Sie sind hier: ApothekenRechtTag

Der ApothekenRechtTag – Forum Arzneimittel&Recht findet im Rahmen der Interpharm statt.

Das weitere Programm der Veranstaltung können Sie als PDF-Datei hier herunterladen:

Gesamtprogramm (PDF)

Rezepturarzneimittel: die Sphinx des Apothekenrechts?

Das neue Recht der Rezeptur: Grundlagen, Abgrenzungen und Hinweise für
die Praxis

Zwischen der Wahrnehmung von Rezepturarzneimitteln in der Pharmazie und in der Rechtsprechung besteht eine deutliche Kluft. Während die Anforderungen an die Herstellung im Rahmen der Novellierung der Apothekenbetriebsordnung deutlich erhöht und Rezepturarzneimittel damit pharmazeutisch aufgewertet wurden, ist in der Rechtsprechung eine Tendenz zur Verdrängung von Rezepturarzneimitteln zu beobachten. Der Referent stellt in seinem Vortrag die Gegenläufigkeit der Entwicklungen dar und gibt dabei sachgerechte Hinweise für die Apothekenpraxis.

Referent: Rechtsanwalt Dr. Heinz-Uwe Dettling, Stuttgart
Freitag, 15. März 2013, 9:40 Uhr, CCH – Congress Center Hamburg

Botendienst- und Zustellmodelle für Arzneimittel über Internetplattformen

Die Zulassung des Versandhandels mit Arzneimitteln hat den Wettbewerb auf dem deutschen Apothekenmarkt intensiviert: traditionelle Handelsformen werden in Frage gestellt; neue Vertriebskonzepte breiten sich aus. Hierzu zählen unter anderem Internetplattformen, über die auch Offizin-Apotheken ihre Produkte „online“ anbieten können, um sie – meist im Wege des Botendienstes – an den Besteller auszuliefern. Die üblichen erfolgsbezogenen Vergütungsmodelle und Marketingkonzepte im Internet drohen jedoch mit apotheken- und arzneimittelrechtlichen Regelungen zu kollidieren, welche die eigenverantwortliche, unabhängige und an heilberuflichen Standards ausgerichtete Betriebsführung durch Apotheker absichern sollen.Inwieweit sich aus diesen Regelungen Grenzen für entsprechende Vermarktungskonzepte ergeben, soll am Beispiel der Internetplattform „dedendo“ untersucht werden.

Referent: Professor Dr. Elmar J. Mand, Universität Marburg
Freitag, 15. März 2013, 10:40 Uhr, CCH – Congress Center Hamburg

Rechtliche Aspekte der Frühen Nutzenbewertung

Mit dem 2011 in Kraft getretenen AMNOG führte der Gesetzgeber für Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen ein neues System der Frühen Nutzenbewertung ein. Zentraler Zweck der Frühen Nutzenbewertung und insbesondere der Bewertung des Zusatznutzens im Verhältnis zur zweckmäßigen Vergleichstherapie ist die Schaffung einer inhaltlichen Grundlage für Verhandlungen zwischen dem pharmazeutischen Unternehmen und dem GKV-Spitzenverband über einen Erstattungsbetrag, der dann für sämtliche Arzneimittelabgaben in Deutschland Geltung beansprucht. Zwei Jahre nach Einführung dieses neuen Systems sind noch eine Fülle von Fragen offen und teilweise umstritten: Welche Arzneimittel unterliegen der frühen Nutzenbewertung? Welche Anforderungen bestehen für eine fakultative Bestandsmarkt-Nutzenbewertung? In welchem Verhältnis stehen die Instrumente Festbetrag und frühe Nutzenbewertung? Was ist die zweckmäßige Vergleichstherapie? Welche inhaltlichen Anforderungen bestehen für die Anerkennung eines Zusatznutzens? Welche Besonderheiten gelten für sog. Orphan drugs? Und: Sind die beschränkten Rechtsschutzmöglichkeiten verfassungskonform?

Referent: Rechtsanwalt Dr. Gerhard Nitz, Fachanwalt für Medizinrecht, Berlin
Freitag, 15. März 2013, 11:40 Uhr, CCH – Congress Center Hamburg

Offene Fragen der Apothekenbetriebsordnung

Seit dem 12. Juni 2012 ist die Novelle zur Apothekenbetriebsordnung in Kraft. Mit den vielen Anforderungen, die das neue Regelwerk für den Apothekenbetrieb aufstellt, gehen in der Praxis Unsicherheiten bei der Auslegung und Anwendung der einschlägigen Vorschriften einher. Wie ist z.B. der Zugang zu einer Apotheke zu gestalten, um barrierefrei zu sein? Wie lässt sich die Vertraulichkeit der Beratung sicherstellen? Wie berät der Apotheker gesetzeskonform und welche Anforderungen sind an die vom Apotheker durchzuführende Plausibilitätsprüfung zu stellen? Die Themen im Einzelnen: Anforderungen an die Räume; Vertretung des Apothekenleiters; Information und Beratung; Bezug und Abgabe von Arzneimitteln; Herstellung von Arzneimitteln durch Apotheken und Vergabe der Herstellung an Lohnhersteller; Dienstbereitschaft; Apothekenübliche Waren und Dienstleistungen. Nutzen Sie die Gelegenheit, vorab Fragen an den Referenten zu stellen!

Referent: Rechtsanwalt Dr. Valentin Saalfrank, Fachanwalt für Medizinrecht, Köln
Freitag, 15. März 2013, 13:15 Uhr, CCH – Congress Center Hamburg

Stellen und Verblistern von Arzneimitteln

Die neue Apothekenbetriebsordnung hat das Medikationsmanagement als pharmazeutische Tätigkeit definiert und das Stellen und Verblistern von Arzneimitteln neuen Regelungen unterworfen. Gerade für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen ist die patientenbezogene Neuverpackung von Fertigarzneimitteln für bestimmte Einnahmezeitpunkte ein wichtiges Instrument des Medikationsmanagements durch die Apotheke. Leider sind auch nach der Betriebsordnungsnovelle 2012 weiterhin viele Rechtsfragen rund um das Stellen und Verblistern offen. Der Beitrag ordnet die neuen Vorschriften ein, gibt rechtssichere Hinweise für die Apothekenpraxis und zeigt den weiterhin bestehenden Regelungsbedarf auf. Nutzen Sie die Gelegenheit, vorab Fragen an den Referenten zu stellen!

Referent: Professor Dr. Hilko J. Meyer, Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR), Frankfurt/Main
Freitag, 15. März 2013, 14:15 Uhr, CCH – Congress Center Hamburg

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