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Die Firmenzentrale von Sanofi-Aventis (Foto: Gérard Uféras/Rapho/Cianfaglione & Gravereaux Architectes).

Die Firmenzentrale von Sanofi-Aventis (Foto: Gérard Uféras/Rapho/Cianfaglione & Gravereaux Architectes).

Pharmaindustrie

Sanofi-Aventis setzt auf Generika

Paris - Der Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 6,3 Prozent auf 29,3 Milliarden Euro gesteigert und dabei einen Gewinn von 8,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, was 29 Prozent des Umsatzes entspricht. Die Aktionäre können sich auf eine wahrscheinliche Steigerung der Dividende um 9 Prozent freuen.

Sechs Wirkstoffe tragen knapp die Hälfte zum Umsatz von Sanofi-Aventis bei: Insulinglargin (Lantus) 3,1 Mrd. Euro, das Heparin Enoxaparin (Clexane, Lovenox) 3,0 Mrd. Euro, der Thrombozytenfunktionshemmer Clopidogrel (Plavix) 2,6 Mrd. Euro, das Zytostatikum Docetaxel (Taxotere) 2,2 Mrd. Euro, der Angiotensinrezeptorantagonist Irbesartan (Aprovel) 1,2 Mrd. Euro und das Zytostatikum Oxaliplatin (Eloxatin) knapp 1 Mrd. Euro. Der Umsatz von Eloxatin ist gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel eingebrochen, da das Patent abgelaufen ist.

Die Impfstoffe, deren Umsatz um 19,2 Prozent stieg, brachten 3,5 Mrd. Euro ein, darunter die Impfstoffe gegen die Schweinegrippe 465 Millionen Euro. Mit Tierarzneimitteln, die die 100%ige Tochter Merial vermarktet, nahm Sanofi-Aventis 2,6 Mrd. Euro ein. Auf dem Generikamarkt ist der Konzern u.a. mit den erst vor kurzem akquirierten Firmen Zentiva, Kendrick und Medley präsent. Aufgrund der vielen Zukäufe wuchs der Umsatz hier um das Zweieinhalbfache auf 1 Mrd. Euro. Im Bereich der Generika und der OTC-Präparate, die einen Umsatz von 400 Mio. Euro hatten, will Sanofi-Aventis auch künftig kräftig zulegen und damit teilweise den Patentablauf bei seinen Blockbustern kompensieren. Doch auch mit einigen Neuentwicklungen will die Firma demnächst auf den Markt kommen.

Im fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung befinden sich das Zytostatikum Cabazitaxel zur Zweitlinienbehandlung des Prostatakarzinoms und der PARP-1-Hemmer BSI-201 zur Behandlung von dreifach negativem Brustkrebs, für die die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA das „Fast track“ genehmigt hat, das heißt, dass der Hersteller die Zulassungsunterlagen sukzessive einreichen darf, um das Verfahren zu beschleunigen. Die EMA hat im Dezember die Zulassung von DuoPlavin, einer fixen Kombination von Acetylsalicylsäure und Clopidogrel zur Prävention atherothrombotischer Ereignisse bei akutem Koronarsyndrom empfohlen. Die Phase III der klinischen Prüfung des injizierbaren Xa-Faktor-Hemmers Otamixaban soll in Kürze anlaufen.

 

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Quelle:

http://en.sanofi-aventis.com/binaries/20100210_Results2009_en_tcm28-27173.pdf

 

Dr. Wolfgang Caesar / 12.02.2010, 11:04 Uhr

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