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Arzneimittelfälschungen - auch die europäischen Zollbehörden sind wachsam. (Foto: ABDA)

Arzneimittelfälschungen - auch die europäischen Zollbehörden sind wachsam. (Foto: ABDA)

EU-Zoll-Statistik

Arzneimittel-Fälschungen im Visier der Zollfahnder

Berlin - Europäische Zollfahnder haben 2009 fast 11,5 Millionen Arzneimittel sichergestellt. Von den insgesamt rund 43.500 Beschlagnahmefällen, bei denen der Verdacht bestand, es handele sich um Fälschungen, betrafen 8 Prozent Medikamente. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Jahresbericht der EU-Kommission über die Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums durch die Zollbehörden in der EU hervor.

Die Mehrzahl der Fälle, in denen der Zoll einschritt, betrafen Zigaretten, Kleidungsstücke und Markenartikel. Während in der Vergangenheit in erster Linie Luxusgüter sichergestellt wurden, sind es nunmehr immer häufiger Gegenstände des täglichen Bedarfs. Dies kann für die Bürger durchaus eine Gesundheitsgefährdung mit sich ziehen. Betroffen waren neben Arzneimitteln – sie machten 10 Prozent aller Beschlagnahmefälle aus – etwa Shampoos, Zahnpasta, Spielzeug oder Haushaltsgeräte.

Insgesamt stellten die Zollbehörden der 27 Mitgliedstaaten im vergangenen Jahr 118 Millionen Artikel wegen vermuteter Urheberrechts-Verletzungen sicher. Haupt-Herkunftsland bleibt China. Bei Medikamenten sind es allerdings die Vereinigten Arabischen Emirate: Fast drei Viertel der beschlagnahmten Arzneimittel – die Kategorie umfasst übrigens auch Kondome – kam von hier. Fast 23 Prozent kamen aus Indien.

Kirsten Sucker-Sket / 22.07.2010, 16:18 Uhr

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