Patienten durch Haus- und Fachärzte zu koordinieren. ...mehr

Die Pharmaforschung setzt einen starken Fokus auf Krebs. (Foto: Coloures-Pic/Fotolia)

Krebsforschung in den USA

Hunderte Mittel in der Pipeline

Amerikas biopharmazeutische Forschungsunternehmen entwickeln derzeit fast 800 neue Arzneimittel und Impfstoffe gegen Krebs. Dies zeigt ein neuer Bericht des Pharmaverbandes Pharmaceutical Research and Manufacturers of America (PhRMA). Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in den Vereinigten Staaten. ...mehr

18.10.2014 Pharmazie

(Fotos: scottchan, gena96 - Fotolia.com; Montage: DAZ/ekr)

DAZ.online Wochenschau

32 zusätzliche verbotene Substanzen und wenig zusätzlicher Nutzen

BtMG, COPD und UAW: Eine Neuauflage eines Fanta-4-Songs aus den 90er Jahren? Nein, die Themen dieser Woche. Mehr zu Erweiterung der Anlagen I und II des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG), den aktuellen Nutzenbewertungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) von Baldrian, Klistieren sowie einer UAW-Datendank der EMA, lesen Sie in unserer Wochenschau. MfG! ...mehr

17.10.2014 Pharmazie

Thalidomid - als Contergan verbreitete die Substanz Schrecken. Heute kommt sie wieder zum Einsatz, die WHO will dies gut dokumentiert wissen. (Bild: wikipedia.org)

Thalidomid

Gefahr erkannt, aber nicht gebannt

Ein neuer Bericht der WHO fordert eine klarere und bessere Diagnose von Geburtsschäden, die durch Thalidomid verursacht werden. In den 1960er Jahren als Mittel für Schwangere gegen morgendliche Übelkeit verschrieben, war das Medikament nach einer Epidemie von Geburtsschäden in ganz Europa verboten worden. Basierend auf neuen Forschungsergebnissen wird Thalidomid heute zur Behandlung von Hautveränderungen im Zusammenhang mit Lepra und bestimmten Krebsarten und Autoimmunerkrankungen eingesetzt. ...mehr

Baldrian und Pankreatitis: ein Kausalzusammenhang ist nicht wahrscheinlich (Foto: petrabarz/Fotolia)

Pankreatitis durch Baldrian

Kausalzusammenhang weder „sicher“ noch „wahrscheinlich“

Phytopharmaka, die Inhaltsstoffe aus Teufelskralle oder Baldrian enthalten, erhöhen signifikant das Risiko, eine akute Pankreatitis zu entwickeln. Das war das überraschende Ergebnis einer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geförderten Fall-Kontroll-Surveillance-Studie (FAKOS), die das pankreatotoxische Risiko verschiedener Arzneimittel quantifizieren sollte. Im Rahmen einer Veröffentlichung im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit wurde daraufhin vor einem sorglosen Einsatz von Phytopharmaka gewarnt. Bei der Firma Dr. Willmar Schwabe hält man einen Kausalzusammenhang allerdings für unwahrscheinlich. ...mehr

Das IQWiG ist mit dem Herstellerdossier zu Anoro nicht zufrieden - einen Zusatznutzen kann es nicht herleiten. (Foto: GSK)

Nutzenbewertung durch das IQWiG

Kein Zusatznutzen belegt für Umeclidinium

Der langwirksame Muscarinrezeptor-Antagonist Umeclidinium ist als Fixkombination mit Vilanterol (Anoro®) seit Mai 2014 für Erwachsene mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zugelassen. Das IQWiG kommt nun wegen der wenigen vorliegenden Daten zu dem Schluss, dass Umeclidinium bei mittlerem COPD-Schweregrad keine Vorteile gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie hat und keinen Zusatznutzen bietet. ...mehr

16.10.2014 Pharmazie

Vedolizumab soll wie TNF-alpha-Antagonisten gegen Entzündungsprozesse im Darm wirken. (Foto: Sebastian Kaulitzki/Fotolia)

