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Rudolf Voigt
Pharmazeutische Technologie
für Studium und Beruf
Was mag es wohl für ein Buch sein, dessen Autor sich fühlt wie der Dombaumeister zu Köln, weil er trotz steten Bemühens nicht an das Ende seiner Arbeit gelangt? Nun, auch wenn das von Rudolf Voigt begründete Werk „Pharmazeutische Technologie“ noch nicht Zentennien alt ist, sondern eben erst ins 40. Jahr geht, so sind die Dimensionen des 769 Seiten dicken Werkes bezogen auf den Buchmarkt mit dem Kölner Monumentalbau doch durchaus vergleichbar. Zudem zeigt die Tatsache, dass das Buch mittlerweile schon in 11. Auflage erscheint, dass es sich ähnlicher Beliebtheit erfreut wie das rheinische Baudenkmal. Dennoch gibt es einen ganz gravierenden Unterschied: Während die Architektur des Kölner Doms die Formensprache vergangener Jahrhunderte wiederspiegelt, ist die Neuauflage des „Voigt“ nicht nur inhaltlich, sondern auch gestalterisch absolut auf der Höhe der Zeit. Dabei ist es dem Werk durchaus anzumerken, dass das fünfköpfige Team um Prof. Alfred Fahr bei der Überarbeitung erneut sehr viel Wert auf eine durchdachte didaktische Gestaltung gelegt hat, was das Verständnis für die mitunter recht komplexen Zusammenhänge erheblich erleichtert. Jeder Graph wird im Text ausführlich erläutert, so dass die Darstellungen problemlos Schritt für Schritt nachvollzogen werden können. Zahlreiche Übungen und Beispiele erleichtern es dem Leser zusätzlich, sich in die vielschichtige Materie einzuarbeiten und diese praktisch anzuwenden. Besonders hervorzuheben ist zweifelsohne auch die Fülle der Abbildungen, die einen Blick in das Innere von Arzneiformen sowie Prüf- bzw. Herstellungsapparaturen erlauben und dem Leser eine gute Vorstellung der dort ablaufenden Prozesse vermitteln. Inhaltlich spannen die Autoren den Bogen von den traditionsreichen wässrigen Drogenauszügen bis hin zu den höchstmodernen therapeutischen oder nanopartikulären Systemen, die alle mit der gleichen Sorgfalt, um nicht zu sagen Empathie, besprochen werden. Damit deckt das Werk lückenlos alle relevanten Bereiche der modernen Galenik ab und setzt einmal mehr Maßstäbe im Bereich der Pharmazeutischen Technologie - sowohl für das Studium als auch für die Praxis. Dabei profitieren die Leser von der geballten Erfahrung der Verfasser, die ihr Metier nicht nur wissenschaftlich, sondern auch didaktisch bestens beherrschen. Die für alle Lesergruppen des Werkes sehr hilfreichen Arzneibuchenkästen, die parallel zu den Erläuterungen des Fließtexts einschlägige Passagen aus der deutschen und europäischen Pharmakopöe referieren, wurden ebenfalls überarbeitet und den aktuellen Monographietexten angepasst. Alles in allem ist es den Bearbeitern der 11. Auflage einmal mehr gelungen, den Bedürfnissen von Studenten und Apothekern gleichermaßen in vollem Umfang gerecht zu werden. Sie legen ein Lehrbuch vor, das jedem, der sich umfassend über moderne pharmazeutische Technologie informieren will, uneingeschränkt zu empfehlen ist. Und falls ein Leser doch einmal, was zugegebenermaßen unwahrscheinlich erscheint, auf einen Fehler oder eine unklare Ausdrucksweise stößt, so winkt ihm halbjährlich die Teilnahme an der Verlosung eines Weinpaketes, was den vielen fachlichen Argumenten, die ohnehin schon für die Lektüre dieses Buchs sprechen, sogar noch eine lukullisches hinzufügt. (az)
Hier finden Sie Leseproben zum Lehrbuch "Pharmazeutische Technologie"
Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier
Deutscher Apotheker Verlag
ISBN 978-3-7692-5003-9
11., durchgesehene und ergänzte Auflage 2010. XXIII, 746 S., 317 s/w Abb., 110 s/w Tab., gebunden
79,90 Euro inkl. MwSt.
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