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Pharmazeutisches Fachpersonal ist gefragt! (Foto: Sket)

Pharmazeutisches Fachpersonal ist gefragt! (Foto: Sket)

Vermittlungsagenturen für Apotheken-Personal

Starke Nachfrage nach Apothekern und PTAs

Berlin - Es wird verstärkt um Nachwuchs bei Apothekern und Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen (PTA) geworben. Während der Urlaubszeit ist die Nachfrage nach Vertretungen für Apotheker und PTAs besonders groß. Auch Personalvermittlungen sind in dieser Branche bestens ausgelastet.

Es ist bekannt, dass die Nachfrage nach Apothekern und PTAs wächst. Nach Schätzung der Bundesapothekerkammer werden im pharmazeutischen Bereich in den nächsten Jahren immer mehr Fachkräfte gefragt sein. Aufgrund der zukünftigen Personalsituation starteten Apotheker im Jahr 2010 bereits die Nachwuchsoffensive „Achtung ansteckend – das Pharmaziestudium“, um gezielt Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 19 Jahren auf das Pharmaziestudium aufmerksam zu machen.

Seit einiger Zeit nutzen Apothekeninhaber auch die Möglichkeit, über eine Personalvermittlung eine zeitlich begrenzte Vertretung für sich selbst oder ihre Angestellten zu finden. So können Urlaubs- und Elternzeiten leichter überbrückt werden. Der große Vorteil bei Apothekenvertretern: Das lästige An- und Abmelden bei Behörden wird vermieden, und bis auf die Begleichung der Rechnung ist kein großer bürokratischer Aufwand erforderlich.

Es gibt gute Gründe für Apotheker und PTAs, über eine Personalvermittlung in eine Apotheke einzusteigen: Frisch examinierte Pharmazeuten wollen sich nach ihrer Ausbildung nicht sofort für eine der zahlreichen offenen Stellen festlegen, sondern zunächst unterschiedliche Einblicke bekommen. Und die ältere Generation sucht besonders nach mehr Abwechslung, nachdem sie meist über viele Jahre in ein und derselben Apotheke gearbeitet hat. Außerdem reize seine Angestellten die flexible Einteilung der Einsatz-Zeiträume bei gleichbleibendem Gehalt, meint etwa Norbert Fuhrmann, Geschäftsführer des Personaldienstleisters Teamwork Health Care gegenüber DAZ.online.

Hinzu kommt, dass anders als in anderen Zeitarbeitsbranchen Apotheker und PTAs bei einer Personalvermittlung meist über Tarif bezahlt werden – bei Teamwork Health Care spricht man von 15 Prozent über Tarif. Fuhrmann begründet dies damit, dass Apothekeninhaber eher dazu bereit sind, die erforderliche Flexibilität von vertretenden Apothekern und PTAs anzuerkennen und entsprechend zu entlohnen.

Fuhrmann stellt jedoch eine Veränderung fest: „Wir haben im letzten Jahr sehr viele Übernahmen zu verzeichnen, insbesondere bei den PTAs.“ Es komme immer häufiger vor, dass Apotheker und PTAs nach mehreren Monaten in einer Apotheke von dieser übernommen werden. Auch die Zahl der Direktvermittlungen nehme zu, so Fuhrmann. Es zeige sich, dass Personalvermittlungen nicht mehr nur für zeitlich befristete Vertretungen, sondern vermehrt für die unbefristete Einstellung von Personal eingeschaltet werden.

Um diesem Trend zu folgen und den Nachfrageüberhang auf dem Apotheken- und PTA-Arbeitsmarkt schneller befriedigen zu können, bietet Fuhrmann für junge Apotheker und PTAs in seinem Unternehmen nun eine sogenannte „Apotheken-Tour“ an: Die frisch ausgebildeten Pharmazeuten können vier bis fünf Tage in unterschiedlichen Apotheken reinschnuppern und mit den jeweiligen Apothekeninhabern sprechen. So können sie in kurzer Zeit einen möglichst großflächigen Überblick bekommen. Beide Seiten teilen dem Unternehmen am Ende der Woche mit, ob eine Einstellung gewünscht ist. Ziel ist ein Gewinn für beide Seiten: Apothekeninhaber sollen schneller zu neuem Personal kommen und unentschlossene Arbeitsuchenden die Entscheidung leichter fällen können.

Juliane Ziegler / 26.08.2011, 10:56 Uhr

Kommentare:

Jens sagt:
07.09.2011 10:05

nach Angaben der ABDA erhalten 80% der Leiter einer öffentlichen Apotheke nicht das verglichen mit anderen Berufen äußerst bescheidene Apothekergehalt. Von diesem ist heutzutage keine Familie finanzierbar. Die entsprechenden Apotheken sind unverkäuflich und werden größtenteils nur aufgrund langjähriger Mietverträge von den in den kommenden Jahren in Rente gehenden Leitern geführt. Das Ansehen des Berufes ist ausserordentlich schlecht, einen Rückhalt in der Befölkerung oder der Politik gibt es nicht mehr.

In Krankenhäusen werden die Krankenhausapotheken reihenweise aufgelösst. Die Mehrzahl der KH Apotheken bestehen nur aus dem Leiter/in und der Stellvertreterin/ dem Stellvertreter. Ein kostenloser 24 Rufdienst wird vorausgesetzt, die Apotheker werden auch hier für die mehr...

PTA sagt:
29.08.2011 11:36

Wer möchte sich nach einem langen naturwissenschaftlichen Studium mit Rabattverträgen, Nichtverfügbarkeiten, Friedenspflicht(das Wort schon)und ähnlichem Blödsinn beschäftigen. Ich(PTA im 7.Berufsjahr) kann das sehr gut verstehen. Das ist ja schon für eine kleine, dumme PTA eine Zumutung. Man kann alles machen, sich fortbilden und doch wird unser Beruf nicht so anerkannt, wie der eines Pharm.-Ing.(Vertretungsbefugnis und arbeiten - unter Verantwortung)Die PI's werden von den Apothekern gehegt und gepflegt und wenn es um Personalfragen geht müssen die sich niemals gedanken machen.

Rudi sagt:
27.08.2011 13:10

Das Pharmaziestudium ist so hart und das scheitern dank Einigen sehr groß und später bekommt man dann ein Hungerlohn. 1,2 3 Staatsexamen.

Ich empfehle niemand ein Studium. Die Prüfungen werden immer schwerer!

Und es gibt mehr Exmatrikluationen

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