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40% der Deutschen haben Interesse an internetbasierten Systemen wie der elektronischen Patientenakte und telemedizinischen Anwendungen. (Foto: bilderbox)

40% der Deutschen haben Interesse an internetbasierten Systemen wie der elektronischen Patientenakte und telemedizinischen Anwendungen. (Foto: bilderbox)

Trends im Gesundheitswesen

Patienten werden zu Kunden

Düsseldorf - Deutsche wollen zunehmend als Kunden und nicht als Patienten behandelt werden. Sie wünschen sich verbesserte Qualität und Services im Gesundheitswesen, personalisierte Programme und den Zugang zu Online-Tools, die den Dialog mit den Leistungserbringern erleichtern. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Deloitte-Studie „2010 Global Survey of Health Care Consumers“.

Laut dieser Studie, die die Zufriedenheit und Einstellung der Bürger zum Gesundheitssystem in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, UK, Kanada sowie den USA untersuchte, muss das Gesundheitswesen stärker auf Konsumentenbedürfnisse ausgerichtet werden. Jeweils mindestens eintausend Bürger wurden hierfür zu ihrem Konsumverhalten sowie zum nationalen Gesundheitssystem befragt.

Obwohl in Deutschland 62 Prozent zufrieden sind, erwarten sie dennoch deutliche Verbesserungen in der Versorgung sowie Kostensenkungen im System.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst:

Nur 17 % der Deutschen geben dem Gesundheitssystem die Note "sehr gut" oder "gut".

Nur 22 % der Befragten haben laut eigenen Aussagen ein gutes Verständnis des Gesundheitssystems.

Über die Hälfte der Befragten (ca. 57%) hat eine oder mehrere chronische Krankheiten. Verbesserungsbedarf aus Sicht der Befragten besteht vor allem bei dem Zugang sowie Wartezeiten für Behandlungen. 51 % wünschen überdies eine Optimierung der Behandlungs- und Servicequalität deutscher Praxen und Krankenhäuser.

40 % der Deutschen haben Interesse an internetbasierten Systemen wie der elektronischen Patientenakte, telemedizinischen Anwendungen oder Lösungen zur Verwaltung von Arztterminen und Medikamentenbestellungen.

51 % Prozent fordern sinkende Kosten für medizinische Grundversorgung und Medikamente, sie beurteilen die staatliche Finanzierung des Gesundheitssystems kritisch und setzen zunehmend auf private Vorsorge.

Die Studie ist unter diesem Link abrufbar.

Peter Ditzel / 08.04.2010, 11:14 Uhr

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