20.08.2014 Politik

TK-Chef Jens Baas hätte nichts gegen geheime Erstattungsbeträge. (Foto: Sket)

Vertrauliche Erstattungsbeträge

Kassenchef mit Verständnis für Pharma

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der größten deutschen Krankenkasse, der Techniker Krankenkasse, bezeichnet sich selbst als „Fan von Erstattungsbeträgen“. Sicher freut sich jeder Kassenchef, wenn die Preise für patentgeschützte Arzneimittel im Zaum gehalten werden. Was Baas von seinen meisten Kollegen unterscheiden dürfte ist, dass er nichts dagegen hätte, wenn die Erstattungsbeträge geheim blieben. ...mehr

20.08.2014 Spektrum

Für Medizinprodukte gelten neue Vorgaben für die Verordnung. (Foto: Sket)

Neue Verordnung für Medizinprodukte

Aus zwei mach eins

Die Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV) ist Ende Juli in Kraft getreten. Sie ersetzt damit die bisherigen Verordnungen über die Verschreibungspflicht von Medizinprodukten (MPVerschrV) und über Vertriebswege für Medizinprodukte (MPVertrV). Neu ist unter anderem, dass die E-Mail-Adresse des Arztes auf dem Rezept über ein verschreibungspflichtiges Medizinprodukt stehen muss. ...mehr

20.08.2014 Politik

"Zusammenarbeit auf Augenhöhe" ist die Erwartungen an die Ärzte, so Schmidt. (Foto: Sergey Nivens - Fotolia.com)

ABDA-Präsident zu Medikationsmanagement

Schmidt: Apotheker sind keine Hilfskräfte

Bei der Umsetzung des Medikationsmanagements erwartet ABDA-Präsident Friedemann Schmidt von den Ärzten Entgegenkommen und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit auf „Augenhöhe“. „Wir sind keine Hilfskräfte, die man nach Belieben hinzuziehen kann. Es geht um verbindliche Zusammenarbeit und Kooperation. Und wir erwarten von den Ärzten, dass sie sich dieser Idee stellen“, so Schmidt im DAZ-Interview. ...mehr

TK-Chef Dr. Jens Baas will das AMNOG-Rad nicht zurück drehen - aber den Bestandsmarkt will er trotzdem im Blick behalten.

TK-Bestandsmarktreport

Teuer und ohne Zusatznutzen

Die Politik hat den Bestandsmarktaufruf aufgebeben. Die Techniker Krankenkasse (TK) sieht sich dennoch in der Pflicht, diese Arzneimittel genauer unter die Lupe zu nehmen – jedenfalls solche, die in der Verordnungspraxis eine größere Rolle spielen. Sie will Ärzte darüber aufklären, dass viele dieser Präparate keinen Zusatznutzen gegenüber anderen – günstigeren – Medikamenten haben. Dazu hat die Kasse nun mit Unterstützung von Professor Dr. Gerd Glaeske ihren ersten Bestandsmarktreport vorgelegt. ...mehr

20.08.2014 Pharmazie

Die Aufsichtsbehörden informieren zu Nebenwirkungen von Interferon beta. 
(Bild: reeel - Fotolia.com)

Sicherheitshinweise der Behörden

Nebenwirkungen unter Interferon beta

Bei der Therapie der multiplen Sklerose mit Interferon beta wurden Fälle von thrombotischer Mikroangiopathie (TMA) sowie von nephrotischem Syndrom beobachtet, die mehrere Wochen bis Jahre nach Behandlungsbeginn auftreten können. Darüber informieren die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden in Abstimmung mit den Zulassungsinhabern in einer aktuellen Meldung. ...mehr

20.08.2014 Spektrum

Die britische Arzneimittelbehörde will Arzneimittelbetrüger aufspüren - und einer Strafe zuführen. (Foto: Bilderbox)

Urteil in Großbritannien

16 Wochen Gefängnis wegen gefälschter Potenzmittel

In Großbritannien wurde ein 58-jähriger Mann vom Wood Green Crown Court für den Verkauf und die Lieferung eines nicht zugelassenen Potenzmittels zu 16 Wochen Gefängnis verurteilt. Das Präparat enthielt das Vierfache der maximalen Dosis von Tadalafil, dem Wirkstoff des rezeptpflichtigen Cialis. Dies meldet die britische Zulassungsagentur Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency (MHRA). ...mehr

20.08.2014 Politik

Friedemann Schmidt erklärt im DAZ-Interview wie aus dem Leitbild ein Perspektivpapier wurde. (Foto: Sket)

DAZ-Interview mit dem ABDA-Präsidenten

Schmidt zu Leitbild: Keine zehn Gebote

Eigentlich wollte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) auf dem nächsten Deutschen Apothekertag in München ein Leitbild für den Berufsstand präsentieren. Herausgekommen ist nach langer, intensiver Diskussion ein Perspektivpapier 2030. Im DAZ-Interview begründet ABDA-Präsident Friedemann Schmidt den Kurswechsel: „Leitbild passte einfach nicht mehr. Leitbild ist ein Kodex, sind Gebote. Der Begriff passte dann nicht mehr zum Ergebnis“, so Schmidt. ...mehr

