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(Foto: www.europa-apotheek.com)
Private Krankenversicherung
Allianz strebt Rahmenabkommen mit Apotheken an
In einer soeben veröffentlichten Stellungnahme teilt die Allianz Deutschland AG mit, dass sie „ein Rahmenabkommen für die Zusammenarbeit mit deutschen Apotheken“ anstrebt. Zuvor hatte die Allianz Private Krankenversicherung (APKV) die Aufforderung an ihre Versicherten, Arzneimittel bei der Europa Apotheek Venlo zu bestellen, gestoppt.
Nachdem Lothar Landgraf, Leiter der Abteilung Unternehmenskommunikation der Allianz, noch Ende Januar die Kooperation mit der Europa Apotheek Venlo als „echten Mehrwert“ für die APKV-Mitglieder gelobt hatte und im Übrigen betont hatte, dass deren „Recht der freien Apothekenwahl in keiner Weise beschnitten oder eingeschränkt“ werde (siehe DAZ Nr. 4, S. 82), scheint die APKV nun die deutschen Präsenzapotheken für ihre Kunden neu entdeckt zu haben.
In der Stellungnahme heißt es mit Bezug auf die zahlreichen Proteste der Apotheker: „Wir nehmen diese Beschwerden sehr ernst und befinden uns deshalb im Austausch mit den deutschen Apotheker-Spitzenverbänden. Gemeinsam suchen wir nach Kooperationsmöglichkeiten und streben ein Rahmenabkommen für die Zusammenarbeit mit deutschen Apotheken an. Unseren Kunden möchten wir über dieses Rahmenabkommen besondere Services sowie pharmazeutische Beratungsleistungen in ihrer Hausapotheke bieten. Vor dem Hintergrund der Gespräche mit den Apotheker-Spitzenverbänden hat die APKV die Kundenanschreiben zur Kooperation mit der Europa Apotheek Venlo gestoppt.“
Die Stellungnahme endet mit der Feststellung: „Die Präsenzapotheke ist und bleibt für die meisten Menschen aufgrund der räumlichen Nähe und für den akuten Bedarf weiterhin unverzichtbar."
Eine offizielle Information von „deutschen Apotheker-Spitzenverbänden“ über den Austausch mit der Allianz liegt derzeit nicht vor.
Dr. Wolfgang Caesar / 10.02.2010, 15:09 Uhr
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