04.03.2015 Politik

Versandverbot für die „Pille danach“ – ja oder nein? (Bild: WoGi/Fotolia)

DAZ.online-Umfrage

Versandverbot für die OTC-„Pille danach“?

Diesen Freitag wird der Bundesrat nicht nur über die Freigabe von Levonorgestrel- und Ulipristalacetat-haltigen Notfallkontrazeptiva aus der Verschreibungspflicht entscheiden, sondern auch darüber, ob es für die OTC-„Pille danach“ hierzulande ein Versandhandelsverbot geben wird oder nicht. Was halten Sie von einem solchen Verbot? Machen Sie mit bei unserer Umfrage! ...mehr

04.03.2015 Pharmazie

Cannabis aus der Apotheke - eine Medizin, die bislang nur wenigen Menschen zuteil wird. (Foto: William Casey/fotolia.com)

Cannabis als Medizin

382 Patienten können Cannabis kaufen

Derzeit verfügen 382 Personen über eine Ausnahmeerlaubnis zum Erwerb von Cannabis zur Anwendung im Rahmen einer medizinisch betreuten und begleiteten Selbsttherapie. Von diesen derzeit gültigen Ausnahmeerlaubnissen hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte 360 für den Erwerb von Medizinal-Cannabis-Blüten und 25 für den Erwerb von Cannabis-Extrakt erteilt. Drei Patienten haben die Erlaubnis zum Erwerb beider Varianten. ...mehr

03.03.2015 Pharmazie

Antidot auf dem Weg: Der erste Zulassungsantrag für ein spezifisches Gegenmittel zu einem nicht Vitamin-K-bezogenen oralen Antikoagulans ist eingereicht. (Foto: Boehringer Ingelheim)

Beschleunigtes Prüfverfahren

Zulassung für Dabigatran-Antidot beantragt

Die neuen oralen Antikoagulanzien sind wohl nur noch schwer aus Therapie und Prophylaxe von thromboembolischen Ereignissen wegzudenken. Sie sind mittlerweile für eine Reihe von Indikationen zugelassen, vereinzelt wurde im Rahmen der frühen Nutzenbewertung sogar ein Zusatznutzen bescheinigt. Kritisiert wurde jedoch immer das Fehlen eines spezifischen Antidots. Das könnte sich demnächst ändern. Dabigatran-Hersteller Boehringer Ingelheim hat die Zulassung für das Dabigatran-spezifische Antidot Idarucizumab beantragt. ...mehr

Ein weiteres Hepatitis-C-Medikament wird der frühen Nutzenbewertung unterzogen. (Foto: Business wire bzw. THesIMPLIFY/Fotolia)

IQWiG bewertet Hepatitis-C-Kombipräparat

Harvoni: Zusatznutzen für bestimmte Patienten

Zur Behandlung der chronischen Hepatitis C stehen immer mehr Arzneimittel zur Verfügung. Seit November 2014 ist auch Gileads Wirkstoffkombination Ledipasvir+Sofosbuvir auf dem Markt. Das IQWiG kam nun zu dem Ergebnis, dass Harvoni® für bestimmte Patienten einen „Anhaltspunkt“ für einen „nicht quantifizierbaren“ Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bietet. ...mehr

02.03.2015 Pharmazie

Ambroxol-haltige Hustensäfte werden häufig bei Kindern eingesetzt. Das Nutzen-Risiko-Profil stand auf dem Prüfstand.
(Foto: detailblick/Fotolia.com)

CMDh folgt PRAC-Empfehlung

Ausschuss stimmt Änderung der Ambroxol-Packungsbeilage zu

Das europäische Risikobewertungsverfahren zu Ambroxol und Bromhexin geht in die nächste Runde. Nachdem der Pharmakovigilanzausschuss der EMA (PRAC) im Januar empfohlen hatte, in den Produktinformationen auf das Risiko schwerer allergischer Reaktionen hinzuweisen, ist die Coordination Group for Mutual Recognition and Decentralised Procedures (CMDh) nun dieser Empfehlung gefolgt. Stimmt im nächsten Schritt die EU-Kommission ebenfalls zu, sind die Änderungen rechtskräftig und müssen von den Mitgliedstaaten umgesetzt werden. ...mehr

