27.01.2015 Pharmazie

Alles ok mit Blister und Arzneiform? Falls nicht, ist es ein Fall für die AMK. (Foto: g215/Fotolia)

AMK-Zahlen zu Auffälligkeiten

So viele Meldungen an die AMK wie noch nie

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) hat ihre Zahlen aus dem Jahr 2014 veröffentlicht. Danach gab es im vergangenen Jahr insgesamt 8832 Spontanberichte zu Qualitätsmängeln und unerwünschten Wirkungen. Die bisherige Höchstzahl aus dem Jahre 2012 wurde damit um 373 Meldungen übertroffen. Sie stammen aus 4797 verschiedenen Apotheken. Somit hat fast ein Viertel aller deutschen Apotheken Auffälligkeiten an die AMK weitergegeben. ...mehr

27.01.2015 Pharmazie

Das arznei-telegramm hält nur die Levonorgestrel-haltige "Pille danach" für eine rezeptfreie Abgabe geeignet (Bild:Sket).

Rezeptfreie „Pille danach“

arznei-telegramm befürwortet nur Freigabe von Levonorgestrel

Der genau Termin ist zwar noch nicht bekannt, dass aber demnächst sowohl die Levonorgestrel- (Pidana®) als auch die Ulipristalacetat-haltige (Ellaone®) „Pille danach“ rezeptfrei erhältlich sein wird, steht fest. Nun hat sich auch das arznei-telegramm in seiner Januar-Ausgabe zu der Thematik geäußert. Bei dem unabhängigen Informationsdienst ist man der Meinung, dass sich nur Levonorgestrel als rezeptfreies Notfallkontrazeptivum eignet. ...mehr

Krebs-Studie: Einfach „Schicksal“ oder auch selbstverschuldet? (Foto: psdesign1/Fotolia)

Krebs

„Schicksal“ oder auch selbstverschuldet?

Kann der Einzelne wirklich nicht viel tun, damit ihn der Krebs nicht „erwischt“? Eine solche Schlussfolgerung wurde in einem unlängst veröffentlichten wissenschaftlichen Bericht über die Ursachen von Krebs gezogen, der in den Medien einen erheblichen „Widerhall“ ausgelöst hat. In einer Erklärung hat sich auch die Internationale Agentur für die Erforschung von Krebs zu Wort gemeldet: Sie übt harsche Kritik an der Publikation und betont die Wichtigkeit und den Nutzen der Prävention. ...mehr

26.01.2015 Pharmazie

Hauptsache Creme: lipo- oder hydrophil spielt für die Austauschbarkeit keine Rolle. (picsfive/Fotolia)

Pharmacon Schladming

„Pharmazeutische Bedenken sind ein Muss...“

...und keine Wahlmöglichkeit, denn bestehen bei der Abgabe eines Arzneimittels Bedenken, darf es laut Apothekenbetriebsordnung nicht abgegeben werden.“ Mit dieser Botschaft entließ Professor Rolf Daniels, pharmazeutischer Technologe aus Tübingen, die Zuhörer am Morgen des letzten Kongresstages aus dem Saal. Zuvor hatte er in seinem Vortrag an zahlreichen Beispielen Probleme beim Austausch nach Rabattverträgen geschildert. ...mehr

Schon wieder GMP-Mängel in Indien. (Foto: tomer turjeman/Fotolia)

GMP-Mängel in Indien

Dieses Mal ist es der Wirkstoffhersteller Wockhardt

Schon wieder ist ein indischer Wirkstoffhersteller nach GMP-Überwachungen mit einem Importstopp von Wirkstoffen in die EU belegt worden. Diesmal geht es um die Firma Wockhardt und deren Fertigungsstätte in Chikaltharna in Aurangabad. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA ist dort bei einer Inspektion im November 2013 einigen schwerwiegenden Ungereimtheiten auf die Schliche gekommen und hatte in der europäischen EudraGMPD Datenbank einen entsprechenden Non-Compliance-Bericht hinterlegt. Auch eine weitere Begehung im September des letzten Jahres brachte offenbar keine zufriedenstellende Besserung. Nun ist Schluss mit Exporten in die EU. ...mehr

