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Nicole Klenke

Zum Alltag der Apothekergehilfen vom 18. Jh. bis Anfang des 20. Jh.

 

Über das Leben des angestellten Apothekers in Zeiten der beginnenden akademischen Ausbildung an pharmazeutischen Privatinstituten und Universitäten sowie von Apothekenschacher hat Nicole Klenke eine umfassende und sehr lesenswerte Dissertation verfasst. Als angestellter Apotheker sein Brot zu verdienen war zur damaligen Zeit alles andere als erstrebenswert. Vielfach ausgebeutet, durch den Dienstherrn schlecht behandelt und in zum Teil unwürdigen Verhältnissen hausend, blieb für viele ausgebildete Apotheker dennoch eine eigene Apotheke aus finanziellen Gründen unerreichbar. Dienstordnungen, kaum Freizeit und eine schlechte Alters- bzw. Invalidenversorgung trugen ebenfalls nicht zur Attraktivität eines Apothekers in Anstellung bei. Vielfach war den so genannten Apothekergehilfen nicht einmal die Gründung einer Familie vergönnt. Kein Wunder also, dass unter anderen nicht nur Theodor Fontane, Carl Spitzweg und Carl Ludwig Fernow ihre künstlerischen Ambitionen auslebten, dass es zahlreiche Apotheker nach Amerika zog und sie dort „Deutsche Apotheken“ gründeten oder sich in anderen Betätigungsfeldern versuchten. Ein sicheres Auskommen hatten nur Apotheker, die nebst guter Ausbildung auch über die nötigen finanziellen Mittel verfügte. Autobiographisches, Leserbriefe aus Zeitungen und viele Zitate von zeitgenössischen Apothekern, die manchmal zum Schmunzeln, oft aber auch zum Innehalten und zu dankbarer Reflektion über die heutigen Zeiten anregen, machen dieses Buch zu einer empfehlenswerten und – trotz des akademischen Anspruchs – einer unterhaltsamen Lektüre. (cs)

 

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Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart

Buch in Vorbereitung

ISBN 978-3-8047-2602-4

527 S., 4 s/w Abb., kartoniert

 

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