28.02.2015 Pharmazie

(Fotos: scottchan, gena96 - Fotolia.com; Montage: DAZ/ekr)

DAZ.online Wochenschau

Rote Karte für MMS, grünes Licht für Pille danach, Probleme mit Genuair

Die rezeptfreie „Pille danach“ kommt, muss aber für eine Erstattung verordnet werden. Infliximab-Biosimilars sind da, dürfen aber nicht ausgetauscht werden. Die Wundermittel MMS und MMS2 wurden nach langer Diskussion endlich vom BfArM als Arzneimittel eingestuft und sollen vom Markt. Genuair-Inhalatoren werden bei COPD eingesetzt, doch viele Patienten scheinen Probleme mit diesen Pulverinhalatoren zu haben. Mehr dazu in unserer Wochenschau. ...mehr

27.02.2015 Pharmazie

Informierten über Gute Substitutionspraxis und die Folgen: Dr. Thomas Friedrich und Prof. Dr. Theo Dingermann. (Foto: Müller-Bohn)

Arzneimittelaustausch im Apothekenalltag

Neue Trends bei Retaxationen

Die jüngsten Entwicklungen zu Retaxationen beim Arzneimittelaustausch und der wissenschaftliche Hintergrund zur Guten Substitutionspraxis waren die Themen bei zwei Veranstaltungen am Dienstag in Kiel und am Mittwoch in Hamburg. Jeweils etwa 200 Teilnehmer besuchten die Informationsabende des Apothekerverbandes Schleswig-Holstein und des Hamburger Apothekervereins mit Geschäftsführer Dr. Thomas Friedrich und Prof. Dr. Theo Dingermann. ...mehr

26.02.2015 Pharmazie

Das BfArM hat MMS als bedenkliches Präsentationsarzneimittel eingestuft. (Foto: Sket)

„Wundermittel“ als Arznei eingestuft

MMS sind jetzt offiziell bedenklich

Nach zahlreichen Warnungen unter anderem von Behörden und durch die Medien wird jetzt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aktiv: Es hat zwei „Miracle Mineral Supplement“-Produkte als zulassungspflichtige und bedenkliche Arzneimittel eingestuft. Es bestehe der begründete Verdacht, erklärt die Behörde, dass die Produkte bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen haben, die über ein vertretbares Maß hinausgehen. ...mehr

Laut Hersteller Eisai könnte Fycompa vielen Patienten helfen. In Deutschland ist es aber nur unter erschwerten Bedingungen erhältlich (Bild: Eisai).

Epilepsie und AMNOG

Gefährdet die Nutzenbewertung die Patientenversorgung?

Mit Perampanel (Fycompa®) ist im letzten Jahr nach Retigabin (Trobalt®) das zweite neue Antiepileptikum an den Hürden der frühen Nutzenbewertung gescheitert. In der Lesart des Herstellers Eisai, aber auch von Patientenverbänden, wird Tausenden Patienten ein hilfreiches Medikament vorenthalten. Und Vertreter von Fachgesellschaften wittern beim Gemeinsamen Bundesausschuss „methodischen Dogmatismus“. Sie fordern eine Überarbeitung des derzeitigen Prozederes. ...mehr

Alle gleich oder nur ähnlich? Neue Infliximab-Präparate sind zwar identisch, aber nicht austauschbar. (Foto: nbiebach/Fotolia.com)

Remicade-Biosimilars im Markt

Inflectra und Remsima: identisch, aber nicht austauschbar

Der Patentschutz des monoklonalen TNF-alfa-Antikörpers Infliximab (Remicade®) ist zum 15. Februar 2015 ausgelaufen. Ein schon 2013 von der EU zugelassenes Biosimilar, entwickelt von der südkoreanischen Firma Celltrion, ist inzwischen unter den Handelsnamen Remsima® (Mundipharma) und Inflectra® (Hospira) auf dem deutschen Markt. Das wirft Fragen zur Austauschbarkeit auf. ...mehr