In der Kieler Uniklinik ist ein hartnäckiger Keim festgestellt worden. (Bild: Marco2811/Fotolia)

Experten kommen zur Hilfe

Multiresistenter Keim an Kieler Uniklinik

Nachdem am Wochenende bekannt geworden war, dass am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) bei mehreren Patienten ein multiresistentes Bakterium nachgewiesen wurde, ist nun ein Expertenteam aus Frankfurt am Main am Kieler Campus eingetroffen. Die Fachleute sollen das Klinikum mit ihrer Expertise im Kampf gegen den gramnegativen Acinetobacter baumannii, der gegen vier Antibiotikagruppen resistent ist (4 MRGN), unterstützen. ...mehr

Martin Schulz: Die AMK wird im Fall der Fälle zeitnah informieren. (Foto: Sket)

Manipulierte Studien

AMK: EU-Kommissions-Entscheid abwarten

Am Freitag empfahl die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) das Ruhen mehrerer hundert EU-Zulassungen. Für Apotheken und Patienten ändere sich aber vorerst nichts, erklärte daraufhin der AMK-Vorsitzende Prof. Dr. Martin Schulz. „Darüber, ob tatsächlich weitere Arzneimittel vom Markt genommen werden sollen, muss zunächst die Europäische Kommission entscheiden.“ ...mehr

24.01.2015 Pharmazie

(Fotos: scottchan, gena96 - Fotolia.com; Montage: DAZ/ekr)

DAZ.online Wochenschau

Noch nicht rezeptfreie Pille danach, ruhende Zulassungen, gefährliche Impfungen

Pünktlich zum Wochenende hat die EMA eine Liste mit Hunderten von Arzneimitteln veröffentlicht, deren Zulassung auf Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) in Europa ruhen soll. Rechtlich verbindlich ist diese Empfehlung noch nicht. Rechtlich verbindlich ist auch nicht geklärt, ab wann welches Notfallkontrazeptivum ...mehr

23.01.2015 Pharmazie

BfArM-Dialog: Experten für klinische Prüfungen treffen sich heute in Bonn. (Foto: Scusi/Fotolia)

BfArM-Dialog

Experten für klinische Prüfungen tagen in Bonn

Bei der ersten Tagung in der Reihe der seit vielen Jahren gut etablierten Dialogveranstaltungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM-Dialog) im Jahr 2015 geht es heute um den großen Komplex „klinische Prüfung“. Wie wichtig das Thema ist, zeigt der enorme Zuspruch seitens der Experten aus Industrie, Universitäten, Kliniken und Verwaltung, die durch ihre zahlreichen Anmeldungen schon frühzeitig für „volles Haus“ in Bonn gesorgt haben. ...mehr

M. Bechterew, eine Form der Spondyloarthritis, führt unbehandelt zur Versteifung der Wirbelsäule. Physiotherapie könnte dem vorbeugen. (Foto: underdogstudios/Fotolia)

Pharmacon Schladming

Physiotherapie kann Antirheumatika sparen

In Deutschland leiden etwa 1,5 Millionen Menschen an entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Bei diesen Erkrankungen ist eine schnelle Diagnose essenziell, um die Therapie so früh wie möglich einzuleiten, bevor irreversible Gelenk- oder Wirbelveränderungen auftreten. Nicht selten kommen dabei Biologicals zum Einsatz – eine wirksame, aber auch kostenintensive Therapie. Wie Kosten sich möglicherweise reduzieren lassen könnten, erklärte Professor Ulf Müller-Ladner, Rheumatologe. ...mehr

22.01.2015 Pharmazie

Bei der Migränetherapie sollte immer die Höchstdauer beachtet werden. (Foto: goodluz/Fotolia)

Pharmacon

Migränetherapie: Auf die Höchstdauer achten!

