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Research Highlight. Das intelligente Skalpell könnte in Zukunft den Chirurgen die Arbeit sehr erleichtern. (Foto: )
Angewandte Chemie
„Intelligentes“ Skalpell unterscheidet gesundes und Tumorgewebe
Gießen - Gießen. Den Prototypen eines Skalpells, das gesundes von krankem Gewebe unterscheiden kann, haben Gießener Chemiker gemeinsam mit Forschern der Budapester Semmelweis Universität entwickelt.
Dieses Elektroskalpell analysiert und identifiziert das geschnittene Gewebe über die Gase, die beim Schneiden freigesetzt werden. Auf diese Weise zeigt es dem Chirurgen direkt an, ob er in krankem oder gesundem Gewebe schneidet. Bei herkömmlichen Methoden ist diese Unterscheidung während der Operation oft schwierig.
Bei dem „intelligenten“ Skalpell wird das Gewebe beim Schneiden durch elektrischen Strom zersetzt und teilweise verdampft. Dieses Aerosol wird in ein Massenspektrometer gesaugt und in Sekundenschnelle analysiert. Verschiedene Gewebetypen erzeugen im Massenspektrometer ein charakteristisches Profil, über das sie sich identifizieren lassen. Über diesen chemischen Fingerabdruck kann man gesundes Gewebe von Tumorgewebe unterscheiden.
Die Ergebnisse ihrer Forschung haben die Wissenschaftler nun publiziert, und die Zeitschrift „Nature“ hat diese Publikation als ein „Research Highlight“ herausgestellt.
Quelle: Schäfer KC, Dénes J, Albrecht K, et al.: In vivo, in situ tissue analysis using rapid evaporative ionization mass spectrometry. Angewandte Chemie International Edition, 2009:48(44);8240-2. DOI: 10.1002/anie.200902546.
Dr. Bettina Hellwig / 23.10.2009, 14:26 Uhr
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