Ginkgo bei Demenz: bestimmte Patientengruppen scheinen zu profitieren. (Bild: Wolfilser/Fotolia)

Besser als Placebo

Ginkgo kann Demenz-Patienten helfen

Die Therapiemöglichkeiten für Demenzerkrankungen sind nach wie vor unbefriedigend. Im besten Fall lässt sich durch eine pharmakologische Intervention mit einem Acetylcholinesterase-Hemmer oder mit dem nicht-kompetitiven NMDA-Antagonisten Memantin das Fortschreiten der Erkrankung verzögen, eine Heilung ist nicht möglich. Seit vielen Jahren kontrovers diskutiert wird in diesem Zusammenhang die Effektivität eines Spezialextraktes aus den Blättern von Ginkgo biloba (EGb 761). Die pharmazeutische Biologin Dr. Kristina Jenett-Siems hat die Datenlage gesichtet. ...mehr

25.02.2015 Pharmazie

Schutz vor HIV: Eine Pille von Gilead soll helfen. (Foto: Jezper/Fotolia)

Prä-Expositions-Prophylaxe

Studie: Truvada beugt HIV-Infektion vor

Eine Pille täglich kann vor einer HIV-Infektion schützen – darauf lassen die Ergebnisse der britischen PROUD-Studie (Pre-exposure Option für reducing HIV in the UK: immediate or deferred) schließen. Danach hatten die Studienteilnehmer – Männer, die Sex mit Männern haben –, die das HIV-Arzneimittel Arzneimittel täglich einnahmen, ein um 86 Prozent geringeres Risiko, sich zu infizieren. ...mehr

Ebola-Virus: Weitere Forschung ist nötig. (Foto: psdesign1/Fotolia)

Studie mit Ebola-Arzneimittel

Ermutigende Ergebnisse mit Favipiravir

Eine klinische Studie mit dem experimentellen Ebola-Medikament Favipiravir im westafrikanischen Guinea hat ermutigende Resultate hervorgebracht. Jedenfalls bei Patienten, die die Behandlung mit einer hohen oder moderaten Viruslast starteten und die noch keine viszeralen Läsionen entwickelt hatten. Dies teilt die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ mit. ...mehr

24.02.2015 Pharmazie

Beim Genuair-Inhaler werden häufig Mängel an die AMK gemeldet. (Bild: Almirall)

Genuair-Inhalator

Bei Reklamation die Inhalationstechnik prüfen

Bei Inhalatoren vom Typ Genuair® werden laut einer aktuellen Meldung der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) verhältnismäßig häufig Mängel gemeldet. Das Problem scheint chargenunabhängig zu bestehen und betrifft in der Mehrzahl der Fälle den Auslösemechanismus des Inhalators. Die durchgeführten Untersuchungen ließen, so die AMK, den Schluss zu, dass ein Teil der Patienten nicht in der Lage ist, den zur Auslösung notwendigen Atemzugstrom aufzubringen. Die Ursache sei unklar. ...mehr

21.02.2015 Pharmazie

(Fotos: scottchan, gena96 - Fotolia.com; Montage: DAZ/ekr)

DAZ.online-Wochenschau

Zusatznutzen: von beträchtlich bis nicht vorhanden

Erstmalig in der Geschichte der Nutzenbewertung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) einem Wirkstoff einen beträchtlichen Zusatznutzen bescheinigt, für andere Substanzen hingegen hatte die Beurteilung durch den G-BA einen weniger guten Ausgang. Welche Präparate das waren sowie weitere News aus der Apothekerwelt, zum Beispiel den aktuellen Stand der Diskussion um ein Versandhandelsverbot für die „Pille danach“, lesen Sie in unserer Wochenschau. ...mehr

20.02.2015 Pharmazie

Reduktion statt Abstinenz: das Therapieprinzip von Nalmefen. Der G-BA sieht jedoch keinen Zusatznutzen. (Bild: anmaro - Fotolia.com)