Viele Menschen gehen bei Kopfschmerzen nicht zum Arzt, sondern kommen in die Apotheke. Das gilt auch für Migräne-Patienten. Deswegen haben Apothekerinnen und Apotheker bei der Migräne- und Kopfschmerztherapie ein großes Maß an Verantwortung, betont Professor Manfred Schubert-Zsilavecz. In vielen Fällen helfen OTC-Arzneimittel gegen Migräneattacken. Besonders wichtig ist dabei, dass bei Analgetika und Triptanen auf die Beschränkungen der Therapiedauer geachtet wird. ...mehr

21.01.2015 Pharmazie

Tödliche Nebenwirkungen im Tierversuch falsch interpretiert. (Foto: Vit Kovalcik/Fotolia)

Kommentar

Aufregung um einen vermeintlich tödlichen Impfstoff

Was für eine Schlagzeile: Auf Focus online war am Montag zu lesen „Neuer Wirkstoff weckt Zweifel: Sind Impfungen doch gefährlich?“ – noch dazu mit dem Übertitel „Tödliche Nebenwirkungen“. Das ist natürlich Wasser auf den Mühlen der Impfskeptiker und –gegner! Und es geht weiter: „Eine neue Meningitis-Impfung zeigte im Tierversuch tödliche Folgen“. Wie sind diese Aussagen zu bewerten? Ein Kommentar. ...mehr

Thromboembolie trotz ASS? Die Interaktion mit Ibuprofen könnte eine Rolle spielen. (Foto: Luk Cox/Fotolia)

Pharmacon Schladming

ASS protect und Ibuprofen: ein No-Go

Nach der hohen Wissenschaft der vergangenen Tage ging es am dritten Pharmacon-Tag in die „Niederungen der öffentlichen Apotheke“. Isabel Waltering aus Nottuln zeigte in ihrem Vortrag „AMTS bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ die vielfältigen Möglichkeiten, in der Apotheke die Arzneimitteltherapiesicherheit zu verbessern, beispielsweise durch das Aufdecken relevanter Interaktionen wie die zwischen Ibuprofen und niedrig dosiertem ASS. ...mehr

20.01.2015 Pharmazie

Barbara Steffens hat ein offenes Ohr für Belange der Arzeimittelsicherheit (Foto: MGEPA NRW; Panorama: thodonal/Fotolia).

Arzneimitteltherapiesicherheit

NRW mit fünf Modellprojekten vorn dabei

Polymedikation ist allgegenwärtig. Barbara Steffens, Gesundheitsministerin von Nordrhein-Westfalen, ist daher höchst zufrieden, dass in ihrem Bundesland das Thema AMTS einen hohen Stellenwert einnimmt. Sie selbst hat seine Bedeutung immer wieder hervorgehoben. Heute präsentierte die grüne Ministerin fünf Modellprojekte aus NRW, die aus ihrer Sicht „bundesweit wegweisend“ sind. ...mehr

Prof. Trenk: Schlaganfalls-Symptome bleiben oft verkannt (Foto: daz, Panorama: Bilderbox).

Schlaganfall

Fehlendes Wissen verhindert oft schnelle Hilfe

Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und der häufigste Grund für eine Behinderung im Erwachsenenalter. Trotzdem halten immer noch viele Menschen den Schlaganfall für nicht besonders gefährlich und kennen auch seine Symptome nicht. Hier könnten auch Apotheken einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung leisten, betonte Professor Dietmar Trenk auf dem Pharmacon in Schladming. ...mehr

Krankenhausapotheker Georg Engel ist Kammerpräsident in Mecklenburg-Vorpommern (Foto: tmb/DAZ)

Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern

Engel: Wohl des Patienten als gemeinsames Ziel

Dr. Dr. Georg Engel, der neue Präsident der Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern, der als erster Krankenhausapotheker in Deutschland ein solches Amt bekleidet, äußerte sich gegenüber DAZ.online in einem Statement zu seinen neuen Aufgaben. Engel erklärte, er sei sich der kritischen Fragen an seine Funktion als Krankenhausapotheker bewusst. Er sehe die Verpflichtung der Apotheken, „die Bevölkerung ordnungsgemäß mit Arzneimitteln zu versorgen“ als nicht teilbar an. ...mehr

19.01.2015 Pharmazie

Arzneimitteltherapie und Skifahren: Professor Ulrich Jaehde deckt während seines Vortrags ungeahnte Gemeinsamkeiten auf (Bild: daz).