Entzündliche Darmerkrankungen

Streit um Zusatznutzen von Vedolizumab

Vedolizumab (Entyvio®) ist ein neuer darmselektiver Integrin-Antagonist, der im Gastrointestinaltrakt Entzündungsprozesse unterbinden kann. Er wird zur Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa eingesetzt und soll besser verträglich sein als eine wegen ihrer Nebenwirkungen gefürchtete Therapie mit einem TNF-alpha-Antagonisten. Doch dem IQWiG fehlen Studien, die das belegen. ...mehr

Die UAW-Datenbank der EMA hält auch Informationen zu nationalen Zulassungen bereit. (Foto: Henry Schmitt/Fotolia)

Öffentliche UAW-Datenbank der EMA

Erweiterung auf nationale Zulassungen gestartet

Die Europäische Arzneimittel-Agentur stellt auf ihrer öffentlichen Webseite www.adrreports.eu neuerdings auch Meldungen über Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW) mit national zugelassenen Arzneimitteln bereit. Zunächst betrifft dies 1700 Wirkstoffe. Bislang waren auf der Internetseite, die 2012 gelaunched wurde, nur UAW-Berichte über zentral zugelassene Präparate enthalten. ...mehr

15.10.2014 Pharmazie

Die Datenlage rechtfertigt nicht, Stents nach Schlaganfall pauschal zu verteufeln, sagen die Fachgesellschaften. 
(Bild: magraphics.eu/Fotolia)

Datenlage reicht nicht

Fachgesellschaften kritisieren IQWiG-Gutachten zu intrakraniellen Stents

Vergangene Woche hatte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) seine Bewertung des Nutzens intrakranieller Stents nach Schlaganfall veröffentlicht: Die Stenteinlage schneide hinsichtlich des Endpunkts Schlaganfall im Vergleich zur rein medikamentösen Behandlung schlechter ab und diesem Nachteil stehe in anderen Punkten kein Vorteil gegenüber. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie und andere medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften üben jetzt Kritik. ...mehr

Neue Hepatitis C-Wirkstoffe setzen sich durch. 
(Foto: THesIMPLIFY/Fotolia)

Insight Health-Analyse

Hepatitis C: Neue Wirkstoffe setzen sich durch

In der Therapie der Hepatitis C setzen sich die neuen HCV-Proteasehemmer wie Sofosbuvir und Simeprevir schnell durch. Nach einer GKV-Rezeptdatenanalyse des Gesundheitsdienstleisters Insight Health verdrängen beide Substanzen die bislang eingesetzten Wirkstoffe Boceprevir und Telaprevir. Allein Sofosbuvir hat diese bislang gängigen Sustanzen in den ersten drei Monaten seit seiner Einführung nach Anzahl der Verordnungen deutlich überholt. ...mehr

14.10.2014 Pharmazie

Statt phosphathaltiger Klistiere sind bei Verstopfung Zäpfchen mit Glycerol eine Option bei Kindern. (Bild: marchibas/Fotolia)

Risiko schwerer Hyperphosphatämien

Keine phosphathaltigen Klistiere bei Säuglingen

Aktuelle Fallmeldungen weisen darauf hin, dass trotz Anwendungsbeschränkung immer wieder phosphathaltige Klistiere bei kleinen Kindern eingesetzt werden. Vor allem wohl aus Unkenntnis der Risiken, wie die AKdÄ vermutet. ...mehr

13.10.2014 Pharmazie

Ein Aktionsbündnis setzt sich für die Verbreitung von Medikationsplänen ein. (Foto: B. Piereck/Fotolia)

Aktionsbündnis in Baden-Württemberg

Sichere Arzneimittelanwendung durch Medikationsplan

Die Vorteile eines Medikationsplans liegen auf der Hand, auch der Politik ist seine Bedeutung für die Patienten mittlerweile bewusst. Doch im Alltag ist die Hilfe für Patienten mit Polymedikation noch nicht überall angekommen. Im Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg will dies nun das „Aktionsbündnis Sichere Arzneimittelanwendung“ ändern. Ziel ist es, gerade ältere Bürger der Region für Probleme in der Arzneimittelanwendung zu sensibilisieren, sie zu informieren und ihnen Hilfen an die Hand zu geben. ...mehr

12345678910  …  nächste