Geeignete Daten fehlen

G-BA: Kein Zusatznutzen für Nalmefen

Seit Februar 2013 steht für erwachsene alkoholabhängige Patienten mit Nalmefen (Selincro®) medikamentöse Hilfe zu Verfügung, den Alkoholkonsum zu reduzieren. Wie alle neu zugelassenen Wirkstoffe musste sich auch dieses Präparat der frühen Nutzenbewertung unterziehen. Diese ist jetzt abgeschlossen, gestern hat der G-BA seine Bewertung veröffentlicht. Das Resultat: Ein Zusatznutzen ist nicht belegt. ...mehr

Faktor-Xa-Inhibitor Apixaban: geringer Zusatznutzen zur Initialbehandlung tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien. (Bild: Luk_cox - fotolia.com)

Frühe Nutzenbewertung

Zum dritten Mal Zusatznutzen für Apixaban

Nach den Indikationen „Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern“ sowie „Prophylaxe venöser Thromboembolien bei nach elektiven Hüft- oder Kniegelenksersatzoperationen“ hat der G-BA Apixaban für ein weiteres Anwendungsgebiet einen geringen Zusatznutzen attestiert: für die Initial-Behandlung und Rezidivprophylaxe von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien. ...mehr

Hanf besitzt ein großes pharmakologisches Potenzial. Seine Erforschung ist immer wieder für Überraschungen gut. (Foto: Picture Partners/Fotolia)

Neurologie des Hungers

Cannabis macht hungrig – und trickst sogar eine Appetitbremse aus

Cannabis ist nicht nur eine bekannte Rauschdroge, sondern auch eine der am besten erforschten Arzneidrogen. Die Pharmakologie seiner Wirkstoffe gibt noch immer Rätsel auf. Jetzt fanden Forscher in den USA ein Paradoxon, das sie elegant auflösten. ...mehr

19.02.2015 Pharmazie

Der G-BA hat einem Wirkstoff im Rahmen der frühen Nutzenbewertung erstmalig einen erheblichen Zusatznutzen zugesprochen. (Foto: drubig-photo/Fotolia)

Premiere in der frühen Nutzenbewertung

G-BA bestätigt Propranolol „erheblichen“ Zusatznutzen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat einem Wirkstoff im Rahmen der frühen Nutzenbewertung erstmalig einen erheblichen Zusatznutzen attestiert: Propranolol (Hemangiol®) zur Behandlung von Säuglingen mit proliferativen infantilen Hämangiomen (Blutschwämmchen), die eine systemische Therapie erfordern. Bei einer von drei Patientengruppen könne Propranolol eine Heilung der Erkrankung herbeiführen, teilte der G-BA mit. ...mehr

Prof. Dingermann spricht weiter für den BAK-Wissenschaftsbeirat. (Foto: Robert Kneschke - Fotolia.com bzw. DAZ)

Professor Dingermann bleibt Sprecher

BAK beruft Wissenschafts-Beirat neu

Die Bundesapothekerkammer hat ihren Wissenschaftlichen Beirat neu berufen. Wie die ABDA mitteilt, wurde Prof. Dr. Theodor Dingermann erneut zum Sprecher des Beirats gewählt. Bis 2018 werden die Berufenen aus verschiedenen Fachrichtungen der Pharmazie unter anderem die Bundesapothekerkammer (BAK) wissenschaftlich beraten. „Die Ideen und Impulse des Wissenschaftlichen Beirats sind für uns unersetzbar“, erklärte BAK-Vizepräsident Thomas Benkert. ...mehr

18.02.2015 Pharmazie

Bionorica-Chef Prof. Dr. Michael A. Popp setzt darauf, dass die Politik ihre Ankündigungen zu Cannabis-Arzneimitteln wahr macht. (Foto: Bionorica)

Diskussion um Cannabis in der Medizin

Bionorica beantragt Zulassung für Cannabis-Fertigarzneimittel

Beflügelt von der Debatte um den breiteren Einsatz von Medizinalhanf hat der Phytohersteller Bionorica beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ein Zulassungsdossier für ein Fertigarzneimittel auf Cannabisbasis eingereicht. Nun setzt das Unternehmen aus Neumarkt auf eine Entscheidung noch in diesem Jahr. ...mehr

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