Pharmacon Schladming

Von den Gemeinsamkeiten des Skifahrens und der Arzneimitteltherapie

Was haben das Skifahren und eine Arzneimitteltherapie gemeinsam? Mit dieser Frage startete Prof. Dr. Ulrich Jaehde, klinischer Pharmazeut aus Bonn, seinen Vortrag zum Thema „Arzneimitteltherapiesicherheit als gemeinsame Herausforderung“ im Wintersportort Schladming. Auf den ersten Blick ist dies nicht viel – doch sieht man genauer hin, findet man tatsächlich Gemeinsamkeiten. ...mehr

"Pille danach" rezeptfrei: Andreas Kiefer sieht kein Problem für Apotheken. (Foto ABDA)

„Pille danach“

Kiefer: Apotheker beraten schon immer

Schon bald werden Frauen die „Pille danach“ ohne Rezept in deutschen Apotheken erhalten. Dabei sollen sie selbstverständlich auch beraten werden. BAK-Präsident Dr. Andreas Kiefer erklärte gegenüber der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung, dass dies grundsätzlich kein Problem ist: „Wir beraten schon immer über eine große Zahl von Medikamenten. Das ist für die Apotheker nichts Neues“. Das sieht er auch im Nachtdienst oder in Notsituationen der Frauen nicht anders. ...mehr

17.01.2015 Pharmazie

((Fotos: scottchan, gena96 - Fotolia.com; Montage: DAZ/ekr)

DAZ.online-Wochenschau

„Pille danach“ – so geht es weiter

Auch diese Woche war sie das dominierende Thema, hinter dem vieles andere in den Hintergrund zu rücken schien: die „Pille danach“. Doch trotz der anhaltenden Diskussion ab wann und mit welchen Einschränkungen oder Auflagen Levonorgestrel und Ulipristalacetat ohne Rezept erhältlich sind, hat die Welt währenddessen nicht still gestanden. So verkündete beispielsweise der Pharmakovigilanzausschuss der europäischen Aufsichtsbehörde EMA seine langerwartete Empfehlung zu Ambroxol und Bromhexin. Und für das innovative Hepatitis-C-Präparat Olysio wurde bereits in der ersten Verhandlungrunde ein Erstattungsbeitrag vereinbart. Mehr dazu in unserer Wochenschau. ...mehr

16.01.2015 Pharmazie

Rote-Hand-Brief für neues Antibiotikum

Vorsicht mit Telavancin

Telavancin (Vibativ®) ist ein Lipoglykopeptid-Antibiotikum, das im September 2014 eingeführt wurde. Im Rahmen der Zulassung wurde der Hersteller Clinigen verpflichtet, über die Risiken von Telavancin zu informieren. Telavancin steht nur krankenhausversorgenden Apotheken zur Verfügung. ...mehr

Das britische National Health Service hat geprüft: Welche Krebsarzneimittel werden bezahlt? (Foto: xtock/Fotolia)

Großbritannien

Aufstockung und Einschnitte beim Krebsfonds

Ende August 2014 hatte der National England angekündigt, seinen Spezial-Fonds für Krebsarzneimittel (CDF) über zwei Jahre deutlich aufzustocken. Außerdem sollte der Expertenausschuss des CDF eine Reihe von Medikamenten, die zur Zeit auf der Liste stehen, neu bewerten und diejenigen mit dem geringsten klinischen Nutzen herausfiltern und gegebenenfalls aussortieren. Nun wurden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Re-Evaluierung vorgelegt. ...mehr

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