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Politik

Der saarländische Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) will nicht an der Re-Importquote rütteln. (Foto: FDP Saar)
Arzneimittel-Sparpläne
Kritik aus den eigenen Reihen
Berlin - Gesundheitsminister Philipp Rösler stößt mit seinen Arzneimittel-Sparplänen in der eigenen Partei auf Skepsis. Die FDP-Wirtschaftsminister Bayerns und des Saarlandes kritisieren vor allem die angedachten Hersteller-Zwangsrabatte.
Martin Zeil, Wirtschaftsminister in Bayern, unterstützt Rösler zwar prinzipiell in seinen Zielen, „nur über die Wege dorthin wird man sich im Einzelnen noch unterhalten“, sagte er dem „Tagesspiegel“. So verstehe er, dass Philipp Rösler kurzfristig die Kosten für Arzneimittel senken wolle. „Dabei würde ich allerdings freiwilligen Regelungen den Vorrang vor Zwangsrabatten geben“.
Auch Zeils Kollege aus dem Saarland, Christoph Hartmann, kritisiert die angedachten Hersteller-Zwangsrabatte sowie den Wegfall der Re-Importquote. „Für diese Pläne wird Philipp Rösler von uns keinen Beifall bekommen“, sagte er dem „Tagesspiegel“. Dass sich der Landesminister für Re-Importe stark macht, verwundert nicht, hat doch Kohl-Pharma seinen Sitz im saarländischen Merzig. Das Unternehmen hat offenbar bereits bei Hartmann Alarm geschlagen: Der Wegfall der Quote, die derzeit bei sechs Prozent liegt, würde allein im Saarland 700 Arbeitsplätze kosten, sagt der Minister.
Kirsten Sucker-Sket / 11.03.2010, 10:02 Uhr
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