Will Lieferengpässe bei Arzneimitteln im Auge behalten: BMG Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz. (Foto: BMG)

Lieferengpässe

Widmann-Mauz: BMG prüft Melderegister

Die Ursachen für Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind vielfältig. Das hat nicht nur der Sachverständigenrat im Gesundheitswesen festgestellt. Auch die Bundesregierung sieht dies nicht anders. Die Möglichkeiten, Engpässen wirksam entgegenzutreten, sind daher begrenzt. Diskutiert wird über ein verpflichtendes und erweitertes Melderegister zu aktuellen Lieferengpässen sowie eine Liste klinisch unentbehrlicher Medikamente. Über weitergehende Maßnahmen werde man abhängig von der weiteren Entwicklung der Situation entscheiden, schreibt Gesundheits-Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion. ...mehr

20.08.2014 Wirtschaft

Dr. Klaus Peterseim hält nichts vom Kompromiss von DAV und GKV-Spitzenverband zur Anlage 3 der Hilfstaxe. (Foto: VZA)

Vergütung von Zytostatika-Zubereitungen

VZA: Fatale Auswirkungen für die Versorgung

Während sich der GKV-Spitzenverband über millionenschwere Einsparungen freut, schlagen die rund 230 Zytostatika herstellenden Apotheken im Lande Alarm. Ihr Verband VZA sieht in dem Kompromiss, den der Deutsche Apothekerverband und der GKV-Spitzenverband zur Anpassung der Hilfstaxe in der Anlage 3 gefunden haben mehr als kritisch: Er werde für viele Apotheken „fatale wirtschaftliche Auswirkungen“ haben. Der VZA-Vorsitzende Dr. Klaus Peterseim sieht die flächendeckende Versorgung mit parenteralen Zubereitungen überall im Land „konkret bedroht“. ...mehr

20.08.2014 Spektrum

Der milde letzte Winter sorgte für weniger Fehltage im ersten Halbjahr 2014. (Foto: T. Wengert/Pixelio)

Auswertung der DAK-Gesundheit

Arbeitnehmer seltener krankgeschrieben

Arbeitnehmer in Deutschland meldeten sich im ersten Halbjahr 2014 seltener krank als im Vorjahr. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Daten von 2,5 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten. Ursächlich hierfür ist nicht zuletzt der besonders kalte Winter im Vorjahr: Atemwegserkrankungen hatten 2013 zu besonders vielen Krankschreibungen geführt. ...mehr

19.08.2014 Spektrum

Aufatmen in Berlin: Ein Ebola-Verdacht scheint sich nicht zu bestätigen. (Foto: krishnacreations/Fotolia)

Patientin in Charité eingeliefert

Ebola-Entwarnung in Berlin

Die Charité gibt Entwarnung: Die Patientin, die heute mit dem Verdacht auf Ebola in das Berliner Krankenhaus eingeliefert wurde, hat vermutlich eine infektiöse Magen-Darm-Erkrankung und kein Ebola. Davon gingen die Charité-Experten zum jetzigen Zeitpunkt aus. Die Patientin habe sich nicht in einer betroffenen Region aufgehalten, so die Charité. Zum formalen Ausschluss einer Ebola-Erkrankung werde nun aber eine Blutanalyse durchgeführt. ...mehr

19.08.2014 Politik

Das jüngste Gutachten des Sachverständigenrats für das Gesundheitswesen warf bei den Grünen viele Fragen auf. (Foto: DAZ)

Vorschläge des Sachverständigenrats

Bundesregierung hält an bewährten Apothekenstrukturen fest

Die Bundesregierung teilt die Einschätzung des Gesundheits-Sachverständigenrats nicht, dass eine Aufhebung des Fremd- und Mehrbesitzverbots von Apotheken für eine effizientere und effektivere Arzneimitteldistribution sorgen würde. Ebenso wenig hält sie von dem Vorschlag, die Apothekenhonorierung auf einheitliche Festspannen sowie apothekenindividuelle Handelsspannen umzustellen. Dies geht aus der Antwort der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz, auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. ...mehr

19.08.2014 Pharmazie

Reduktion des Alkoholkonsums: Am 1. September kommt Selincro® auf den Markt. (Foto: Lundbeck)

Alkoholabhängigkeit

Medikamentöse Reduktion des Alkoholkonsums

Alkoholprobleme machen vor keiner Bevölkerungsgruppe halt – vielmehr kommen sie in jeder Berufs- und Altersgruppe vor. Das Problem wird gerade zu Beginn häufig vom Betroffenen nicht wahrgenommen und auch der Gang zum Arzt erfolgt meist spät. Das Arzneimittel Selincro® (Wirkstoff: Nalmefen) der Firma Lundbeck zur Reduktion des Alkoholkonsums soll nun den Weg zur Abstinenztherapie ebnen. Anfang September kommt es auf den Markt. ...mehr

Passionsblume wird bei nervösen Unruhezuständen eingesetzt. (Foto: doris oberfrank-list - Fotolia.com)

Erneute Rückrufe

Wieder Aflatoxine im Passionsblumenkraut

Wieder haben Hersteller Passionsblumen-haltige Präparate aufgrund von Verunreinigungen durch Aflatoxine zurückgerufen. Diesmal ist ein Passionsblumenkraut-Trockenextrakt betroffen. Auch letzte Woche war ein Präparat aus dem gleichen Grund zurückgerufen worden. Bereits im Juni waren in einzelnen Chargen von Arzneitees mehrerer Hersteller Kontaminationen mit Aflatoxinen nachgewiesen und die betroffenen Tees vom Markt genommen worden. ...mehr

CC Pharma ruft jetzt umfassend italienische Ware zurück. (Logo: CC Pharma)

Gestohlene Arzneimittel

CC Pharma ruft italienische Präparate komplett zurück

Deutsche Arzneimittelimporteure haben nach wie vor mit den Nachwirkungen des Arzneimitteldiebstahls letzten Herbst in Italien zu kämpfen. Nun hat CC Pharma infolge einer weiteren Warnmeldung der italienischen Behörden eine „finalisierende Präventivmaßnahme“ angekündigt. Über die aktuell von den Behörden geforderten Chargen hinaus, ruft das Unternehmen alle bekannt gemachten Präparate aus Italien zurück. ...mehr

19.08.2014 Spektrum

Ebola - ist das Virus nun auch in Deutschland angekommen? (Grafik: Andrej Kaprinay/Fotolia)

Ebola

Verdacht bei Frau in Berliner Jobcenter

In einem Jobcenter in Berlin-Pankow ist eine Frau, die aus Afrika kommt, wegen Verdachts auf Ebola von Notärzten behandelt worden. Die 30-jährige Patientin habe die typischen Anzeichen der Infektionskrankheit wie hohes Fieber gezeigt, sagte ein Feuerwehrsprecher vor dem Jobcenter. ...mehr

19.08.2014 Wirtschaft

Der GKV-Spitzenverband ist zufrieden mit dem mit dem DAV ausgehandelten Kompromiss. (Logo. GKV-SV)

Preisberechnung bei parenteralen Lösungen

GKV-Spitzenverband rechnet mit Einsparungen über 65 Millionen Euro

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband haben sich – wie bereits berichtet – auf eine Änderung der Anlage 3 der Hilfstaxe geeinigt, die die Abrechnungskonditionen für Zytostatika und andere Parenteralia regelt. Der GKV-Spitzenverband zeigt sich zufrieden mit dem Kompromiss: Die neuen Preise bildeten dank Informationen aus Abfragen bei Apotheken und pharmazeutischen Herstellern die tatsächlichen Marktpreise sehr viel besser ab als bisher. ...mehr

19.08.2014 Politik

Scheint eien Mehrheit für eine weitere Amtszeit als Kmmerpräsident Nordrhein hinter sich zu haben: Lutz Engelen. (Foto: ABDA)

Apothekerkammer Nordrhein

Mehrheit für Kammerpräsident Engelen gesichert

Die Wiederwahl von Lutz Engelen zum Präsidenten der Apothekerkammer Nordrhein scheint gesichert. Nach Einschätzung der Fraktionsgemeinschaft „Schweigende M(ehrheit) ist die Basis“ und Pharmazie leben“ sind die Würfel für die Bildung einer großen Koalition pro Engelen bereits gefallen. Ob der Kölner Apotheker Dr. Jürgen Strahl an seiner angekündigten Gegenkandidatur festhält, ist offen. ...mehr

19.08.2014 Spektrum

Die WHO rechnete mit mehr Toten als offiziell registriert. (Logo. WHO)

Ebola-Epidemie in Westafrika

Bis jetzt 1229 registrierte Todesfälle

Durch die Ebola-Epidemie in Westafrika sind wahrscheinlich bereits mindestens 1229 Menschen umgekommen. Aus den vier direkt betroffenen Ländern Guinea, Liberia, Nigeria und Sierra Leone seien zwischen dem 14. und 16. August 113 neue Fälle gemeldet worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag mit. 84 dieser Patienten seien gestorben. ...mehr

19.08.2014 Pharmazie

Wie hoch ist der Nutzen der Lysetherapie nach einem Schlaganfall? (Bild: psdesign1/Fotolia)

Cochrane Review

Lysetherapie nach Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall kann eine rechtzeitige Behandlung mit Thrombolytika helfen, den Blutfluss wiederherzustellen, bevor größere Hirnschäden auftreten, und dafür sorgen, dass die Patienten sich besser und schneller erholen. Andererseits können Thrombolytika aber auch zu schweren Blutungen im Gehirn führen, die tödlich sein können. Ein aktualisierter Cochrane Review geht der Frage nach, ob und unter welchen Umständen die Lysetherapie eine effektive und sichere Behandlung für akuten ischämischen Schlaganfall sein kann. ...mehr

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